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Besenreiser entfernen: So verschwinden die Krampfadern

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Lästiger Schönheitsmakel  

Wie Besenreiser wieder verschwinden

17.07.2017, 10:19 Uhr | dpa-tmn

Besenreiser entfernen: So verschwinden die Krampfadern. Besenreiser auf der Haut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/MichalLudwiczak)

Geplatzte Äderchen, die unter der Haut durchschimmern, nerven (Quelle: MichalLudwiczak/Thinkstock by Getty-Images)

Sichtbare Äderchen an den Beinen sehen unschön aus, müssen aber nicht gefährlich sein. Wie unterscheidet man die harmlosen von den behandlungsbedürftigen? Und was tun Ärzte, um sie zu entfernen?

Kann man Besenreiser selbst behandeln?

Besenreiser tauchen vor allem an den Beinen auf. Ihre feinen Verästelungen ähneln dünnen Zweigen – also Reisern – aus denen in alten Zeiten Kehrbesen hergestellt wurden. Aus medizinischer Sicht ist diese Form von Krampfadern in aller Regel harmlos und nicht behandlungsbedürftig. Nicht ausgeschlossen ist jedoch, dass sich hinter Besenreisern eine ernstzunehmende Venenschwäche verbirgt. Gewissheit bringt eine Untersuchung bei einem Facharzt.

"Besenreiser kann man nicht selbst behandeln", stellt Guido Bruning, Venenspezialist am Hamburger Krankenhaus Tabeaer, klar. Wer sie loswerden möchte, muss zum Arzt gehen. Notwendig ist das allerdings nicht. Besenreiser sind nicht gefährlich. "Es handelt sich um ein rein kosmetisches Problem", sagt Bruning.

Auch Gesicht und Bauch können betroffen sein 

Besenreiser treten nicht nur an den Ober- und Unterschenkeln auf, sondern am gesamten Körper, etwa am Bauch. In seltenen Fällen gibt es auch Besenreiser im Gesicht. Meistens sind Frauen von Besenreisern betroffen, da sie im Vergleich zu Männern ein schwächeres Bindegewebe haben.

So lassen sich Besenreiser entfernen 

Besenreiser lassen sich kosmetisch gut abdecken. Für Besenreiser im Gesicht gibt es spezielle Make-ups. Auch für Beine existieren wasserfeste Camouflageprodukte.

Wem das Abdecken zu aufwendig ist, der kann sich Besenreiser von Fachärzten entfernen lassen. Bei der Behandlung pikst der Arzt die erweiterten Blutgefäße in Beinen an und spritzt ein Verödungsmittel hinein. Drei bis vier Sitzungen sind notwendig, um die blauen Äderchen zum Verschwinden zu bringen. Jede Sitzung kostet Bruning zufolge zwischen 40 und 100 Euro. Die Krankenkassen bezahlen das nicht.

Handelt es sich doch um Krampfadern?

Anders sieht es bei Krampfadern aus. Das sind erweiterte Beinvenen, die man von außen gut ertasten kann und die sich an den Beinen hinaufschlängeln. Im Gegensatz zu Besenreisern gehen sie auf einen Klappenschaden in den Venen zurück.

Normalerweise werden die Venen von der Muskel-Waden-Pumpe angeregt, das nach unten fließende Blut wieder in Richtung Herz zu befördern. Sind die zugehörigen Ventile – die Venenklappen – jedoch nicht mehr richtig dicht, fließt das Blut wieder zurück. Zudem leiern die Venen aus. "Ob eins das andere bedingt, also die beschädigten Klappen die Venen ausleiern oder ob beides zugleich passiert, wissen wir noch nicht", erklärt Bruning.

So werden Krampfadern entfernt

Krampfadern sollten behandelt werden, weil sonst chronische Wunden entstehen können, die nicht mehr verheilen. "Der Patient kann Kompressionsstrümpfe tragen." So wird die Transportkapazität in den Venen durch einen äußeren Reiz erhöht.

Mit örtlicher Betäubung und einem kleinen Schnitt in der Leiste kann ein Venenspezialist die betroffene Hauptvene auch herausziehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Vene 'durchzukochen'. Dafür wird unterhalb des Knies ein Katheder in die Vene geschoben. Anschließend wird sie mit Strom oder Licht erwärmt. Danach stirbt das Gewebe ab.

Wird der Eingriff – egal, ob mit einem Schnitt oder Katheder – gut durchgeführt, kommen Krampfadern laut Bruning selten wieder. Woran man einen guten Operateur erkennt? Bruning rät, dort hinzugehen, wo der Eingriff häufig durchgeführt wird.

Kann man Besenreisern und Krampfadern vorbeugen?

Vorbeugen lässt sich weder bezüglich Besenreisern noch Krampfadern. Ärzte gehen davon aus, dass die Entstehung genetisch bedingt ist. Mit Spaziergängen kann man allerdings den Rückfluss des Blutes etwas ankurbeln. Und wer schon Besenreiser oder Krampfadern hat, sollte nicht unbedingt drei Mal in der Woche in die Sauna gehen. Dabei werden die Blutgefäße zusätzlich geweitet.

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