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Medikamentensucht: Viele haben Tablettensucht ohne es zu wissen

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Medikamentensucht  

Tablettensucht - viele sind abhängig ohne es zu wissen

07.04.2010, 16:21 Uhr | AFP/apn/jlu

Medikamentensucht: Viele haben Tablettensucht ohne es zu wissen. Medikamentensucht: Viele Senioren sind tablettensüchtig, ohne es zu wissen. (Foto: imago)

Viele Senioren sind tablettensüchtig, ohne es zu wissen. (Foto: imago)

Schlaftabletten, Bier, Zigaretten: Viele Deutsche könne die Finger nicht von Suchtmitteln lassen. Trotz Präventionsarbeit und Gesetzesverboten bleibt der Konsum von Rauschmitteln hoch, so das "Jahrbuch Sucht 2010" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Auffällig ist, dass hunderttausende Senioren in der Falle der Medikamentensucht stecken - häufig ohne es zu wissen. Mit dem "Lippstädter Benzo-Check" können Sie einschätzen, ob auch Sie betroffen sind. Abgefragt werden Symptome, die bei der Tabletteneinnahme auftreten können. Wer gefährdet ist, sollte unbedingt mit einem Arzt sprechen. Den Test finden Sie in dem Info-Kasten links unter dem Bild.


Medikamentensucht beginnt schleichend

Insgesamt haben etwa 1,9 Millionen ältere Menschen "ein Problem mit ihrem Medikamentenkonsum", sagt Armin Koeppe, Projektleiter bei der DHS. Medikamentensucht sei in Deutschland genauso verbreitet wie die Abhängigkeit von Alkohol. "Es gibt zwischen 1,7 und 2,8 Millionen Medikamentenabhängige oder Menschen mit problematischem Komsumverhalten bei Medikamenten", erläutert Koeppe. Am meisten betroffene seien Frauen im Rentenalter. Der Grund: Sie ließen sich Schlafmittel verschreiben, obwohl es im Alter natürlich sei, weniger zu schlafen. "Was die älteren Menschen nicht wissen, ist, dass man von diesen Medikamente sehr schnell abhängig werden kann", erklärt Koppe. Der Prozess sei schleichend und werde häufig erst zu spät wahrgenommen.

Die meisten Medikamente werden von Senioren genommen

Generell sei der Medikamentenkonsum bei älteren Menschen sehr hoch. "70 Prozent aller Medikamente werden von Menschen über 65 Jahren eingenommen", sagt der Experte für Suchtfragen. Die DHS schätzt, dass die Hälfte aller Senioren täglich Medikamente mit acht verschiedenen Substanzen einnimmt. Bei rund 20 Prozent sind es sogar Arzneimittel mit 13 verschiedenen Substanzen. Koeppe berichtet, dass für Senioren gefährliche Stürze mit Verletzungen wie Oberschenkelhalsbruch häufig durch Medikamente ausgelöst würden.

610 Dosen Bier sind zu viel

In Bezug auf Alkohol hat sich das Verhalten der Deutschen im vergangenen Jahr kaum verändert. "Der Alkoholkonsum ist viel zu hoch", sagt der DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann. Ihm zufolge konsumiert jeder Deutsche jährlich fast zehn Liter reinen Alkohol - das sind knapp 610 Dosen Bier. Angestiegen ist allerdings die Zahl der Alkoholvergiftungen. In der Gruppe der zehn- bis 20-Jährigen gab es 170 Prozent mehr Fälle, bei den über 70-Jährigen sogar 200 Prozent mehr. "Akuter Rausch und sogenanntes Komasaufen sind also nicht allein jugendspezifische Alkoholprobleme", erklärt Gaßmann.

Zahl der Raucher nur leicht gesunken

Und auch beim Tabakkonsum hat sich nur wenig getan. Trotz neuer Gesetze wie dem Rauchverbot ist die Zahl der Raucher nur leicht gesunken: 2006 waren rund 32 Prozent der Deutschen Raucher, im vergangenen Jahr sank die Zahl auf etwas unter 30 Prozent. "Allerdings hat sich die gesellschaftliche Einschätzung vom Rauchen verändert", sagt Gaßmann. "Heute werden Raucher eher schief angeguckt", so der Suchtexperte weiter. Tabakkonsum führt laut DHS bei noch mehr Menschen zu einem verfrühten Tod als Alkohol: «Hier gehen wir von 110.000 bis 140.000 Fällen aus», sagte Gaßmann.

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