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Schlafapnoe: Wenn nachts der Atem aussetzt

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Schlafapnoe  

Wenn nachts der Atem aussetzt

10.08.2011, 10:17 Uhr | tze

Schlafapnoe: Wenn nachts der Atem aussetzt. Lautes Schnarchen und Atemaussetzer sind Anzeichen für Schlafapnoe (Foto. imago)

Lautes Schnarchen und Atemaussetzer sind Anzeichen für Schlafapnoe (Foto. imago)

Auch wenn Sie lange geschlafen haben, fühlen Sie sich am Morgen immer noch müde? Die Partnerin oder der Partner klagen über Ihr lautes Schnarchen? Das ist nicht nur lästig, sondern dahinter kann eine gefährliche Schlafstörung stecken: Das Schlafapnoe-Syndrom. Dabei setzt nachts immer wieder der Atem aus - mit gravierenden Folgen für die Gesundheit.

Etwa sechs Millionen Deutsche leiden unter Schlafapnoe

Experten schätzen, dass in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen betroffen sind - etwa so viele wie an Diabetes oder chronischer Bronchitis erkrankt sind. Doch vielen sind die nächtlichen Atemaussetzer gar nicht bewusst. Von Schlafapnoe spricht man, wenn pro Stunde mehr als zehnmal der Atem länger als zehn Sekunden stockt. In Extremfällen sind die Atemaussetzer dreimal so häufig oder sie halten bis zu 30 Sekunden an. Das Gehirn registriert den Atemstillstand und setzt eine Weckreaktion in Gang, damit der Mensch nicht erstickt. Das ist lebenswichtig, doch diese so genannten Arousals reißen ihn immer wieder aus der erholsamen Tiefschlafphase.

Schlafstörungen bewirken Bluthochdruck und Herzschäden

Wenn sich der Körper im Schlaf nicht regenerieren kann, wird er auf Dauer krank. Häufige Folgen unbehandelter Schlafapnoe sind Bluthochdruck und Herzschäden. Am größten ist das Risiko bei der so genannten obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Im Schlaf entspannt sich auch die Muskulatur der Atemwege - unter Umständen so sehr, dass die Luftröhre nicht mehr genug Spannung aufrecht erhalten kann und "zusammenfällt". Oder es verengen sich im Schlaf die oberen Atemwege, beispielsweise weil die Zunge im Rachenraum zurücksinkt und der Atem nicht ungehindert zwischen Luftröhre und Nasenhöhle strömen kann. Mediziner der Universität Boston haben ermittelt, dass dadurch bei Männern das Risiko für eine Herzschwäche oder eine koronare Herzerkrankung um rund zwei Drittel steigt. Die Mediziner erklären dies in der Zeitschrift "Circulation" damit, dass die ständigen Unterbrechungen des Schlafs den Blutdruck erhöht. "Das bedeutet, dass eine obstruktive Schlafapnoe ein ernster Zustand ist, der medizinische Behandlung erfordert", sagt Studienleiter Daniel Gottlieb.

Warnzeichen für Schlafapnoe

Meistens fallen die charakteristischen Atempausen und Schnarchgeräusche dem Partner auf: Schnappende Schnarchgeräusche, die in Intervallen auftreten, unregelmäßiger Atemrhythmus und längere Atempausen, die sich durch tiefes, von einem einem Schnarchton begleiteten Einatmen lösen. Oft geht dies mit unruhigem Schlaf und starkem Schwitzen einher. Alleinlebende sollten darauf achten, ob sie öfter durch ihr eigenes Schnarchen aufwachen oder das Bett morgens zerwühlt ist. Betroffene wachen oft mit Kopfschmerzen auf und sind tagsüber müde, leistungsschwach, gereizt und unkonzentriert. Manche neigen sogar zu Sekundenschlaf. Manchmal kommt es auch zu Depressionen oder Potenzproblemen. Wer an den geschilderten Symptomen leidet, sollte zum Arzt gehen.

Wer ist betroffen?

Am häufigsten betroffen sind Männer ab 40 Jahren. Aber auch Frauen - vermehrt nach den Wechseljahren - , jüngere Menschen und sogar Kleinkinder können an Schlafapnoe leiden. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Körpermasse, denn die Mehrheit der Betroffenen hat Übergewicht. Unklar ist noch, ob dies die Beschwerden verstärkt oder eine Folge des gestörten Schlafes ist.

So wird Schlafapnoe behandelt

Der Arzt kann Betroffene in ein Schlaflabor einweisen, um die nächtlichen Atemaussetzer zu analysieren und eine passende Therapie zu empfehlen. Meistens wird ein Atemtherapiegerät verordnet, das durch Überdruck verhindert, dass sich die Atemwege schließen. Falls Anomalien in der Nasenhöhle die Ursache sind, ist unter Umständen eine Operation nötig. In leichteren Fällen können auch Medikamente oder Bissschienen helfen. Was Betroffene selbst tun können: Mit höher gelagertem Oberkörper schlafen, Gewicht reduzieren, abends keinen Alkohol trinken und nicht rauchen sowie Stress im Alltag möglichst reduzieren.

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