Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Grüner Star: Symptome für Augenkrankheiten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Volkskrankheit Grüner Star - oft droht Erblindung

11.08.2011, 11:33 Uhr | apn, dapd

Grüner Star: Symptome für Augenkrankheiten. Grüner Star: Symptome von Augenkrankheiten. (imago)

Grüner Star: Die beste Vorsorge ist die Kontrolle beim Augenarzt. (Foto: imago)

Wenn die Buchstaben beim Lesen verschwimmen, man die Menschen auf der anderen Straßenseite nicht mehr richtig erkennt oder das Fernsehbild unscharf erscheint, ist es schon zu spät: Dann hat sich die Augenkrankheit Grüner Star meist bereits eingenistet. Das auch als Glaukom bezeichnete Leiden betrifft fast eine Millionen Deutsche. Andere Symptome, an denen man die Krankheit früher erkennen könnte, gibt es nicht. Und genau das macht Grünen Star zur gefährlichsten Augenkrankheit.

Grüner Star ist eine häufige Ursache für Blindheit

Grüner Star entsteht, wenn der Augeninnendruck steigt. Das führt zu Schäden der Nervenfasern im Sehnerv und an der Netzhaut. Das Tückische: Frühzeitige Warnsignale, die die Betroffenen selbst wahrnehmen können, gibt es für diesen Vorgang oft nicht. "Viele Patienten haben einen Grünen Star und wissen es nicht", sagt die Marburger Augenärztin Ilse Strempel. Das meisten Patienten bemerken die Krankheit erst, wenn sie schlecht sehen. Trotz modernster Technik lässt sich die Sehstörung nicht mehr rückgängig machen. Noch schlimmer: "Ein nicht erkanntes oder nicht ausreichend therapiertes Glaukom kann zu Gesichtsfeldausfällen und zur Erblindung führen", warnt die Marburger Augenärztin Ilse Strempel. Dieses Risiko droht etwa jedem zehnten Patient, damit ist ein Glaukom die zweithäufigste Ursachen für Blindheit (Lidtumor: Ursachen, Symptome, Therapien).

Nur die Vorsorge kann das Augenlicht retten

Die Kontrolle des Augeninnendrucks ist das sicherste Mittel, um Schlimmeres zu verhindern. Doch die Sache hat einen Haken: Die Krankenkassen übernehmen lediglich die Behandlungskosten, die Vorsorgeuntersuchung muss man aus eigener Tasche zahlen. Es habe sich gezeigt, dass ein Massen-Screening in der Kosten-Nutzen-Berechnung nichts bringe, erläutert Strempel die Gründe. Wer zur Risikogruppe gehört müsse sich deshalb selbst um regelmäßige Kontrollen kümmern. Das Wahrscheinlichkeit zu erkranken, besteht vor allem ab dem 40. Lebensjahr. Auch wer familiär vorbelastet ist, an starker Kurz- oder Weitsichtigkeit leidet oder andere Augenkrankheiten hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Experten empfehlen in diesem Fall sogar, bereits in jüngeren Jahren zur Vorsorge zu gehen.

Nur die Vorsorge kann das Augenlicht retten

Heilbar ist Grüner Star nicht. Die Behandlung zielt daher darauf ab, das noch vorhandene Sehvermögen zu erhalten. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Aussichten. Behandelt wird Grüner Star in der Regel mit Augentropfen, die den Augeninnendruck wieder senken. Hilft das nicht, kommt ein Lasergerät zum Einsatz. "Bei der Behandlung werden kleine Löcher in das Auges geschossen, damit das Augenwasser besser abfließen kann", weiß die Augenspezialistin. Viele Patienten können so bis ins hohe Alter gut mit dem Grünen Star leben.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
„Keine Macht den Flecken“: Siemens Waschmaschinen
ab 599,- € auf OTTO.de
Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017