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Tattoo-Entfernung: Der Abschied ist ein teurer Spaß

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Tattoo-Entfernung  

Tattoo-Entfernungen kosten viel Zeit und Geld

15.11.2010, 14:40 Uhr | ag/dpa

Tattoo-Entfernung: Der Abschied ist ein teurer Spaß. Viele Tätowierte bereuen später ihr "Arschgeweih". (Foto: imago)

Viele Tätowierte bereuen später ihr "Arschgeweih". (Foto: imago)

Ob am Steiß, am Oberarm oder auf der Schulter: Fast jeder Zehnte in Deutschland trägt ein Tattoo. Gleichzeitig jedoch steigt die Zahl derjeniger, die die ungeliebten Hautbilder wieder loswerden wollen. Wie Professor Heinz Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD), bestätigt, hat sich die Zahl der Laserbehandlungen zur Entfernung von Tattoos in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Dabei kann eine solche Behandlung kann bis zu zehnmal mehr kosten als das Tattoo selbst. Außerdem ist sie schmerzhaft und mit Risiken verbunden.

Tattoo-Entfernung kosten Zeit und Geld

"Gerade junge Leute, die sich aus einer spontanen Laune heraus tätowieren lassen, wollen das Ding später wieder loswerden", weiß Bull. Wer sich entschließt, sein Tattoo weglasern zu lassen, muss allerdings Zeit und Geld mitbringen. Mindestens sechs Sitzungen zwischen 15 und 60 Minuten sind in der Regel nötig, um das Hautbild fachgerecht entfernen zu lassen. Zwischen den einzelnen Sitzungen liegen sechs bis acht Wochen, in denen das Gewebe heilen soll. Dabei sind die einzelnen Behandlungen ähnlich schmerzhaft wie das Stechen des Tattoos. Bei einem etwa zehn Quadratzentimeter großen Tattoo kann das bis zu 700 Euro kosten. Wichtig dabei ist, erfahrene und gut ausgestattete Ärzte aufzusuchen, da verschiedene Farben mit unterschiedlichen Lasergeräten behandelt werden müssten.

Tattoos, die unliebsame Erinnerungen wecken

Im größten Laserzentrum Norddeutschlands mit Standorten in Hamburg, Kiel und Preetz lassen sich pro Woche rund 20 Patienten behandeln. "Für viele von ihnen sind Tattoos mit unliebsamen Erinnerungen verbunden", sagt der Hautarzt Walter Trettel. So entfernt der Dermatologe neben aus der Mode geratenen Motiven auch gerne mal Herzen mit den Namen verflossener Lieben. Für ein "Arschgeweih" seien sechs bis zehn Sitzungen nötig, je nachdem wie dicht und wie tief die Farbe unter die Haut gestochen wurde. Zu Trettels außergewöhnlichsten Patienten zählte ein älterer Herr, der in den 1990er Jahren erstmals in dessen Praxis auftauchte. "Das war ein Mann aus St. Pauli, der am ganzen Körper tätowiert war, nicht mal das Gesicht und die Handrücken hat er ausgelassen.“ Plötzlich habe er unter den Blicken der Leute gelitten. Sechs Jahre lang kam er in das Laserzentrum, um seinem Körper wieder ein normales Aussehen zu verpassen.

Schmerzen nicht zu unterschätzen

Da das nachträgliche Entfernen des Hautbildes so kompliziert ist, sollte jeder Gang ins Tattoo-Studio gut überlegt sein. Auch sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, an welcher Stelle der Körper verschönert werden soll. "Geeignet sind Körperteile, die abgedeckt werden können", sagt Trettel. Schließlich gebe es noch immer Arbeitgeber, die negativ auf die Hautbilder reagierten. Wenige Farben, die nicht so dicht gestochen sind, vereinfachten später auch eine mögliche Entfernung. Schließlich dürfe auch das körperliche Leid bei der Entfernung nicht unterschätzt werden: "Die kann manchmal noch schmerzhafter sein als die ursprüngliche Tätowierung."

Risiken und Nebenwirkungen

Selbst wenn die Tattoo-Entfernung unter optischen Gesichtspunkten ein Erfolg war, klagen viele Patienten danach über Nebenwirkungen des Eingriffs. Hierzu gehört neben Pigmentstörungen auch Juckreiz und eine erhöhte Hautempfindlichkeit. Auch Narbenbildungen können nach einer Laserbehandlung auftreten. Das Institut für Risikobewertung vermutet sogar, dass Farben in den Tattoos vom Laser möglicherweise in krebserregende Substanzen umgewandelt werden können, die sich dann übers Blut verteilen.

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