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Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Antibiotika- Resistenz

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Gesundheit  

Antibiotika- Resistenz wird immer gravierender

10.08.2011, 10:16 Uhr | dpa

Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Antibiotika- Resistenz . Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Antibiotika- Resistenz (Foto: imago)

Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Antibiotika- Resistenz (Foto: imago)

Antibiotika sollten nicht vorschnell eingenommen werden. Das hat jetzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt. Denn der wahllose Einsatz dieser Medikamente hat viele resistente Keime in Tieren und Lebensmitteln verursacht. Bei einer Langzeituntersuchung fand das BfR heraus, dass sowohl ein hoher Anteil der Salmonellen als auch der Darmkeime E.coli und Campylobacter gegen viele gängige Antibiotika resistent sind.

Antibiotika nur einnehmen, wenn unbedingt nötig

Heutzutage werden laut Angaben des BfR häufig Antibiotika eingesetzt, obwohl das gar nicht notwendig wäre. Das ist aber nicht nur beim Menschen so. Auch Tiere erhalten oft Medikamente, die sich wiederum auf unser Essen übertragen können. Prof. Andreas Hensel, Präsident des BfR erklärt: "Um eine weitere Zunahme der Resistenzen zu verhindern, sollte der Antibiotika-Einsatz sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden."

48 Prozent sind gegen mindestens ein Antibiotikum resistent

Im Rahmen der ersten Untersuchung wurden mehr als 33 000 Salmonellen-Proben aus den Jahren 2000 bis 2008 untersucht. Das Ergebnis: Fast die Hälfte davon waren resistent gegen mindestens eine Antibiotika-Klasse, 35 Prozent sogar gegen mehr als eine. Eine zweite, nunmehr repräsentative, Untersuchung von rund 2500 Proben aus dem Jahr 2009 bestätigte die Ergebnisse für Salmonellen und kam für E.coli und Campylobacter zu ähnlichen Schlüssen.

Die Resistenzgene bleiben im Körper

Eine BfR-Forscherin ergänzte, dass vor allem die Resistenzen gegen die wichtigen Antibiotika-Gruppen der Chinolone und Cephalosporine zugenommen hätten. Multiresistente Keime können beim Menschen zweierlei Folgen haben: Falls ein geschwächter Körper den Angreifer nicht abwehren kann, ist die Krankheit durch die Antibiotika- Resistenz gegebenenfalls schwieriger zu therapieren. Ein anderes Problem: Der Mensch erkrankt zwar nicht, aber die Resistenzgene bleiben im Körper und werden eventuell auf andere Erreger übertragen.

Zahl der gemeldeten Salmonellosen rückläufig

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der beim Robert Koch- Institut gemeldeten Infektionen mit Campylobacter oder E.coli- Bakterien in Deutschland jedoch nicht über Gebühr zugenommen. Die Zahl der gemeldeten Salmonellosen ging sogar deutlich zurück. Für die Verbraucher reichen laut BfR die üblichen Vorsichtsmaßnahmen aus: Eier und Fleisch sollten nur gut durchgebraten oder gekocht verzehrt, Messer und Arbeitsfläche gründlich gereinigt werden.

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