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Verbraucherzentrale: Beratungsgespräche für Brustvergrößerungen oft mangelhaft

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Test: Patientinnen vor Brustvergrößerung oft schlecht beraten

10.08.2011, 10:16 Uhr | lvb

Verbraucherzentrale: Beratungsgespräche für Brustvergrößerungen oft mangelhaft. Verbraucherschützer fordern bessere Beratung vor Schönheitsoperationen. (Foto: imago)

Verbraucherschützer fordern bessere Beratung vor Schönheitsoperationen. (Foto: imago)

Brustvergrößerungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Schönheitsoperationen: Jedes Jahr lassen sich 20.000 bis zu 60.000 Frauen die Brust vergrößern, schätzt die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen in Berlin. Wie jede Operation ist auch die Brustvergrößerung mit Risiken verbunden. Über diese werden Patientinnen jedoch vor dem Eingriff oft nicht genügend aufgeklärt, kritisieren Verbraucherschützer.

Nur ein Arzt beriet die Patienten gut

Nirgendwo in Europa gibt es mehr Schönheitsoperationen als in Deutschland, das Geschäft mit der Schönheit boomt. Doch um die Beratung vor dem Eingriff ist es häufig nicht gut bestellt. Zu dieser Einschätzung kommt die Verbraucherzentrale Hamburg. Sie hat die Qualität von Beratungsgesprächen getestet: Eine junge Frau mit dem angeblichen Wunsch nach einer Brustvergrößerung hatte sich bei elf Hamburger Schönheitschirurgen einen Beratungstermin geben lassen. Nach Auswertung der Gespräche kritisieren die Verbraucherschützer: Nur einer der untersuchten Ärzte beriet die mutmaßliche Patientin gut, zehn Ärzte dagegen eher schlecht bis sehr schlecht.

Lapidare Begründung wurde akzeptiert

Die Verbraucherzentrale bemängelte, dass lediglich vier Ärzte die Frau nach ihren Gründen für die gewünschte Brustoperation fragten. Keiner hinterfragte jedoch ihre Antwort, sie sei mit ihrem Busen einfach nicht zufrieden. Kein Arzt riet ausdrücklich von der Brustvergrößerung ab, nur einer äußerte Zweifel an der Notwendigkeit der Schönheitsoperation.

Mögliche Folgen nicht ausreichend erklärt

Die Mehrheit der Ärzte klärte die junge Frau zudem nicht vollständig über mögliche Folgen und Risiken der Brustvergrößerung auf. So erwähnten zwar alle Ärzte die Möglichkeit einer Kapselfibrose. Meistens wurde jedoch nicht erklärt, was diese häufige Begleiterscheinung einer Brustvergrößerung bedeutet - unter anderem kann es dadurch zur Verformung und Verhärtung der Brust kommen. Sieben Ärzte klärten die Frau zudem nicht darüber auf, dass Brustimplantate die Brustkrebs-Früherkennung mittels Mammographie erschweren. Drei Ärzte sagten, die Implantate seien ein Leben lang haltbar - dies ist allerdings umstritten.

Verbraucherschützer fordern bessere Beratung

Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert, die Qualität der Beratung müsse verbessert werden. Dies könne beispielsweise durch stärkere Kontrollen und Beratung der Patientinnen durch unabhängige Stellen geschehen.

Ärzte sehen Patienten in der Pflicht

Ärzte weisen in der Diskussion um die Risiken von Schönheitsoperationen darauf hin, dass es bei allen chirurgischen Eingriffen zu Komplikationen kommen kann. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa sagte der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang, manche Patienten gingen leichtfertig mit Schönheitsoperationen um: "Sie denken, dass man eine Beauty-Operation ohne Risiken haben kann, dass schon nichts passieren wird. Das Risiko von Schönheitsoperationen wird häufig unterschätzt." Nach einer Brustvergrößerung kann es neben Infektionen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen und unschöner Narbenbildung auch zum Verrutschen des Implantates kommen.

Fall Cora sorgt für Schlagzeilen

Der Fall "Sexy Cora" sorgt derzeit für eine verstärkte Diskussion um die Risiken von Brustvergrößerungen. Die Erotikdarstellerin starb am 20. Januar im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf. Sie hatte zuvor bei einer Brustvergrößerungs-Operation einen Herzstillstand erlitten und lag im künstlichen Koma, bevor sie an einer Hirnlähmung starb.

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