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Heuschnupfen-Zeit beginnt jetzt mit Invasion von Haselnusspollen

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Die Heuschnupfen-Leidenszeit hat begonnen

10.08.2011, 10:16 Uhr | dapd, Berrit Gräber, dapd

Heuschnupfen-Zeit beginnt jetzt mit Invasion von Haselnusspollen. Blüten der Haselnuss geben Pollen ab. (Foto: imago)

Blüten der Haselnuss geben Pollen ab. (Foto: imago)

Achtung, Pollen-Alarm! Für fast 20 Millionen Allergiker in Deutschland beginnt jetzt wieder die Heuschnupfen-Saison. Das Schniefen, Triefen, Augen- und Nasejucken wieder los. Die Luft ist voll mit den Pollen der Frühblüher. Der Deutsche Wetterdienst meldet schon massiven Pollenflug von Haselnuss und Erle. Wir geben Tipps gegen Heuschnupfen.

Je schöner das Wetter, desto schlimmer der Heuschnupfen

Die zu den Birkengewächsen gehörenden Haseln haben ihre Hauptblütezeit normalerweise im Februar und März, noch bevor die Blätter austreiben, erläutert Heike Stahlhut vom Deutschen Grünen Kreuz. Doch diesen Winter ging es schon früher los wegen des ungewöhnlich warmen Januars. Niesanfälle, Husten, Schniefen, Jucken - je schöner das Wetter, desto schlimmer die Symptome.

Jetzt schon Medikamente gegen die Allergie besorgen

Im März wird dann der Ansturm der Birkenpollen erwartet, abhängig vom Wetter. Ein Albtraum für ganz viele Menschen. "Sobald es mild wird, bricht es explosionsartig los", sagt Petra von der Lage, Sprecherin des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (ÄDA). Betroffene sollten frühzeitig zum Facharzt gehen, um sich lindernde Medikamente gegen ihre Allergie verschreiben zu lassen und gewappnet zu sein.

Aus unbehandeltem Heuschnupfen wird Asthma

Heuschnupfen darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bleibt die allergische Entzündung unbehandelt, kann sie chronisch werden. In 40 Prozent der Fälle dehnt sich die Problematik innerhalb von acht Jahren auf Bronchien und Lungengewebe aus. Die Folge: Asthma mit pfeifender Atmung und Luftnot.

Birken- und Gräserpollen bereiten die meisten Probleme

Die Birke macht etwa 30 Prozent aller Allergiker in Deutschland das Leben schwer, erklärt der Ärzteverband. Nur die Gräserpollen machen noch mehr zu schaffen. Sie bereiten mehr als der Hälfte aller Heuschnupfengeplagten Probleme. Ob Erle, Birke oder Weide: Nach dem Einatmen von Blütenstaub reagiert das Immunsystem der Kranken jeweils überempfindlich. Ein Abwehrkampf wird in Gang gesetzt. Die Folge: Die typischen Schwellungen, Schleimhautentzündungen, Rötungen. Wer auf Baumpollen allergisch ist, muss beispielsweise nur zehn Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft begegnen - schon reagiert der Körper. Abtauchen ist zwecklos. Eine Birke setzt schon im Normalfall pro Blütenstand mehr als fünf Millionen der winzigen Quälgeister frei.

Eine Allergie kommt selten allein

Wer gegen Haselnusspollen allergisch ist, reagiert oft auch auf andere Frühblüher, vor allem auf Erlen- und Birkenpollen. Und dabei bleibt es meistens nicht: Diese Patienten sind während der Polleninvasion im Frühjahr auffallend häufig auch noch gegen Nahrungsmittel wie Äpfel allergisch. Oder gegen Birnen, Kiwi, Sellerie, rohe Karotten, Nüsse sowie frische Tomaten. Im Herbst, wenn der Spuk endlich vorbei ist, können die sogenannten Kreuzallergiker dann problemlos wieder Nüsse knabbern oder in Äpfel beißen.

Heuschnupfen kann auch im Alter auftreten

Wer diesen Frühling erstmals unter Dauerschnupfen, juckender Nase, starkem Räuspern oder nächtlichem Husten leidet, sollte sich auf Heuschnupfen testen lassen - ganz gleich, ob Kinder oder Erwachsene, rät von der Lage. Selbst Senioren im hohen Alter sind noch anfällig für Allergien. Schätzungen zufolge leiden mittlerweile 20 Prozent der Menschen zwischen 45 und 79 Jahren an Heuschnupfen.

Hyposensibilisierung ist eine wirksame Therapie

Moderne, rezeptpflichtige Medikamente wie Antihistaminika und Nasenspray mit Kortison lindern die Beschwerden. "Sie können bedenkenlos in der Heuschnupfensaison genommen werden", betont von der Lage. Bei schlimmen Beschwerden hilft eine spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Bestenfalls wird die Allergie geheilt. "In 90 Prozent der Fälle klappt das", sagt die ÄDA-Sprecherin. Allerdings muss rechtzeitig vor der neuen Pollenflugsaison mit der Therapie begonnen werden.
Für eine Immuntherapie gegen Birkenpollen ist es jetzt allerdings schon zu spät. Die Zeit reicht nicht mehr aus, um noch einen wirksamen Schutz aufzubauen. Eine Hyposensibilisierung auf den letzten Drücker gegen Gräser und Roggen könnte dagegen jetzt noch angepackt werden, ermuntert die ÄDA-Sprecherin zum Handeln. Beide blühen erst ab Frühsommer.


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