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Im Sommer ist die Thrombosegefahr besonders hoch

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Thromboserisiko  

Sommer macht den Beinen zu schaffen

30.05.2011, 14:33 Uhr | wve

Im Sommer ist die Thrombosegefahr besonders hoch. Im Sommer sind die Beine besonders gefährdet. (Foto: imago)

Im Sommer sind die Beine besonders gefährdet. (Foto: imago)

Für die 22 Millionen Menschen in Deutschland, die unter Venenproblemen leiden, ist der Sommer keine gute Jahreszeit. Denn durch warme Temperaturen oder einen Flug in den Sommerurlaub werden die Beine stark belastet. Geschwollene und schmerzende Beine sind meist die Folge. Aber auch das Thromboserisiko ist im Sommer höher. Venenexperte Thomas Riekehr von der Capio Mosel-Eifel-Klinik erklärt, worauf man im Sommer achten sollte.

Bei warmen Temperaturen drohen geschwollene Beine

Bei heißen Temperaturen nimmt die Elastizität der Blutgefäße ab und die Venen werden durchlässiger. Außerdem weiten sich die Gefäße, um eigene Körperwärme besser abzugeben. So kann Flüssigkeit aus den Venen austreten und ins umliegende Gewebe fließen, was wiederum geschwollene Beine verursacht. Um das zu vermeiden, rät Kurmediziner Thomas Riekehr zu ausreichend Bewegung: "Wer im Sommer unter geschwollenen Beinen leidet, sollte regelmäßig spazieren oder walken gehen. Dabei gilt: Besser dreimal 20 Minuten gehen als einmal eine Stunde." Also öfter mal aufstehen und rumlaufen, das aktiviert die Venenpumpe.

Beine nicht in die pralle Sonne legen

Wer ein schlechtes Bindegewebe hat oder unter Krampfadern leidet, hat auch ein erhöhtes Risiko an einer Venenentzündung zu erkranken. Um das zu vermeiden, sollten Betroffene die Beine nicht in die pralle Sonne strecken. "Wenn man am Meer ist, sollte man den Beinen regelmäßig eine Abkühlung gönnen. Durch die Kälte ziehen sich die Venen zusammen und das Blut fließt wieder besser. Danach sollte man sich unter eine Palme in den Schatten legen. Das ist für die Beine am besten," so der Experte. Wer kein kühlendes Meer in der Nähe hat, kann auch in einer Badewanne mit kaltem Wasser etwa zehn Minuten auf und ab gehen.

Flugreisen erhöhen das Thromboserisiko

Ein Flug in den Sommerurlaub kann für Menschen mit einem Venenleiden schnell gefährlich werden. Da in einem Flugzeug ein geringerer Luftdruck herrscht, als auf der Erde, dehnen sich die Venen aus und das Blut fließt nicht mehr so schnell. Damit steigt die Gefahr einer Thrombose. Wenn sich das Gerinnsel löst und in die Lunge wandert, kann man sogar eine Lungenembolie bekommen, und die endet häufig tödlich.

Problematisch an einer Flugreise ist aber auch die fehlende Bewegungsfreiheit. Dadurch staut sich das Blut und es kann schneller zu einer Thrombose kommen. Thomas Riekehr empfiehlt deshalb ab einer Flugzeit von vier Stunden immer einen Kompressionsstrumpf zu tragen. Denn auch Menschen, die keine Venenprobleme haben, können eine Thrombose bekommen. Generell sollten Menschen mit Venenproblemen darüber nachdenken, ob eine Flugreise sein muss: "Lieber Austria statt Australia," sagt der Experte. Aber auch wenn man mit dem Auto oder dem Bus in den Urlaub fährt, sollte man genügend Pausen einlegen, um die Beine zu bewegen.

Ein drittes Problem bei Flugreisen ist die geringe Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte man bei einem Flug immer ausreichend trinken. Auf Alkohol zählt dabei nicht, denn der weitet die Venen noch mehr und das Blut fließt langsamer. Wasser oder Tee sind in diesem Fall die besten Flüssigkeitsspender.

Hohe Schuhe belasten die Venen unnötig

Hohe Schuhe sehen zwar elegant aus, für die Venen sind sie aber nicht so gut, denn dann funktioniert die natürliche Abrollbewegung des Fußes nicht. Dieses Abrollen hilft der Venenpumpe aber bei ihrer Arbeit. Deshalb sollte man besonders im Sommer, wenn die Venen durch hohe Temperaturen sowieso schon Probleme breiten können, auch mal zu flachen Schuhen greifen. Aber auch Übergewicht, rauchen oder ein erhöhter Alkoholkonsum können die Venen belasten.

Bewegung entlastet die Beine

Um die Beine zu entlasten, sollte man sich besonders im Sommer ausreichend bewegen. Wenn die Waden am Abend geschwollen sind, jucken oder schmerzen, verschafft ein kühlendes Bad oder Wadenwickel Linderung. Wenn man die Beine zusätzlich hochlagert, fließt das Gewebswasser besser ab.

Wenn man über einen längeren Zeitraum mit solchen Problemen zu kämpfen hat oder in der Familie Venenerkrankungen bekannt sind, sollte man aber auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dann entscheiden, ob Kompressionsstrümpfe oder eine andere Therapie sinnvoll sind.

Wer schon regelmäßig einen Kompressionsstrumpf trägt, dem empfiehlt der Experte, seine Beine regelmäßig mit rückfettenden Cremes zu behandeln. Denn durch das ständige Tragen des Strumpfes trocknet die Haut schnell aus.

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