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Rettungsmaßnahmen  

Erste Hilfe bei Vergiftungen

07.11.2012, 11:00 Uhr | jk (CF)

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, sollten Sie umgehend den Giftnotruf und bei Lebensgefahr den Notarzt (112) informieren. In der Zwischenzeit gilt es, sowohl Erste Hilfe zu leisten als auch wichtige Hinweise zur Art der Vergiftung zu sammeln. Bundesweit neun Giftnotrufzentralen unterstützen Sie zudem bei den teilweise lebenswichtigen Erstmaßnahmen.

Vergiftung erkennen und Erste Hilfe leisten

Vergiftungen sind nicht immer unmittelbar zu erkennen. Wie das Deutsche Rote Kreuz informiert, kann eine Summierung verschiedener Symptome den Verdacht erhärten. Hierzu gehören neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch Verhaltensauffälligkeiten wie Erregungszustände, Schock, Bewusstseinsstörungen sowie in schlimmen Fällen Atemstörungen oder -stillstand. Eindeutige Hinweise können zusätzlich aufgefundene Medikamente oder offensichtliche Reste von Gift sein.

Wurde die Vergiftung durch Einatmen beispielsweise von Kohlenmonoxid oder anderen Gasen verursacht, sollten Sie zunächst an Ihre eigene Sicherheit denken, bevor Sie Erste Hilfe leisten. Wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist, sollten Sie das Opfer in Sicherheit bringen. Ist dieses bewusstlos, überprüfen Sie seine Vitalzeichen. Können Sie keine Atmung oder Puls vernehmen, beginnen Sie umgehend mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. (Wiederbelebung: So holen Sie jemanden zurück ins Leben)

Fordern Sie andere Personen auf, währenddessen den Notruf zu informieren. Können Sie hingegen Vitalzeichen feststellen, bringen Sie das Opfer in die stabile Seitenlage, um einem Ersticken durch Erbrochenes vorzubeugen. Anschließend sollten Sie zunächst den Rettungsdienst alarmieren und anschließend die Giftnotrufzentrale informieren.

Giftnotruf: Wichtige Informationen für Rettungsmaßnahmen

Auch in dem Fall, dass die vergiftete Person bei Bewusstsein ist, sollte der erste Anruf beim Giftnotruf erfolgen. Die Giftnotrufnummern finden Sie beispielsweise auf giz-nord.de, der Homepage des Giftinformationszentrum-Nord. Die Zentralen sind rund um die Uhr erreichbar. Je mehr Informationen Sie zum Fall geben können, desto besser können Ihnen die Experten dabei helfen, Erste Hilfe zu leisten: Wie alt ist das Opfer, wie schwer ist es ungefähr, welches Gift hat es eingenommen (Medikamente, Hersteller, Pflanzen) und in welchen Mengen?

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen zu vermeiden sind

Grundsätzlich vermeiden sollten Sie es hingegen, eigenständig Maßnahmen zu ergreifen wie beispielsweise das Herbeiführen von Erbrechen. Handelt es sich bei dem Gift um eine ätzende Substanz, könnten Sie auf diese Weise eine weitere Verätzung der Speiseröhre verursachen. (Erste Hilfe bei Verätzungen: Tipps)

Auch Präparate wie Kohletabletten sollten Sie nicht ohne Weiteres verabreichen, so die "Apotheken Umschau". Ist unter Umständen eine endoskopische Untersuchung notwendig, würden Sie diese so unnötig erschweren. Sinnvoll ist es hingegen, bei Vergiftungen Flüssigkeit zu verabreichen, wenn es sich dabei um Wasser, Tee oder Saft handelt. Verzichten sollten Sie unbedingt auf Milch.

Falls Sie der Giftnotruf auffordert, den Patienten in ein Krankenhaus zu bringen, empfiehlt es sich, das vermeintliche Gift samt Verpackung mitzunehmen. Erbricht das Vergiftungsopfer von alleine, versuchen Sie das Erbrochene mit einer Schüssel oder einem Eimer aufzufangen. Dieses könnte ebenfalls hilfreiche Aufschlüsse über Art und Schwere der Vergiftung geben.

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