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Männer schlucken immer mehr Pillen

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Frauen gehen zum Arzt - Männer schlucken Pillen

06.07.2011, 09:13 Uhr | dapd, dapd

Männer schlucken immer mehr Pillen. Männer schlucken mehr Pillen als Frauen. (Foto: Archiv)

Männer schlucken mehr Pillen als Frauen. (Foto: Archiv)

Frauen suchen häufiger einen Arzt auf und fehlen öfter bei der Arbeit als Männer. Männer hingegen schlucken mehr Pillen und haben verstärkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK).

Frauen sind häufiger krankgeschrieben als Männer

Frauen waren 2010 durchschnittlich fast 14 Tage krankgeschrieben, Männer hingegen nur 11. Zudem blieben weibliche Mitarbeiter häufiger mit Krankenschein zu Hause als die männlichen. Beim sogenannten starken Geschlecht dauerte die Krankschreibung mit fast 13 Tagen jedoch etwas länger als bei Frauen. Dafür gehen Frauen öfter zum Arzt: Rund vier Arztbesuche sind es bei ihnen, Männer gehen nur zweimal zum Arzt.

Der Medikamentenkonsum bei Männern steigt

Männer greifen bei gesundheitlichen Problemen allerdings schneller zu Medikamenten. Laut TK steigen die verschriebenen Arzneimittel immer weiter: Jeder Mann bekam im Vorjahr Medikamente für umgerechnet 184 Tage. Genug also, um jeden zweiten Tag eine Arznei einzunehmen.

Männer nehmen vermehrt Herz-Kreislauf-Präparate

Fast die Hälfte der Medikamente, die Männern erhielten, sind Herz-Kreislauf-Präparate. Medikamente zur Behandlung von Stoffwechselstörungen machen weitere 14 Prozent der "Männer-Apotheke" aus. Bei den Frauen liegen der TK zufolge Herz-Kreislauf-Medikamente (22 Prozent) und Hormonpräparate (17 Prozent) an der Spitze. Männer zwischen 15 und 65 Jahren erhielten 2010 statistisch gesehen für 85 Tage Medikamente gegen Bluthochdruck und Co, Frauen hingegen nur für 40 Tage.

Psychische Erkrankungen vermehrt bei Frauen

Frauen hingegen sind häufiger von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie oder Belastungsstörungen betroffen. Bei ihnen waren "Psychische Störungen" im vergangenen Jahr die Hauptursache von Krankschreibungen. Männer fehlten dagegen vor allem wegen Rückenschmerzen oder Atemwegserkrankungen. Bei Männern werden zwar seltener psychische Diagnosen gestellt, wenn sie betroffen sind, fallen sie aber länger aus, so das Fazit.

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