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Sexspielzeuge können vereinzelt Giftstoffe enthalten

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Vorsicht vor Weichmachern in Vibratoren

01.07.2013, 17:05 Uhr | dpa

Sexspielzeug kann ein aufregendes Mittel sein, um den Spaß zurück ins Bett zu holen: Laut einer Studie des Kondomherstellers Durex benutzt jeder fünfte erwachsene Bundesbürger Sexspielzeug. Gleichzeitig können Vibratoren und Co. der Gesundheit schaden. Warentester warnen vor Giftstoffen, die sich bei intensiver Nutzung freisetzen können. Jetzt hat die Bunderegierung entscheiden, nicht gegen die Verwendung von Weichmachern vorzugehen.

Sexspielzeug besteht zu 58 Prozent aus Weichmachern

Die Grünen hatten unter Berufung auf eine Studie des Magazins "Öko-Test" aus dem Jahr 2006 darauf hingewiesen, dass in allen untersuchten Vibratoren sogenannte Phthalate als Weichmacher gefunden wurden. In knapp der Hälfte wurden zudem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe entdeckt. Sexspielzeug bestehe bis zu 58 Prozent aus Weichmachern.

Regierung geht nicht gegen Weichmacher vor

Die Bundesregierung plant keinen nationalen Alleingang gegen riskante Weichmacher in Dildos, Vibratoren und anderem Sexspielzeug. "Die Verwendung von gefährlichen Stoffen für die Herstellung von Erotikartikeln ist kein auf Deutschland begrenztes Problem", heißt es in der Antwort auf die Anfrage der Grünen. Nationale Alleingänge könnten auch kaum Internetbestellungen und Importe regeln. Deutschland unterstütze aber ein harmonisiertes europäisches Vorgehen bei gefährlichen Stoffen.

Vibratoren nicht mehr als zehn Stunden pro Woche benutzen

Vor Kurzem hatten niederländische Warenprüfer darauf hingewiesen, dass Vibratoren aus Kunststoff nur bis zu zehn Stunden pro Woche gefahrlos benutzt werden können. Von einem längeren Gebrauch rät die Behörde für Nahrungsmittel- und Warenprüfung (VWA) ab. Als Grund nennen die Tester, dass PVC-Vibratoren meist sogenannte Phthalate als Weichmacher enthalten, die bei längerem Gebrauch freigesetzt werden und die Nieren sowie andere Organe schädigen könnten. Phthalate und sonstige Weichmacher gelten auch in anderen Plastikprodukten als potenzielles Gesundheitsproblem, etwa in Gummistiefeln.

Giftstoffe erkennen Sie am Geruch

Phthalate und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe stehen im Verdacht, Impotenz, Hormonstörungen, Diabetes und Krebs auszulösen. Verbraucher können sich am besten vor den gefährlichen Inhaltstoffen schützen, indem sie an dem Gegenstand riechen. Die Giftstoffe haben einen intensiven Geruch, der an verbranntes Gummi erinnert. Insgesamt seien 36 verschiedene PVC-Vibratoren getestet worden.

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