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Depression: Patientenzahl steigt rasant an

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Depression  

Immer mehr Deutsche leiden an psychischen Erkrankungen

26.07.2011, 15:02 Uhr | dapd/dpa, dapd

Depression: Patientenzahl steigt rasant an . Depression: Die Patientenzahl hat sich in den letzte zehn Jahren verdoppelt. (Foto: imago)

Depression: Die Patientenzahl hat sich in den letzte zehn Jahren verdoppelt. (Foto: imago)

Psychische Störungen nehmen in Deutschland stark zu und entwickeln sich offenbar zur neuen Volkskrankheit. So verdoppelte sich beispielsweise in den letzten zehn Jahren die Zahl der Menschen, die mit einer Depression ins Krankenhaus eingeliefert wurden, wie die Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag in Berlin in ihrem Krankenhausreport 2011 mitteilte.

Psychische Störungen am häufigsten nach Alkoholmissbrauch

Laut Barmer GEK hat sich die Zahl der Menschen, die mit Depressionen ins Krankenhaus eingeliefert werden, in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt - von 1,1 auf 2,3 Fälle auf tausend Versicherte. Auch wegen anderer psychischer Störungen kommen immer mehr Menschen ins Krankenhaus. Ihre Zahl nahm in den letzten 20 Jahren um 129 Prozent zu. Waren 1990 noch rund 3,7 von tausend Versicherten betroffen, so wurden 2010 bereits 8,5 Patienten statistisch erfasst. Zu den häufigsten Ursachen gehörte der Kasse zufolge auch psychische Störungen nach Alkoholmissbrauch. Zum Vergleich: Die Zahl der diagnostizierten Herz-Kreislauferkrankungen reduzierte sich um 43 Prozent.

Ursache liegt oft am Arbeitsplatz

Die einzelnen Ursachen für den Anstieg wurden im "Krankenhausreport 2011" der Kasse nicht ermittelt. Viele seelische Krankheiten wie Depressionen oder das Burn-out-Syndrom haben nach Experteneinschätzung aber ihre Ursache am Arbeitsplatz. Außerdem wird das Krankheitsbild immer mehr erforscht und dadurch häufiger diagnostiziert. So entdeckten Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München unlängst den Zusammenhang zwischen einer bestimmten Genvariante und dem Auftreten einer schweren Depression.

Häufigere Klinikaufenthalte

Dem Krankenhausreport zufolge wurde hingegen die Zeit des stationären Aufenthalts immer kürzer und verringerte sich binnen 20 Jahren von 45 auf 31 Tage. Vor allem bei Depressionen würden viele Patienten einige Zeit nach der Entlassung wieder eingewiesen.

Oft körperliche Symptome bei Depressionen

Mit einer Depression gehen neben einer gedrückten Stimmung oft uncharakteristische körperliche Symptome wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände einher. Oftmals werden die Beschwerden vorschnell als stressbedingt abgetan oder als vorübergehendes Stimmungstief eingeschätzt und bleiben daher unerkannt und unbehandelt. Mit modernen Methoden lassen sich Depressionen meist wirksam behandeln, die Lebensqualität der Betroffenen kann erheblich verbessert werden. (So bekämpfen Sie Herbstdepressionen)

Frauen sind besonders betroffen

Bei Frauen ist das Risiko doppelt so hoch wie bei Männern. Erkranken etwa zwölf Prozent aller Männer, liegt diese Gefährdung bei Frauen bei rund 24 Prozent. Auffällig ist die Abhängigkeit vom Alter: Werden in Kinderpsychiatrien noch überwiegend Jungen behandelt, kippt dieses Verhältnis mit der Pubertät. Von dieser Altersstufe an nimmt der Anteil weiblicher Patienten deutlich zu. Ab dem mittleren Lebensalter gleicht sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern dann wieder aus (Depression als Trennungsgrund: Was sollte man tun?).

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