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Warum wir mindestens zwei Wochen Urlaub brauchen

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Warum wir mindestens zwei Wochen Urlaub brauchen

16.08.2011, 09:35 Uhr | ts

Warum wir mindestens zwei Wochen Urlaub brauchen. Sport und Tapetenwechsel entspannen im Urlaub. (Foto: imago)

Sport und Tapetenwechsel entspannen im Urlaub. (Foto: imago)

Wer kennt das nicht: Kaum beginnt der Urlaub, wird man krank und verbringt die ersten Tage mit Kopfschmerzen oder einer Grippe im Bett. Dieses "Freizeit-Krankheits-Syndrom" ist ein Phänomen unseres Lebensstils. "Die Zeiten für Erholung und Schlaf kommen immer mehr zu kurz", erklärt Arzt und Psychologe Dr. Georg Zimmermann. Nur wer bewusst Zeit für Entspannung einplant, kann der Stressfalle entkommen. Dazu gehört ein längerer Urlaub von mindestens vierzehn Tagen.

Warum zwei Wochen eigentlich zu kurz sind

"Zwei Wochen Urlaub ist eher die untere Grenze", sagt Zimmermann und plädiert für drei Wochen Urlaub: "Zwei Wochen benötigt der Körper, um herunterzufahren. Die dritte Woche benötigt er, um zu regenerieren." In seiner Praxis befasst sich Zimmermann mit stressbedingten Krankheiten. Dort hat er die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich in einem Zustand dauernder Anspannung befinden. Diese führt zur ständigen Ausschüttung von Stresshormonen. Erste Symptome eines Burnouts können andauernde Nervosität sein, bis hin zu Schlafstörungen, Bluthochdruck und chronischen Beschwerden wie Rückenschmerzen. Auch das Immunsystem wird geschwächt. Lässt der Stress nach, ist der Körper umso anfälliger für Krankheiten. Um alle Stresshormone abzubauen, benötigt der Körper ungefähr 14 Tage.

Ratgeber - Urlaub ohne Stress: Warum viele die "Freizeitkrankheit" bekommen

Ab 40 setzt Stress dem Körper noch mehr zu

"Die Regenerationszeiten kommen insgesamt zu kurz", weiß der Mainzer Psychologe. "Noch vor 100 Jahren haben die Menschen pro Nacht drei Stunden mehr geschlafen". Umso wichtiger sei es, ein Bewusstsein zu entwickeln, wie man dieser dauernden Anspannung gegensteuern kann und den Körper wieder "herunterfährt". Mit zunehmendem Alter, bereits ab 40, kann der Körper immer schlechter mit Stress umgehen.

Nicht für jeden macht ein langer Urlaub Sinn

Wer es einrichten kann, sollte zumindest einmal im Jahr zwei bis drei Wochen Urlaub machen, so der Stress-Experte. "Dann kann der Körper besser regenerieren." Doch nicht in jedem Job lässt sich das so einfach organisieren. "Wenn ein langer Urlaub zu erheblichen Mehrbelastungen führt, weil Sie den Berg an Arbeit danach selbst abarbeiten müssen, bringt das natürlich nichts", räumt Zimmermann ein.

Sonne und Sport helfen bei der Entspannung

Für den Erholungseffekt sei es besser, zu verreisen als daheim zu bleiben. "So haben Sie die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen. Zuhause ist die Gefahr zu groß, dass Sie nur versuchen, Liegengebliebenes abzuarbeiten", sagt Zimmermann. Um die Reise entspannt anzugehen, ist es sinnvoll, vorher und nachher ein, zwei Tage Puffer einzuplanen. Wie man sich im Urlaub am besten entspannt, ob am Pool, beim Sport oder beim Städtetrip, muss jeder für sich selbst entscheiden. "Wichtig ist, dass der Tag nicht zu voll gepackt wird mit Aktivitäten", betont der Stress-Experte. Sonne und Sport helfen dabei, dass Stresshormone abgebaut werden. "Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nicht auspowern."

Die "Nach-Urlaubs-Falle" vermeiden

Bei vielen Arbeitnehmern kreisen die Gedanken auch im Urlaub ständig um den Job. Wer partout im Urlaub nicht auf dienstliche Mails oder Telefonate verzichten kann, sollte die Zeit hierfür zumindest klar begrenzen. Und was kann man tun, damit es nach dem Urlaub nicht genauso stressig weiter geht wie vorher? "Das Wichtigste ist, zu lernen, wie man bewusster mit Belastungen umgehen kann", rät Zimmermann. Etwa zwanzig Minuten täglich sollte man sich Zeit nehmen, um wirklich zu entspannen - sei es beim Spaziergang oder beim Sport. "Lassen Sie den Fernseher aus", empfiehlt Zimmermann, "Fernsehen ist nur Ablenkung, eine andere Form von Aktivität, die eher anregt als entspannt."

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