Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Scheidenpilz: Was Frauen wissen sollten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Vaginale Mykose  

Scheidenpilz: Was Frauen wissen sollten

17.03.2017, 12:14 Uhr | dpa-tmn

Scheidenpilz: Was Frauen wissen sollten. Scheidenpilz: lästig, aber gut behandelbar. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Voyagerix)

Scheidenpilz: lästig, aber gut behandelbar (Quelle: Voyagerix/Thinkstock by Getty-Images)

Das kennt fast jede Frau: Es juckt und brennt im Intimbereich, dazu kommt ein unangenehmer Ausfluss. Diese Symptome können auf eine Vaginalkandidose, umgangssprachlich Scheidenpilzinfektion genannt, hinweisen. Etwa drei von vier Frauen bekommen wenigstens einmal im Leben eine Hefepilzinfektion der Scheide.

Hefepilz kommt nicht von der Bahnhofstoilette

Auslöser des lästigen Übels sind Hefepilze der Gattung Candida, in mehr als 90 Prozent der Fälle Candida albicans. Von den über 100 Candida-Arten können etwa zehn Arten Infektionszeichen in der Scheide verursachen. Diese Candida-Arten haben ihre natürliche Umgebung im Mund und im Magen-Darm-Trakt des Menschen und werden nicht auf Bahnhofstoiletten oder Türklinken erworben.

Geschlechtsverkehr und Whirlpool als Infektionsquelle

Die Hefepilze gelangen auf unterschiedlichen Wegen in die Scheide. Beim Geschlechtsverkehr kann der Pilz aus der Stuhlflora in die Vagina kommen. Auch Schmierinfektionen sind häufig. Um diese zu vermeiden, sollten sich Frauen nach dem Stuhlgang immer von vorn nach hinten abwischen. Beim Saunagang sitzt eine Frau am besten auf dem eigenen Handtuch. Auch Whirlpools sind eine häufige Infektionsquelle.

Stress und falsche Kleidung als Ursachen

Nicht immer bereiten die Pilze Probleme. Erst wenn das Gleichgewicht in der Scheide gestört ist, zum Beispiel durch Veränderungen im Hormonhaushalt, Grunderkrankungen wie Diabetes oder falsche Intimhygiene, vermehren sich die Pilze. Erkrankungen oder Arzneimittel wie Antibiotika können das Immunsystem schwächen. Auch psychosozialer Stress kann sich negativ auswirken. In solchen Fällen finden die Hefepilze im feucht-warmen Klima der Scheide optimale Vermehrungsbedingungen und können Infektionen auslösen. Luftundurchlässige Kleidung und kunststoffbeschichtete Slipeinlagen begünstigen diese Entwicklung.

Lästig, aber gut behandelbar

Die typischen Symptome einer Pilzinfektion sind krümeliger, gelblich-weißer Ausfluss mit Juckreiz, später eitriger Ausfluss und heftiges Brennen zwischen den kleinen Schamlippen. Hinzu kommen oft Rötungen oder Schwellungen in der Vagina und im äußeren Genitalbereich sowie Brennen beim Intimverkehr. Solche Beschwerden sind lästig, doch meist leicht behandelbar.

Es gibt gut wirksame Medikamente. Dabei handelt es sich meist um sogenannte Imidazolpräparate, die als Cremes für die Vulva, als Vaginalcreme oder als Vaginalzäpfchen vorhanden sind. Je nach Dosierung gibt es die einwöchige, die dreitägige oder die eintägige Therapie. Außerdem sollte auch der Partner ein Antipilzmittel verwenden. Männer bemerken häufig gar nicht, dass sie sich angesteckt haben.

So beugen Sie vor

Nach einer Pilzinfektion lässt sich das gesunde Gleichgewicht in der Scheide stärken. Milchsäurebakterien können das gesunde, saure Millieu der Vagina wieder herstellen. Das kann in Form von lokal wirkenden Zäpfchen oder Cremes geschehen. Die Produkte können auch vorbeugend zur Stabilisierung der Scheidenflora eingesetzt werden. Damit sich die Frauen nicht immer wieder anstecken, sollten sie ihre Slips bei mindestens 60 Grad waschen. Das tötet die Pilze ab.

Wann man zum Arzt gehen sollte

Die meisten Präparate sind nicht verschreibungspflichtig, viele Frauen gehen daher direkt in die Apotheke. Das ist jedoch problematisch, denn Juckreiz und Brennen werden nicht immer von Hefepilzen verursacht. Und eine falsche Therapie kann fatale Folgen haben. Eine ständige Reizung mit Medikamenten kann die gesunde Vaginalflora stören und andere Infektionen begünstigen.

Welcher Erreger die Infektion verursacht hat, kann nur der Arzt zweifelsfrei klären – mit Hilfe eines Abstrichs. Gynäkologen raten deshalb nachdrücklich zum Arztbesuch. Bei grünlichem oder unangenehm riechenden Ausfluss, bei Begleitbeschwerden wie Blutungen, Durchfall oder Schmerzen beim Wasserlassen und bei gehäuftem Auftreten ist dieser ohnehin ein Muss. 

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Hongkong 
Horror-Unfall! Rolltreppe ändert plötzlich Richtung

18 Verletzte nach voll beschleunigtem Richtungswechsel. Video

Anzeige
Arztsuche 
Einen guten Arzt finden

Hier finden Sie Haus- und Fachärzte in Ihrer Nähe. Arztsuche


Shopping
Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal