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Apfelallergie: Wenn Äpfel krank machen

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Apfelallergie  

Apfelallergie: Wenn Äpfel krank machen

17.03.2017, 14:44 Uhr | cme

Apfelallergie: Wenn Äpfel krank machen. Ein grüner Apfel liegt auf einem Tisch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Masanyanka)

Äpfel sind gesund. Aber sie können auch allergische Reaktionen auslösen (Quelle: Masanyanka/Thinkstock by Getty-Images)

Äpfel sind der Deutschen liebstes Obst. Rund 17 Kilo verzehrt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Doch immer mehr Apfelfans müssen auf ihr Lieblingsobst verzichten. Denn Apfelallergien nehmen zu. Kribbeln im Mund, geschwollene Zunge und Ausschläge sind mögliche Folgen. Experten sagen: Nicht jede Sorte hat das gleiche Allergiepotenzial.

Kreuzallergie mit Birkenpollen

Während Kinder oft allergisch auf Kuhmilch, Soja oder Hühnerei reagieren, kommen bei Erwachsenen häufiger Allergien gegenüber rohen Obst- und Gemüsesorten sowie Nüssen vor. Diese treten meist in Kombination mit einer Pollenallergie auf. "Eine Apfelallergie ist keine isolierte Allergie, sondern eine Kreuzallergie mit Frühblühern - insbesondere der Birke", sagt Marina Oppermann, Oecotrophologin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Ursache der allergischen Reaktion sind Eiweißstoffe, die dem Birkenpolleneiweiß ähneln. Da Pollenallergien in den letzten Jahren stark zugenommen haben, steigt auch die Zahl der Apfelallergiker.

Alte Apfelsorten besser verträglich

Allerdings lösen längst nicht alle Apfelsorten die gleiche Reaktion aus. "Ältere Sorten sind oft unproblematisch", sagt Ernährungswissenschaftlerin Oppermann. Diese enthielten meist mehr Polyphenole - das sind Stoffe, die das Apfelallergen blockieren - und würden dadurch besser vertragen. Ein Projekt des BUND Lemgo, bei dem seit 2007 zahlreiche Allergiker befragt wurden, bestätigt diese Beobachtung: Unverträglichkeiten werden vor allem von den modernen, gängigen Apfelsorten wie Braeburn, Elstar, Golden Delicious, Jonagold und Granny Smith gemeldet. Dagegen werden alte, unbekanntere Apfelsorten wie Alkmene, Berlepsch oder Goldparmäne besser vertragen. Diese werden vor allem auf Wochenmärkten oder in Bioläden angeboten.

Reiben, kochen einfrieren

Doch nicht nur die Sorte spielt bei der Verträglichkeit eine Rolle. Auch die Zubereitungsart ist entscheidend. Während frische Äpfel häufig Reaktionen auslösen, werden gekochte oder geriebene Äpfel meist besser vertragen. "Apfelmus, Apfelkuchen und Apfelkompott sind meist unproblematisch", weiß Marina Oppermann. Letztlich müsse aber jeder selber probieren, was er verträgt.

Bio nicht besser verträglich

Was viele nicht wissen: Bio-Äpfel haben grundsätzlich genauso viele allergieauslösende Stoffe wie konventionell angebautes Obst. Reaktionen auf gespritzte Früchte sind in der Regel Reizungen, die mit einer Allergie nichts zu tun haben. Allerdings werden in Bioläden oder auf Wochenmärkten häufiger ältere oder außergewöhnliche Sorten angeboten, die es im Supermarkt nicht gibt.

Lippentest bewahrt vor heftiger Reaktion

Um festzustellen, ob man eine Sorte verträgt, rät der DAAB, ein Stück geschälten Apfel für circa eine Minute in der Mikrowelle zu erhitzen und dann zu probieren. Zeigt sich im Mund keine Wirkung, kann man mit dem so genannten Lippentest probieren, ob man den Apfel verträgt. Dazu legt man sich ein kleines Stück Apfel vorsichtig auf die Lippe und wartet die Reaktion ab. Laut DAAD sollte man beim Testen allerdings vorsichtig sein. Wer hochgradig allergisch ist, lässt sich am besten vom Arzt beraten, da es in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Reaktionen kommen kann.

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