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Nie wieder Blasen!

21.09.2011, 13:31 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

. Blasen an den Füßen kann man vorbeugen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blasen an den Füßen kann man vorbeugen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob durch den Shoppingtrip in neuen Schuhen oder eine lange Wandertour: Blasen an den Füßen entstehen immer dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann. Die wunden Stellen können einem die Freude am Laufen richtig vermiesen. Lesen Sie hier sieben Tipps, wie Sie Blasen an den Füßen vermeiden und was Sie gegen die schmerzhaften Druckstellen tun können.

Verbindung zwischen den Hautschichten reißt

"Die Haut am Fuß besteht aus drei bis vier verschiedenen Schichten", erklärt Fritz Lax, Mitglied des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen in Berlin. Diese Hautschichten sind miteinander verbunden. "Wenn allerdings starke Kräfte auf die Haut wirken, also wenn zum Beispiel ein Schuh scheuert und reibt, dann können diese Verbindungen zwischen den Hautschichten reißen." Dort, wo sich die Hornhaut von den unteren Hautschichten löst, läuft Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe ein - so bildet sich eine Blase. Sind dabei auch tiefer liegende Schichten, die durchblutet sind, betroffen, fließt zusätzlich Blut in die Verletzung.

Tipps für den Schuhkauf

So weit muss es allerdings gar nicht erst kommen. Schon beim Schuhkauf kann man versuchen zu verhindern, dass Blasen überhaupt entstehen. "Der Schuh muss gut sitzen", sagt Helmut Farnschläder, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Schuhmacher-Handwerks in St. Augustin bei Bonn. Das heißt, er muss fest sitzen, darf aber nicht drücken. Außerdem darf der Fuß nicht in der Ferse hoch- oder hin- und herrutschen. Gerade bei halbhohen Wanderschuhen sollte man auch auf die Hinterkappe achten, also den oberen Abschluss des Schuhs. Ist die Kappe aus Leder oder Lederfasern, könne der Schuhmacher diese sicherheitshalber walken und kneten, sagt Farnschläder. "Dadurch werden sie weich und passen sich besser dem Fuß an."

Nasse Füße sind anfälliger

Ein weiteres Risiko für Blasen sind nasse Füße. "Wer wandert und zum Beispiel an einem Bach seine Schuhe auszieht und die Füße badet, sollte unbedingt warten, bis die Füße wieder ganz trocken sind", rät Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin. Denn sonst quellen sie leicht auf, sind weicher - und damit anfälliger für Blasen.

Pflaster ohne Mullteil aufkleben

Ist eine Blase dennoch einmal da, gibt es verschiedene Möglichkeiten. "Am besten ist natürlich, wenn man die entsprechende Stelle von den störenden Kräften entlastet", sagt Sellerberg. "Wenn möglich, sollte man den Schuh daher ausziehen." Das geht aber natürlich nicht immer. Eine Alternative sind daher Pflaster. "Dafür nimmt man aber kein gewöhnliches Pflaster mit dem hellen Mull-Mittelteil", betont Lax. Schließlich könnte der Mull zusätzlich scheuern. Besser sei, nur das braune Pflaster auf die Blase zu kleben - ohne Falten und nicht zu straff, damit es nicht zieht. "Das wirkt dann als Schutz für die Blase."

Gelpflaster: wirksam, aber teuer

Auch spezielle Blasenpflaster können helfen. "So ein gelartiges Pflaster hält die Stelle feucht", sagt Sellerberg. "Man hat herausgefunden, dass Wunden in feuchtem Milieu besser heilen als in trockenem." Das Pflaster bleibt mindestens drei Tage kleben oder so lange, bis es von selbst abfällt. "Sie haben sich sehr bewährt, sind aber mit einem Preis von etwa 50 Cent bis 1 Euro pro Stück eher teuer."

Vorsicht beim Aufstechen

Wen die Blase stört, kann sie auch anders behandeln. "Wenn sie zum Beispiel größer wird oder schon so groß ist, dass sie sehr schmerzt, kann sie aufgestochen werden", sagt Hautarzt Lax. Dann laufe die Flüssigkeit heraus. Im Idealfall werde das von einem Arzt professionell getan und versorgt. "Man kann sie natürlich auch selber aufstechen, läuft dann aber Gefahr, dass entweder die Instrumente nicht sauber sind oder dass Keime danach in die Wunde eindringen." Dann könnte sich die Blase entzünden.

Desinfektion hält Keime fern

Meist ist kein Arzt in der Nähe, wenn der Schuh drückt. Deswegen werden die meisten ihre Blasen selbst behandeln. "Dafür nimmt man entweder eine Nadel zum Aufstechen oder eine Schere, um ein kleines Loch zu schneiden", sagt Lax. Gut sei in beiden Fällen, die Stelle anschließend mit einer Jodlösung zu desinfizieren. "Wer die komplette Blase entfernen will, sollte das wirklich nur von einem Arzt machen lassen", rät der Fachmann. Denn dann sei die Wunde größer und damit auch das Einfallstor für Keime.

Aufstechen entlastet die Druckstelle

Das ist jedoch meist nicht notwendig. Ist die Blase erst einmal aufgestochen und die Flüssigkeit abgeflossen, ist die schmerzende Stelle deutlich entlastet. "Von unten her wachsen dann neue Hautzellen nach, so dass die Wunde von alleine heilt", sagt Lax. "Nach einigen Tagen oder Wochen fällt die oberste Schicht - die Hülle der Blase - meist als große Hautschuppe ab."


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