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Damenbart: Woher kommt der "Bart" bei Frauen?

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Damenbart  

Woher kommt der Damenbart?

26.10.2011, 12:17 Uhr | Nina von der Bey

Damenbart: Woher kommt der "Bart" bei Frauen? . Der Damenbart ist vielen Frauen lästig. (Quelle: imago)

Der Damenbart ist vielen Frauen lästig. (Quelle: imago)

Viele Frauen leiden unter einem lästigen Damenbart. Die Härchen zwischen Nase und Oberlippe sind unangenehm, weil sie männlich wirken und den Betroffenen unästhetisch erscheinen. Es gibt verschiedene Methoden, um den Damenbart zu behandeln. Was die wenigsten wissen: Ob ein Damenbart wächst, hängt nicht nur von der Haarfarbe ab. Häufig sind männliche Hormone die Ursache.

Zu viele männliche Hormone

Die häufigste Ursache für einen Damenbart sind männliche Hormone. Androgene wirken am Haarfollikel und der Haarwurzel. "Sie verursachen ein schnelleres Wachstum der Haare und machen die Haare kräftiger und dunkler", erklärt Dr. Andreas Schüring, Oberarzt an der Uniklinik Münster. "Vor der Menopause liegt als Ursache zudem häufig ein PCO-Syndrom vor." Dann ist die Androgenkonzentration erhöht und es liegt eine Zyklusstörung vor. Das PCO-Syndrom wird besonders häufig in Zusammenhang mit Übergewicht diagnostiziert. Nach der Menopause entsteht ein Damenbart außerdem häufig durch das Fehlen der weiblicher Hormone, also Östrogenen. Ursache für den Damenbart können genetische Faktoren sein, so trifft das Problem besonders häufig südländische Frauen.

Rund acht Prozent leiden an Hirsutismus

Das verstärkte Haarwachstum hat den Fachnamen Hypertrichose und kommt bei vielen Menschen vor. Häufig sind auch hormonelle Veränderungen im Körper, zum Beispiel die Einnahme von Cortison, für den Haarwuchs verantwortlich. Eine andere Form verstärkter Körperbehaarung ist der Hirsutismus. "Dahinter verbirgt sich eine vermehrte Behaarung vom männlichen Typ", so Schüring. Sie tritt besonders an sonst für Männer typischen Körperstellen wie Damenbart, Kinn und Dekolletee auf. Auch "die Schamhaarbegrenzung schließt nicht weiblich horizontal ab, sondern zieht rhombenförmig zum Nabel. Die Oberschenkel-Innenseite ist betroffen, auch das Gesäß und die Pobacken", sagt der Gynäkologe. Bei Hirsutismus sei die Behandlung mit einer Anti-Babypille begründet, da sie die Androgen-Bildung hemmt. Hirsutismus wird bei rund acht Prozent der Frauen diagnostiziert.

Es kann auch zur Vermännlichung kommen

Wird Hirsutismus vom Arzt erkannt, kann er dagegen Medikamente verschreiben. "In individuellen Fällen übernimmt die Krankenkasse dann auch die Kosten für aufwändigere Enthaarungsmethoden, wenn ausreichend eine schwere Ausprägung und seelische Belastung nachgewiesen sind". Häufig seien Gutachten notwendig, so Schüring. Betroffene Frauen sollten generell zum Arzt gehen, wenn das verstärkte Haarwachstum die Patientin stört und psychisch belastet. Häufig könne eine Besserung erreicht werden. Es müsse aber Zeit investiert werden und die Erfolge könnten begrenzt sein, sagt der Experte. "Der wichtigste Grund zum Arzt zu gehen, ist ein sich schnell, also innerhalb von Wochen und Monaten, entwickelnder Hirsutismus von ausgeprägtem Ausmaß", so Schüring. Er kann auch zur Vermännlichung führen. Dann ändern sich auch Stimme und Gesichtszüge. "Hier besteht, besonders bei einem hohem Androgenspiegel, der Verdacht auf einen androgenproduzierenden Tumor. Er muss abgeklärt und behandelt werden."

Creme gegen den Damenbart

Um die ungeliebten Härchen loszuwerden, gibt es von rasieren über epilieren bis hin zu färben viele Methoden. Sie sind oftmals schmerzhaft und führen meist zu keinem langfristig befriedigenden Ergebnis. Beim Lasern wird die Haarwurzel geschädigt und nach einigen Behandlungen stirbt sie ab. Allerdings sind Laser-Sitzungen in der Regel recht teuer. Seit einiger Zeit wird in Deutschland eine verschreibungspflichtige Creme mit dem Wirkstoff Eflornithin vertrieben. Der Stoff hemmt ein Enzym der Haarentwicklung und reduziert das Wachstum an den behandelten Hautpartien. "Die Anwendung von Eflonithin kann beim Gesichtshirsutismus, also dem Damenbart, eine sinnvolle Übergangslösung sein", meint Schüring. Besonders sei die Methode geeignet, um die Zeit bis zum Wirkungseintritt anderer Methoden zu überbrücken. Die Nachteile der Creme seien Hautreizungen und die nur vorübergehende Wirkung, da das Haarwachstum nach einigen Wochen erneut beginnt.

Weitere Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie.

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