Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Sodbrennen kann gefährlich werden

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Komplikation  

Sodbrennen kann gefährlich werden

02.12.2011, 11:25 Uhr | akh

Sodbrennen kann gefährlich werden. Schluckbeschwerden sind ebenfalls ein Symptom. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schluckbeschwerden sind ebenfalls ein Symptom. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

15 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Sodbrennen. Die wenigsten davon wissen, dass Sodbrennen eines der Hauptsymptome für eine Refluxerkrankung ist. Diese kann, je nach Stadium, zu einer schweren Entzündung der Speiseröhre und sogar zu Speiseröhrenkrebs führen. Wir haben bei einem Spezialisten nachgefragt und sagen Ihnen, wie Sie die Warnzeichen Ihres Körpers richtig deuten. Außerdem haben wir Tipps, wie Sie einer Refluxerkrankung vorbeugen können.

Fehlgeleitete Flüssigkeit

Eine Refluxerkrankung beschreibt immer den Rückfluss von Flüssigkeit. Urin kann beispielsweise zurück in die Harnröhre fließen. Beim Sodbrennen zeigt sich das gleiche Phänomen: Magensäure steigt in die Speiseröhre auf und sorgt für ein brennendes, stechendes Gefühl im Brustbereich. Ursachen dafür kann es viele geben. „Zwischen einer Refluxerkrankung und Übergewicht kann man einen fast linearen Zusammenhang erkennen“, erklärt Professor Siegbert Rossol, Magen-Darm- und Leber-Spezialist des Nordwest-Klinikums in Frankfurt/Main. Eine Erkrankung kann allerdings auch genetisch bedingt entstehen oder durch eine fehlende Selbstreinigungskraft der Speiseröhre.

Symptome werden oft nicht erkannt

Typische Symptome einer Refluxerkrankung sind Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen und Schluckbeschwerden. „Die meisten Patienten denken bei Schmerzen in der Brust verständlicherweise nicht sofort an die Speiseröhre. Untersuchungen zeigen dann, dass die Schmerzen nicht vom Herz oder der Lunge kommen. In Wirklichkeit sind es Refluxbeschwerden", erklärt Rossol. Eine Diagnose kann allerdings erst nach entsprechenden Untersuchungen gestellt werden. Der Experte warnt auch davor, hinter jedem Sodbrennen eine Refluxerkrankung zu sehen. „Sodbrennen kommt bei vielen Menschen ein- bis zweimal im Jahr vor. Nur wenn die Schmerzen über mehrere Wochen vermehrt auftreten und beispielsweise Schluckbeschwerden hinzukommen, sollte man das auf jeden Fall beim Hausarzt oder Internisten abklären lassen.“

NERD oder GERD?

Spezialisten unterscheiden bei der Refluxkrankheit in zwei Kategorien: NERD und GERD. Die „Nicht-Erosive Refluxkrankheit“ weist die gleichen Symptome wie eine „Gastro-Erosive Refluxkrankheit“ auf. Im NERD-Stadium ist die Speiseröhre zwar entzündet, aber nicht weiter geschädigt, während im GERD-Stadium bereits eine krankhafte Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut nachweisbar ist. Es bildet sich eine sogenannte Barrett-Schleimhaut. Das ist ein Anpassungsprozess, mit dem sich die Schleimhaut vor der ätzenden Magensäure zu schützen versucht. Je großflächiger die Barrett-Schleimhaut auftritt und je mehr Zellnester sich bilden, umso mehr steigt das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Wie weit die Schleimhaut bereits geschädigt ist, lässt sich nur durch eine Magenspiegelung erkennen.

Bratpfannen retten die Schleimhaut

„Aufgrund der erhöhten Krebsgefahr gibt es aktuelle Diskussionen unter Medizinern, eine durch Reflux bedingte Barrett-Schleimhaut vorsorglich zu entfernen“, berichtet Rossol. Diese neue Methode wird bereits in einigen deutschen Kliniken praktiziert. „Dabei wird mit einer Art Bratpfanne die veränderte Schleimhaut ‚weggebrannt‘. Dadurch kommt die normale, überlagerte Schleimhaut wieder hervor“, erklärt der Fachmann. Derzeit zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung nur in individuellen Fällen, die privaten Versicherungen hingegen tragen die kompletten Kosten.

Den Magen entlasten

Je nach Stärke der Beschwerden rät der Experte zunächst zu Magensäureblockern in Form von Tabletten. „Das ist die stärkste Maßnahme. Indem die Säureproduktion im Magen gehemmt wird, ist die Belastung für die Speiseröhre durch den aufsteigenden Magensaft geringer“, erklärt Rossol. Ansonsten gelte es vor allem, den Magen zu entlasten: Morgens besonders üppig frühstücken und dafür abends komplett auf Essen verzichten. Nach 18 Uhr sollte man allenfalls leichte Kost zu sich nehmen. Empfehlenswert ist zudem eine erhöhte Schlafposition, bei der das Kopfteil um circa 15 bis 20 Grad angehoben sein sollte. Bei Übergewicht sollten Sie die überflüssigen Kilos möglichst schnell loswerden. Nikotin, Koffein und Süßigkeiten sollten ebenfalls vermieden werden.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Weiße Westen für Jederman: Bauknecht Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
Die neuen Prepaid-Tarife der Telekom entdecken
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017