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Wie riskant ist eine Biopsie?

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Wie riskant ist eine Biopsie?

Ihre Frage an den Experten: Gibt es für mich eine Möglichkeit, eine Prostata-Diagnose unter MRT-Kontrolle* mit oder ohne Biopsie* (via Damm) durchführen zu lassen, ohne die Kosten von 800,- Euro dafür selbst tragen zu müssen? Oder ein Szintigramm* ohne vorherige Krebsdiagnose durchführen zu lassen?
Ich bin 56 Jahre alt, habe keine Beschwerden, aber einen PSA-Wert von 5,82, der sich auch durch Gabe von Antibiotika allenfalls um 0,5 ng/ml senken ließ. Mein jährlicher Anstieg liegt bei 0,1 bis 0,2 ng/ml, bei einem Beobachtungszeitraum von 4,5 Jahren. Beim Abtasten und bei der Ultraschall-Untersuchung (rektal) gab es keine Auffälligkeiten, jedoch liegt der Quotient aus freiem zum gesamten PSA unter 0,15 und zwar bei 0,9. Mein Urologe will so lange Biopsien vornehmen, bis er etwas findet. Ich bin aus vier Gründen dagegen: (Ver)blutungsrisiko, Infektionrisiko, Narkoserisiko und Risiko des Verteilens von Krebszellen im gesamten Körper. Wozu würden Sie mir raten?

Dr. med. Wolfgang Bühmann: Ohne Biopsie ist eine sichere Prostatakrebs-Diagnose unmöglich. Eine Biopsie mit MRT-Kontrolle kann in einem solchen Fall hilfreich sein, um verdächtige Bereiche in der Prostata gezielt biopsieren zu können. Die Kostenübernahme sollte vorab mit der Krankenkasse abgeklärt werden. Weigert sich diese, die Kosten zu tragen, müssen Sie dafür aufkommen. Ein Szintigramm liefert keine Beweise für eine Bösartigkeit, ist lediglich bei sicherer Krebsdiagnose ein Hinweis auf die Ausbreitung des Tumors. Ohne Krebsdiagnose macht dies also keinen Sinn. Ihr Urologe hat recht: Nur mit einer Biopsie kann herausgefunden werden, was hinter den erhöhten Werten steckt. Die Risiken sind vergleichsweise gering. Das Risiko für Blutungen gibt es immer, diese sind aber nicht lebensbedrohlich. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, werden Antibiotika verschrieben. Das Narkoserisiko besteht wie bei jeder andern Operation auch, jedoch werden fast alle Prostatabiopsien heute in örtlicher Betäubung vorgenommen. Es wurde übrigens widerlegt, dass sich bei einer Biopsie Krebszellen im Körper verteilen.

*(Anmerkung der Redaktion: MRT steht für Magnetresonanztomografie. Mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen werden die inneren Organe dargestellt. Biopsie bezeichnet die Entnahme und Untersuchung von Gewebe. Ein Szintigramm ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Diagnostik von Erkrankungen der Organe. Hierfür wird wird ein Gammastrahlen aussendendes Radionuclid in die Venen gespritzt und dessen Verteilung am Zielorgan eingelesen.)

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