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Medikamente verfälschen Laborwerte

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Medikamente verfälschen Laborwerte

22.12.2011, 16:07 Uhr

Medikamente verfälschen Laborwerte. Vorgeschrittenes Alter verändert die Laborwerte. (Quelle: imago)

Vorgeschrittenes Alter verändert die Laborwerte. (Quelle: imago)

Blutabnahme und Urinprobe gehören zum Alltag in deutschen Arztpraxen. Von dort aus werden die Proben zur Analyse meist in ein großes Zentrallabor geschickt. Stellen sich dabei von der Norm abweichende Werte heraus, muss dies nicht unbedingt auf eine Krankheit hinweisen. Alter, Stress und Medikamente können eine große Rolle spielen. Wir sagen Ihnen, was die Werte im Vorfeld verfälscht.

Sind Laborwerte überhaupt zuverlässig?

Für die Auswertung von Laborwerten ist zwingend ein Arzt nötig, der die Krankheitsgeschichte des Patienten kennt und entsprechende Untersuchungen durchführt. Viele Faktoren können nämlich das Ergebnis der Werte beeinflussen und über die ungefährlichen Grenzwerte hinaus beeinflussen. Der Patient muss sich nicht gleich sorgen: Ärzte können oft plausible Gründe für die Übertretung des Referenzbereichs nennen.

Interpretation der Laborwerte

Für die Beurteilung von Laborergebnissen wird zuerst ein Vergleichswert zu Hilfe gezogen, der sogenannte Normal- oder Referenzbereich. Definiert wird dieser Bereich aus den Werten von 95 Prozent der gesunden Bevölkerung, die darin liegen und 5 Prozent aller getesteten Menschen, die nicht dort liegen, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Generell gilt als krankhaft, was den Bereich deutlich über- oder unterschreitet. Bei fast allen Werten gibt es jedoch auch Grenzwertbereiche.

Alter hat Auswirkungen auf das Ergebnis

Da die Referenzbereiche jedoch meist an den Ergebnissen von jüngeren Probanden festgemacht werden, sind sie nur bedingt vergleichbar mit denen von älteren Patienten. Die Bereichsstreuung kann sich verschieben und breiter werden, da über Jahrzehnte viele unterschiedliche Stoffe auf den Körper einwirken.

Erkältung und Medikamente beeinflussen die Laborwerte

Eine Erkältung und die Einnahme von bestimmten Medikamenten können die Werte von Blut und Urin deutlich beeinflussen. Der Arzt muss jedoch zusätzlich berücksichtigen, ob der Patient unter starkem Stress steht oder ein Raucher ist. Bei Frauen können außerdem starke Regelblutungen oder eine Schwangerschaft das Ergebnis deutlich verändern. Sogar die Ernährung kann eine Rolle spielen. Je nachdem wie viel oder wie wenig eiweißreiche Kost der Patient zu sich genommen hat, verändern sich die Nierenwerte.

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