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Chronischer Husten begünstigt Inkontinenz

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Chronischer Husten begünstigt Inkontinenz

13.01.2012, 14:43 Uhr | dapd, dapd

Chronischer Husten begünstigt Inkontinenz. Bei starkem Husten wird Druck auf die Beckenbodenmuskulatur ausgeübt. (Quelle: imago)

Bei starkem Husten wird Druck auf die Beckenbodenmuskulatur ausgeübt. (Quelle: imago)

Chronischer Husten kann bei Frauen die Beckenbodenmuskulatur schwächen und Inkontinenz zufolge haben. Darauf weist der Berufsverbandes der Frauenärzte hin. Mit einem Trick können Frauen den Beckenboden beim Husten entlasten. Außerdem kann man mit gezieltem Beckenbodentraining die Muskulatur stärken und der Blasenschwäche entgegenwirken.

Beim Husten den Beckenboden anspannen

"Frauen, die unter ständigem Husten leiden, sollten daher beim Husten den Beckenboden anspannen, um den Druck auf das Beckenbodengewebe zu verringern", empfiehlt Christan Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Durch eine intakte Beckenbodenmuskulatur wird ausreichend Druck auf die Harnröhre ausgeübt, damit diese keinen Urin nach außen lässt. "Nur wenn der Druck in der Harnröhre stärker ist als der Druck, der vom Blaseninneren ausgeht, kann kein Urin nach außen treten", erläutert der Experte.

Gebärmutter, Blase und Scheide können sich verlagern

Eine Schwäche des Beckenbodens kann unter Umständen auch eine Senkung der Gebärmutter, der Scheide, des Mastdarms sowie der Blase und der Harnröhre nach sich ziehen. Dabei senken sich diese Organe tiefer in das kleine Becken ab als es ihrer natürlichen Lage entspricht. Ist die Problematik sehr ausgeprägt, kann die Gebärmutter sogar aus der Scheidenöffnung nach außen treten.

Wie man Inkontinenz vorbeugen kann

"Durch rechtzeitiges Training der Beckenbodenmuskulatur kann man eine Inkontinenz in den Griff bekommen, sofern eine Beckenbodenschwäche tatsächlich der Auslöser ist", sagt der Gynäkologe. Inkontinenz kann allerdings vielfältige Ursachen haben. So können Übergewicht, Schwangerschaften und Geburten, chronische Verstopfung sowie schweres körperliches Arbeiten die Muskelpartien überdehnen. Dann kommt es zu unkontrollierbarem Harnverlust, weil der Schließmuskel dem Druck der Blase nicht mehr standhält.

Auch Männer von Inkontinenz betroffen

Nach Angaben der Deutschen Kontinenzgesellschaft leidet jede fünfte Frau unter ständigem Harndrang oder Inkontinenz. Aber dies ist kein Frauenproblem, denn auch zwölf Prozent der Männer über 45 und 30 Prozent der über 70-Jährigen haben Probleme, ihren Harndrang zu kontrollieren.

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