Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Schönheits-OP: Brustimplantate bergen viele Gefahren

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schönheits-OP  

Probleme bei Brustvergrößerungen sind die Regel

01.02.2012, 10:54 Uhr | presstetext

Schönheits-OP: Brustimplantate bergen viele Gefahren. Schönheits-OP mit vielen Gefahren: Brust-Implantate bergen immer Risiken.

Schönheits-OP mit vielen Gefahren: Brust-Implantate bergen immer Risiken.

Größere Körbchen, eine schönere Brustform, ein pralleres Dekolletee: Brustvergrößerungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Schönheits-OPs. Dabei nehmen die Frauen immer ein Risiko auf sich, denn Silikonimplantate in der Brust bergen Gefahren für die Gesundheit - auch wenn diese nicht von der Skandalfirma PIP stammen. Erneute Operationen, Verformungen der Implantate oder extreme Spannungen sind die Regel.

Spätestens nach 15 Jahren ein neues Implantat

"Ideal wäre zwar, dass Brustimplantate nach dem Einsetzen 20 Jahre im Körper verbleiben können. Das ist jedoch meist nicht der Fall", sagt Peter M. Vogt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC). Und weist auf mögliche jahrelange Behandlung nach der Schönheits-OP hin: "Silikonimplantate sind keine One-Time-Surgery und Probleme eher Regel als Ausnahme. Patienten müssen mit einem Austausch nach 15 Jahren rechnen". Binnen zehn Jahren lassen bis zu 30 Prozent der Patientinnen ihre Implantate entfernen oder ersetzen, berichtet das US-Wissenschaftsportal "The Scientist".

Jede fünfte bekommt eine Kapselfibrose

Die Gründe für den notwendigen Austausch der Implantate sind unterschiedlich: Entweder verändert sich die Form des Kissens und damit auch die Brust oder es kommt zu einer Ruptur, die das Silikon auslaufen lässt und dabei Schmerzen und Irritationen auslösen kann. Bei jeder fünften Frau mit Silikonbrüsten erleidet eine Kapselfibrose. Dabei wird die Kollagenschicht um die Prothese, die der Körper als Abwehrreaktion aufbaut, verdickt und hart. Betroffene fühlen unangenehme Spannungen bis hin zu Schmerzen.

Neue Narben und jeder Wechsel erhöhen Risiko

In Deutschland sind die Zahlen zwar etwas niedriger, doch die Probleme bleiben: "Drei Jahre nach der OP liegt die Austauschquote unter einem Prozent, sieben Jahre später bei acht Prozent. Insgesamt ist bei 15 Prozent der Patientinnen nach der Erstimplantation ein Auswechseln nötig - wobei man diese Zahlen aufgrund der aktuellen Vorfälle nochmals überprüfen wird müssen", erklärt Peter M. Vogt. Nach dem Wechsel steigt ab dem zweiten Implantat das Risiko, da vorhandene Narben die Operation und das Annehmen der Implantate erschweren können. Für ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko durch Silikon gibt hingegen bisher "keine Anhaltspunkte". Ob ein Zusammenhang zur Entstehung von Lymphknotenvergrößerungen, -schwellungen und Tumoren des Lymphgewebes besteht, wird derzeit noch untersucht. Die "Food and Drug Administration" hatte hier bereits im Vorjahr eine minimale, jedoch eindeutige Erhöhung des Risikos festgestellt, allerdings sind die Ursachen hierfür unklar.

Schönheits-OP: Bald strengere Vorschriften

Konsequenzen wird es jedenfalls geben, kündigt der Berufsvertreter der plastischen Chirurgen an. Seit im Dezember 2011 publik wurde, dass die französische Brustimplantate-Firma Poly Implant Prothese (PIP) ein für Menschen ungeeignetes, deutsches Industriesilikon verwendet hat, hat sich der Blick der Medizin auf Silikonkissen deutlich geschärft. "Symptome im Umfeld von Brustimplantaten, die man früher eher hingenommen hat - leichte Entzündungen, schmerzhafte Kapseln oder Ansammlung von Flüssigkeiten um die Kapsel - wird man künftig sicher genauer beobachten. Ziel muss es sein, gute Implantate und härtere Forderungen für die Nachsorge zu schaffen." Auf EU-Ebene erarbeiten Experten derzeit neue Richtlinien, die laut Vogt bereits im Februar veröffentlicht werden sollen.

Keine Alternativen zu Silikon

Silikon wird bei der Brustvergrößerung weiter verwendet, da auch die Alternativen ihre Tücken haben, so der Experte. "Fettinjektionen haben selbst bei genauer Platzierung Grenzen und Gesundheitsrisiken, ebenso Macrolane-Techniken, die zudem teils nur eine temporäre Lösung darstellen." Kochsalz-Implantate werden wegen schlechter Materialeigenschaften kaum mehr verwendet. Und eine weitere Methode, der Aufbau von Eigengewebe, hat zumindest nach Krebs gute Erfolge erzielt - bei allerdings hohem Aufwand und neuen Narben etwa am Unterbauch. "Alternativ bleibt noch, dass die Frau mit ihrer Brustform leben kann", so Vogt.

Ratgeber - Wer ist für fehlerhafte Medizinprodukte verantwortlich?

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Nur online: neue Wiesn-Looks für Damen, Herren & Kinder
bei tchibo.de
KlingelBabistabonprix.deLidl.deStreet OneCECILMADELEINEdouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017