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Senioren: Mangelernährung bei älteren Menschen steigt

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Mangelernährung bei Senioren  

Mangelernährung bei Senioren steigt

15.03.2012, 12:01 Uhr | dapd, dapd

Senioren: Mangelernährung bei älteren Menschen steigt. Mangelernährung wird oft erst dann erkannt, wenn die Senioren wegen anderer Erkrankungen zum Arzt gehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mangelernährung wird oft erst dann erkannt, wenn die Senioren wegen anderer Erkrankungen zum Arzt gehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Angaben der Krankenkasse DAK müssen immer mehr ältere Menschen aufgrund einer Mangelernährung behandelt werden. So wurden 2011 rund 21.500 Senioren mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren in einer Klinik aufgenommen. Der Nährstoffmangel fiel meist erst dann auf, wenn die Betroffenen wegen einer anderen Erkrankung einen Arzt aufgesucht hatten. Fragen und Antworten zur Mangelernährung.

Frauen sind häufiger betroffen

Mangelernährung bei Senioren bleibt weiterhin ein großes Problem. Insgesamt zählte die Krankenkasse 21.484 Klinikbehandlungen aufgrund einer solchen Diagnose. Das seien 4.419 mehr Fälle gewesen als 2010. Oft war der Nährstoffmangel diagnostiziert worden, weil die Patienten aufgrund einer anderen Erkrankung behandelt werden mussten. Betroffen waren den Angaben zufolge deutlich mehr Frauen als Männer. In etwa 8.100 Fällen seien die Patienten Männer gewesen. Bei Frauen sei 13.381 mal die Diagnose Mangelernährung gestellt worden.

Anstieg von 53 Prozent

Die DAK hatte schon für das Jahr 2010 einen starken Anstieg der Fälle von Mangelernährung bei Senioren registriert. Damals war in rund 17.100 Fällen ein behandlungsbedürftiger Mangel an Nährstoffen festgestellt worden. Zwei Jahre zuvor lag die Zahl den Angaben zufolge dagegen bei nur knapp 11.200 Fällen. Das bedeute einen Anstieg von 53 Prozent in nur zwei Jahren. Weshalb die Zahl der Betroffenen so stark gestiegen ist, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der DAK. Die Kasse wolle nun das Gespräch mit Experten suchen, um herauszufinden, was die Gründe dafür sind.

Ältere Menschen haben weniger Appetit

Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge können unter anderem körperliche Veränderungen, die mit dem Altern zusammenhängen, die Ursache sein, sagt Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg. "Zum Beispiel nimmt das Geschmacks- und Geruchsempfinden ab. Auch der Appetit nimmt mit zunehmendem Alter ab." Betroffene verlören das Interesse am Essen. Vor allem könnten ältere Menschen eine Phase, in der sie weniger gegessen hätten, zum Beispiel während einer akuten Krankheit, danach nicht richtig ausgleichen. Während jüngere Menschen dann wieder Appetit hätten und zunähmen, würden ältere Menschen den Gewichtsverlust selten vollständig aufholen.

Probleme mit den Zähnen

Aber auch andere Faktoren können dazu führen, dass sich ein älterer Mensch nicht gut ernährt: "Der Gesundheitszustand ist ganz entscheidend", sagt Volkert. Viele ältere Menschen hätten beispielsweise Probleme mit ihren Zähnen oder Schluckbeschwerden. Daher komme es oft vor, dass sie Nahrungsmittel meiden, die schwer zu kauen sind. Außerdem verringerten manche Medikamente und Krankheiten den Appetit oder führten dazu, dass Patienten einen höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen hätten. Gleichzeitig funktioniere das Immunsystem bei fehlernährten Menschen nicht mehr richtig. "Die Patienten essen auf der einen Seite zu wenig und bräuchten aber auf der anderen Seite sogar etwas mehr Nahrung als üblich", erklärt Volkert. Ein Teufelskreis entstehe, bei dem der Betroffene immer kränker und immer dünner wird.

Einkaufen fällt Senioren oft schwer

Oft werde auch das Einkaufen, das Kochen oder das Essen selbst zum Problem, weil Betroffene sich beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr so gut bewegen könnten oder bei einer geistigen Beeinträchtigung das Essen vergessen. Bei einer fortgeschrittenen Demenz verlernten viele regelrecht zu essen und könnten nicht mehr mit Messer und Gabel umgehen. Letztlich habe aber auch die Lebenssituation der Betroffenen einen großen Einfluss auf das Essverhalten. Nicht wenige Senioren leiden unter sozialer Isolation, Einsamkeit oder trauern um ihren Partner und haben deshalb keine Lust, etwas zu essen.

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