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Experten Raten: Lieber kein Metall für die Hüft-Prothese

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Experten raten: Lieber kein Metall für die Hüfte

13.04.2012, 12:41 Uhr | dapd, dapd

Experten Raten: Lieber kein Metall für die Hüft-Prothese. Englische Studie zeigt, dass Metall früher ausgetauscht werden muss. (Quelle: dpa)

Englische Studie zeigt, dass Metall früher ausgetauscht werden muss. (Quelle: dpa)

Hände weg von künstlichen Hüftgelenken aus Metall - das ist der Rat britischer Experten nach einer umfangreichen Analyse. Weil die Metall-auf-Metall-Hüftendoprothesen demnach häufiger ersetzt werden müssen als Ersatzgelenke aus Keramik oder Kunststoff, rufen die Forscher die Ärzte zum Verzicht auf solche Implantate auf.

Implantate aus Metall halten nur halb so lange

In der Studie, die online im Wissenschaftsmagazin "Lancet" veröffentlicht wurde, analysierten die Fachleute Daten von mehr als 400.000 künstlichen Hüftgelenken in England und Wales aus den Jahren 2003 bis 2011. In gut 31.000 Fällen handelte es sich um Metall-Implantate. Nach fünf Jahren mussten sich sechs Prozent der Patienten mit Metallgelenken einer Operation zur Korrektur oder Erneuerung des Einsatzes unterziehen. Bei Keramik-Gelenken waren es 1,7 Prozent der Patienten, bei Kunststoff 2,3 Prozent. Ärzte gehen davon aus, dass künstliche Hüftgelenke in der Regel mindestens zehn Jahre halten.

Kein Metall bedeutet weniger Risiko

Autor Ashley Blom von der Universität Bristol betont zwar, dass den Zahlen zufolge auch bei Metall-Gelenken in den meisten Fällen kein neuer Hüftersatz nötig war. Doch angesichts der Alternativen gebe es keinen Grund, ein Risiko einzugehen, erklärt er. "Wenn ich Patient wäre, würde ich mich nicht für eine Metall-auf-Metall-Hüfte entscheiden." Weil nicht alle Betroffenen mit Symptomen zum Arzt gingen oder sich für eine neue Operation entschieden, gebe es vermutlich eine höhere Zahl von Ausfällen als in der Studie angegeben.

Bereits vor der Studie wurde zur Vorsicht geraten

Noch vor der neuen Studie hatte die für Medizinprodukte zuständige britische Behörde Patienten mit Metall-Hüftendoprothesen aufgerufen, ihr Blut jährlich untersuchen zu lassen, um sicherzugehen, dass keine Metallverbindungen in ihren Körper gelangen. Außerdem sollten Betroffene mit Schmerzsymptomen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen ihr Gelenk möglichst in einem Kernspintomographen untersuchen lassen.

Risikobewertung in Deutschland

Auch im deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) findet eine Risikobewertung sogenannter "Metall-auf-Metall-Hüftendoprothesen" statt. Es sollen alle möglichen gesundheitlichen Risiken für Patienten verlässlich eingegrenzt werden können, erklärt die Bundesbehörde. Die endgültige Entscheidung über eine eindeutige Empfehlung ist aber noch nicht gefallen.

Möglicherweise auch Schulter- und Knieimplantate betroffen

Bereits 2010 waren Hüftendoprothesen der Firma DePuy vom Markt zurückgerufen worden. Das BfArM hatte seinerzeit über Risiken und Nachsorgeempfehlungen informiert. Probleme seien aber - wie die neue Analyse zeige - offenbar nicht auf diese Fabrikate begrenzt, erklärt Ashley Blom. Auch andere Implantate wie künstliche Schulter- oder Kniegelenke könnten nach Ansicht von Experten betroffen sein. "Ich würde mich nicht wundern, wenn dies nur der Beginn eines Sturmes wäre", meint Art Sedrakyan vom Weill-Cornell-College in New York.

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