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Bandscheibenvorfall: Ursachen, Symptome und Therapien bei einem Bandscheibenvorfall

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Bandscheibenvorfall  

Das passiert beim Bandscheibenvorfall

11.07.2012, 15:03 Uhr | nho

Bandscheibenvorfall: Ursachen, Symptome und Therapien bei einem Bandscheibenvorfall. Ein Bandscheibenvorfall spielt sich an der Wirbelsäule ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Bandscheibenvorfall spielt sich an der Wirbelsäule ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Bandscheibenvorfall beziehungsweise Bandscheibenprolaps ist die häufige Folge von jahrelanger Fehlbeanspruchung der Wirbelsäule. Denn die Bandscheiben, die wie ein Stoßdämpfer für unseren Rücken funktionieren, sind nicht unbegrenzt belastbar. Doch was passiert da eigentlich genau an unserer Wirbelsäule?

Woher kommt der Bandscheibenvorfall?

Schäden in der Bandscheibe sind altersbedingte Verschleißerscheinungen. Einseitige Belastungen, schweres Heben, Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Übergewicht sowie eine schwache Rumpf- und Rückenmuskulatur beschleunigen die Abnutzung. Bandscheibenschäden sind zudem genetisch programmiert. Laut dem Deutschen Grünen Kreuz lassen sich mehr als 60.000 Menschen jedes Jahr an der Bandscheibe operieren.

Wenn die Stoßdämpfer versagen

Doch was passiert eigentlich bei einem Bandscheibenvorfall, auch Diskusprolaps genannt? Unsere Wirbelsäule wird in fünf verschiedene Regionen unterteilt: sieben Halswirbel, 12 Brustwirbel, fünf Lendenwirbel, Kreuzbein und Steißbein. Zwischen den einzelnen Wirbeln liegen die 23 Bandscheiben und bilden eine Art Stoßdämpfer für unseren Rücken. Jede Bandscheibe besteht aus einem weichen Gallertkern, der von einem Ring aus festem, faserigem Knorpel gehalten wird. Sie arbeiten wie ein Schwamm: Bei Entlastung saugen sie sich mit Flüssigkeit und Nährstoffen voll, durch Belastung werden sie „ausgedrückt“. Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnen die Knorpelmassen der Bandscheiben auszutrocknen. Der Faserring, der jede einzelne Bandscheibe umgibt, kann brüchig werden, ähnlich wie bei einem Fahrradschlauch. Die Stoßdämpfer puffern von nun an schlechter und sind flüssigkeitsärmer. Bei einem Bandscheibenvorfall verlagert sich der weiche Kern der Bandscheibe, tritt aus dem Knorpelring aus und drückt auf Nerven oder Rückenmark.

Anders liegt der Fall bei der Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion), die als Vorstufe des Bandscheibenvorfalls bezeichnet werden kann. Hier verlagert sich das Bandscheibengewebe nach außen, der faserige Knorpelring bleibt jedoch intakt. Die Schmerzen können oft gleich sein. Symptome und Schmerzen sind abhängig davon, welche Nervenstrukturen betroffen sind.

Schmerzen im unteren Rücken

Einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule erkennt man an Schmerzen im unteren Rücken. Die Schmerzen strahlen in die Beine aus und lassen meist nach, wenn das Bein angezogen wird. Auch Niesen, Husten und Pressen beim Stuhlgang löst Schmerzen aus. Die Betroffenen können das Bein im gestreckten Zustand kaum hochheben. Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule sind am häufigsten. Schmerzt hingegen der Nacken, weist das auf einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hin. Oft strahlt der Schmerz in die Schulter oder zwischen die Schulterblätter aus. Kopfschmerzen, Schwindel und Muskelverhärtungen sind weitere Symptome. Um eine Diagnose zu treffen, muss der Arzt ausführliche neurologische Untersuchungen vornehmen. So prüft er unter anderem die Muskelkraft in den Beinen und die Reflexe. Auch ein MRT kann Sinn machen.

Therapien bei einem Bandscheibenvorfall

Viele Bandscheibenvorfälle sind zwar schmerzhaft, müssen aber nicht operiert werden. Dann besteht die Behandlung in erster Linie aus Entlastung. Auch Wärme und Schmerzmittel lindern die Symptome. Zudem kann eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme den Patienten helfen, schmerzarme Bewegungsmuster einzuüben. Langfristig ist es wichtig, die Rücken- und Bauchmuskulatur zu kräftigen. Ist sie gut gebildet, beugt dies erneuten Bandscheibenvorfällen vor. Experten empfehlen außerdem die LS-Regel zu beachten. Sie besagt: Liegen und Laufen sind gut, Sitzen und Stehen sind für betroffene Patienten schlecht.

Wann ist eine OP notwendig?

Wenn alle konservativen Therapiemaßnahmen nicht weiterhelfen, kommt eine mikrochirurgische Operation infrage. Dabei wird das herausgerutschte Bandscheibengewebe entfernt, um die Nerven vom Druck zu entlasten. Allerdings führt nicht jede Operation zur gewünschten Schmerzfreiheit, und in einem Teil der Fälle treten erneute Bandscheibenvorfälle in der gleichen Wirbelsäulenhöhe auf.

Ratgeber Bandscheibenvorfall - Symptome, Therapie, Vorbeugung

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