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Leukämie: So einfach können Sie durch eine Knochenmarkspende Leben retten

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Knochenmarkspende  

Knochenmarkspende ist leichter als viele denken

20.07.2012, 09:41 Uhr | stw

Leukämie: So einfach können Sie durch eine Knochenmarkspende Leben retten. Bei der Knochenmarkspende werden Gewebemerkmale über das Blut analysiert. (Quelle: dapd)

Bei der Knochenmarkspende werden Gewebemerkmale über das Blut analysiert. (Quelle: dapd)

In Deutschland gibt es jedes Jahr über 10.000 neue Leukämie-Erkrankungen. Viele Patienten warten dann auf eine rettende Knochenmarkspende. Kaum ein potenzieller Spender weiß jedoch, wie eine Knochenmark-Transplantation durchgeführt wird. Wir erklären, was Sie über die Knochenmarkspende noch nicht wussten.

Die Blutgruppe spielt keine Rolle

Durch eine Spende und die rettende Transplantation gesunder Stammzellen kann der Körper neue Blutzellen bilden und so wird der Blutkrebs Leukämie bekämpft. Bei der Stammzellentransplantation kommt es auf die möglichst genaue Übereinstimmung der Gewebemerkmale an. Sie sollten mit denen des Patienten möglichst identisch sein. In der Regel kann jeder, der zwischen 18 und 55 Jahre alt ist, mindestens 50 Kilogramm wiegt und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat, spenden.

DKMS - die weltweit größte Knochenmarkspenderdatei

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist mit über 2,7 Millionen registrierten potenziellen Stammzellspendern die größte weltweit. Die ermittelten Daten stehen Ärzten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Die Registrierung bei der DKMS ist einfach: Freiwillige können sich bei einer öffentlichen Registrierungsaktion typisieren lassen oder einfach online ihre Daten hinterlassen.

Abstrich der Wangenschleimhaut

Die Typisierung und Speicherung der Merkmale erfolgt, indem durch eine Blutprobe die Gewerbemerkmale des Blutes analysiert werden. Das kann durch einen Abstrich der Mundschleimhaut oder durch eine Blutprobe erfolgen. Bei einer Online-Registrierung schickt Ihnen die DKMS die nötigen Instrumente für den Wangenabstrich zu. Die Typisierung findet statt, sobald die Blutprobe oder der Wangenabstrich bei der DKMS eingegangen sind. Im Labor werden die Gewebemerkmale dann bestimmt und zusammen mit einer Spendernummer anonym an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) und an das National Marrow Donor Program (NMDP) in den USA übermittelt.

Stammzellen für Knochenmarkspende können ambulant entnommen werden

Kommen Sie als passender Spender infrage, erfolgt eine so genannte Bestätigungstypisierung. Die Gewebemerkmale werden dabei nochmals durch einen Bluttest analysiert. Das kann auch bei einem Hausarzt erfolgen. Sind Sie zu hundert Prozent der passende Spender für einen Patienten, gibt es zwei gängige Methoden zur Stammzellenentnahme. Die häufigste Methode: Die Stammzellen werden ambulant entnommen. Durch eine Blutwäsche werden dann die benötigten Zellen ausgespült. Dafür muss sich der Patient über fünf Tage zur Vorbereitung einen Wachstumsfaktor unter die Haut spritzen. Das hat zur Folge, dass die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut ausgeschwemmt werden.

Knochenmark wird aus dem Beckenknochen entnommen

Die zweite Variante verlangt einen Krankenhausaufenthalt. Dabei wird das Knochenmark in einer Vollnarkose aus dem Beckenknochen (Beckenkamm) entnommen und nicht, wie viele meinen, aus dem Rückenmark. Nach dem Eingriff muss der Spender noch einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Bei beiden Varianten bildet der Körper innerhalb von zwei Wochen neue Zellen. Das Verfahren führt für den Spender also zu keinem dauerhaften Verlust von Stammzellen. Damit er keine weiteren Unannehmlichkeiten hat, kontaktiert die DKMS zudem Ihren Arbeitgeber und kümmert sich darum, dass alle anfallenden Kosten von der Krankenversicherung erstattet werden.

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