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Prostatakrebs: Rotes Fleisch verschlimmert den Krebs

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Prostatakrebs  

Rotes Fleisch könnte Prostatakrebs fördern

23.08.2012, 14:48 Uhr | ag

Prostatakrebs: Rotes Fleisch verschlimmert den Krebs. Gebratenes Steak: lecker, aber schlecht bei Prostatakrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gebratenes Steak: lecker, aber schlecht bei Prostatakrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass der tägliche Verzehr von rotem Fleisch das Krebsrisiko erhöht, ist durch Langzeitstudien belegt. Eine wissenschaftliche Untersuchung an der University of Southern California und dem Cancer Prevention Institute of California legt die Vermutung nahe, dass gebratenes rotes Fleisch auch den Verlauf von Prostatakrebs negativ beeinflusst. Prostatakrebs: Was jeder Mann wissen sollte.

Zusammenhang zwischen Fleisch und Krebs beobachtet

Die Forscher untersuchten 2.000 Männer. In einem Fragebogen wurden die Versuchspersonen zu ihrem Fleischverzehr befragt. Gefragt wurde auch nach der Art der Zubereitung - ob das Fleisch etwa im Ofen gebacken, in der Pfanne gebraten oder gegrillt wurde. Die Wissenschaftler nahmen dabei Farbfotos zur Hilfe, die einen bestimmten Garheitsgrad anzeigen. Mehr als die Hälfte der Männer, die an der Studie teilnahmen, hatten schon die Diagnose Prostatakrebs. "Wir haben festgestellt, dass der Krebs bei Männern, die mehr als 1,5 Portionen gebratenes, rotes Fleisch pro Woche essen, um 30 Prozent fortgeschrittener war", sagt Studienleiterin Mariana Stern. "Die Beobachtungen reichen aber nicht, um gesundheitliche Empfehlungen abgeben zu können", räumt die Wissenschaftlerin ein.

Experte warnt vor falschen Schlussfolgerungen

Die Gefahr, dass das Studienergebnis zu voreiligen Schlussfolderungen führen könnte, sieht auch Dr. Wolfgang Bühmann, Sprecher vom Berufsverband Deutscher Urologen. "Das sind eher Beobachtungen als Messungen", gibt der Experte zu bedenken. Gebratenes würde eher andere Krebsformen begünstigen, wie etwa Darmkrebs. Es sei zudem kaum möglich den Zusammenhang des Verzehrs eines bestimmten Nahrungsmittels zu einem bestimmten Organ im Körper auszumachen. Dem Experten nach ist der Körper dafür zu komplex. Und auch die Nahrungsmittel bestünden nicht aus nur einem Stoff. "Man kann solche Zusammenhänge nur beobachten", sagt Bühmann. Japaner bekommen selten Prostatakrebs, weiß Bühmann zu berichten. Sobald aber ein japanischer Mann in die USA zieht, bekommt er öfter Prostatakrebs. "Das liegt also nicht an den Genen des Japaners, sondern an der Ernährung", verdeutlicht Bühmann.

Weitere Risiken durch rotes Fleisch

Bei rotem Fleisch handelt es sich um Fleisch von Rind, Lamm oder Schwein. Eine über 30 Jahre andauernde Studie an der Harvard-Universität hatte bereits belegt, dass Menschen, die täglich rotes Fleisch essen, ein um 13 Prozent höheres Sterberisiko haben. Das Risiko einer tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankung lag dabei bei 18 Prozent und das einer tödlichen Krebserkrankung bei zehn Prozent. Verzehrten die Befragten Fleisch im verarbeiteten Zustand, beispielsweise in einem Hot Dog, stieg das allgemeine Sterbe-Risiko gar auf 20 Prozent. Das Risiko eines Herztods lag bei 21 Prozent und das an Krebs zu sterben bei 16 Prozent.

Zu viel rotes Fleisch erhöht das Darmkrebsrisiko

Auch dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge stehen rotes Fleisch sowie Wurstprodukte von Rind und Schwein im Verdacht, das Darmkrebsrisiko zu erhöhen. Das liege am hohen Eisengehalt dieser Fleischarten, der ihnen ihre rote Farbe verleiht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche zu essen.

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