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Eisenmangel: wird oft überschätzt

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Eisenmangel  

Eisenpräparate bloß nicht wahllos schlucken

09.10.2012, 14:02 Uhr | cm/ag

Eisenmangel: wird oft überschätzt.  Eisenpräparate sollten nicht ohne ärztliche Rücksprache geschluckt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eisenpräparate sollten nicht ohne ärztliche Rücksprache geschluckt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sind Sie blass, müde und haben Probleme, sich zu konzentrieren? Dann könnte Eisenmangel die Ursache sein. Der lebenswichtige Mineralstoff bestimmt maßgeblich unser Wohlbefinden. Allerdings kann selbst verordnetes Schlucken von Eisenpräparaten fatale Folgen haben. So treten bei Überdosierung häufig Darmbeschwerden auf und das Risiko für Herzerkrankungen sowie Diabetes steigt.

Ursachen und Symptome für Eisenmangel 

Der Körper braucht Eisen, um den Stoffwechsel am Laufen zu halten, und den Sauerstoff von der Lunge in die Zellen zu transportieren. Ohne das eisenhaltige Hämoglobin (rote Blutfarbstoff) wären die Erythrozyten dazu nicht in der Lage. Eisenmangel entsteht laut Petra Renner-Weber vom Verband der Oecotrophologen in Bonn vor allem durch einseitige Ernährung und bei Frauen durch starke Monatsblutungen. Symptome sind Müdigkeit, Schlappheit, Infektanfälligkeit, gestörtes Haar- und Nagelwachstum sowie trockene, spröde Haut. Auch Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und starkes Schnaufen nach dem Treppensteigen können weitere Anzeichen sein.

Eisenpräparate nur unter ärztlicher Kontrolle nehmen

Wer den Verdacht auf Eisenmangel hat, sollte unbedingt bei einem Arzt die Eisenwerte mittels eines Bluttests kontrollieren lassen, bevor er zur Eisenpille greift. "Früher wurde der Mangel überschätzt und hochgeredet", sagt Silke Restemeyer von der Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Der aktuelle Ernährungsbericht zeige jedoch, dass ein Mangel nur bei bestimmten Risikogruppen, wie zum Beispiel bei Schwangeren, Stillenden und jungen Frauen auftritt. Zudem lasse sich eine Unterversorgung leicht durch ausgewogene Ernährung vermeiden.

In diesen Lebensmitteln steckt viel Eisen

Eisen aus tierischen Produkten wie Fleisch oder Wurst kann der Körper am besten verwerten. Sind die Eisenspeicher leer, nimmt der Körper besonders viel Eisen aus der Nahrung auf. Ist der Mensch dagegen gut mit dem Spurenelement versorgt, nutzt der Körper weniger Eisen aus den Lebensmitteln. Rotes Fleisch wie Rind- und Schweinefleisch enthält im allgemeinen reichlich Eisen. Vegetariern dagegen kann eisenreiches Gemüse wie Rote Bete, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide empfohlen werden.

Kaffee und Tee nur in Maßen trinken

Die Eisenaufnahme wird bei pflanzlichen Produkten durch Vitamin C, Eisen und organische Säuren gefördert. Daher ist es ratsam, die Mahlzeit mit einem Glas Orangensaft oder einem Obstsalat als Dessert zu ergänzen. Wer unter Eisenmangel leidet, sollte dagegen den Genuss von Kaffee und schwarzen Tee deutlich herunterfahren. Das Tannin in den Getränken hemmt nämlich die Eisenaufnahme. Nach einer Mahlzeit sollten daher etwa zwei Stunden vergehen, bevor man einen Kaffee oder Tee trinkt.

Überdosierung schadet der Gesundheit

Der Vitalstoff Eisen ist lebenswichtig. Zu viel davon macht dennoch krank: Übermäßiges Eisen schädigt nämlich Herz und Kreislauf. "Bei kaum einem anderen Nährstoff ist die Spanne zwischen lebensnotwendiger Zufuhr und schädlicher Dosis so eng wie bei Eisen", sagt Ernährungswissenschaftler Stefan Weigt vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) in Gießen. In Europa werden Eisenpräparate für Kinder daher grundsätzlich niedriger dosiert als in den USA. Studien deuten darauf hin, dass auch Krankheiten wie Diabetes und Krebs mit zu viel Eisen im Körper in Verbindung stehen.

Keine Gefahr durch Cornflakes & Co.?

In Deutschland dürfen Lebensmittel nur in Ausnahmefällen mit Eisen angereichert werden. Die Eisenmengen in Frühstücksflocken und Cornflakes werden jedoch vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) als unbedenklich eingeschätzt: Dennoch schreibt das Amt in einer Stellungnahme: "Aus Sicht des BfR ist mit der Verwendung von Eisen ein hohes Risiko für unerwünschte Wirkungen verbunden." Ausnahmegenehmigungen für weitere Lebensmittel würden daher nicht erteilt. Stefan Weigt vom UGB rät daher vom Verzehr angereicherter Cornflakes ab. So könne das zugesetzte Eisen die Aufnahme anderer Stoffe, wie zum Beispiel Zink verringern.

Ratgeber.t-online.de: Eisenmangel - Symptome, Folgen und Ursachen

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