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Bakterien: Ein Bakterien-Typus in der Darmflora entscheidet mit über Fettleibigkeit und Diabetes

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Bakterien  

Bakterien machen dick

16.11.2012, 11:52 Uhr | dapd

Bakterien: Ein Bakterien-Typus in der Darmflora entscheidet mit über Fettleibigkeit und Diabetes. Ein Bakterien-Typus in der Darmflora entscheidet über Fettleibigkeit.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Bakterien-Typus in der Darmflora entscheidet mit über Fettleibigkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer zu dick ist, bewegt sich zu wenig oder isst zu viel. Das ist die gängige Erklärung für Übergewicht. Aber auch Bakterien können die Ursache für Fettleibigkeit sein. Dresdner Mediziner bestätigen nun, dass ein Bakterien-Typus in der Darmflora das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes erhöht. Herausgefunden haben sie das an Patienten, die sich einer Magen-Bypass-Operation zur Gewichtsreduktion unterzogen haben.

Organismus beherbergt 200 Bakterien

Der menschliche Organismus beherbergt knapp 200 verschiedene Bakterienarten. Die meisten dieser Mikroorganismen befinden sich im Darm. Forscher unterscheiden zwischen drei verschiedenen Besiedlungsmustern: Bacteroides, Prevotella oder Ruminococcus. Der jeweilige Typ entscheidet über die Nahrungsverwertung. Der Bacteroides-Typ macht aus dem Nahrungsbrei große Mengen Kohlenhydrate verfügbar. Menschen dieses Typs neigen zur Fettleibigkeit. 

Verbesserter Stoffwechsel nach Operation

Die Probanden litten an Diabetes Typ 2 sowie krankhafter Fettleibigkeit und unterzogen sich einer Bypass-Operation. Die Forschungsergebnisse zeigen nun, dass drei Monate nach der Operation Bakterienarten fehlten, während andere hinzugekommen waren. Dies bewirkte einen deutlich verbesserten Stoffwechsel, heißt es in einer Pressemitteilung des Uniklinikums Dresden. 

Veränderungen nach Bypass-Operation 

In der Dresdner Studie zeigte sich, dass sich die Darmflora der Bypass-Patienten verändert hat. "Aus dieser neuen Zusammensetzung resultiert eine deutliche Verbesserung der metabolischen Parameter", sagt Professor Stefan R. Bornstein, ergänzt jedoch einschränkend: "Die verstärkt hinzugekommen Darmkeime der Probanden können möglicherweise Impulsgeber für neue Krankheiten sein." Daher müssten Langzeitergebnisse abgewartet werden, heißt es. 

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