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Darmverschluss kann lebensbedrohlich sein

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Darmverschluss  

Darmverschluss kann lebensbedrohlich sein

22.01.2013, 18:06 Uhr | akl

Darmverschluss kann lebensbedrohlich sein . Darmverschluss kann lebensbedrohlich sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Darmverschluss kann lebensbedrohlich sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Von einem Darmverschluss (Ileus) sprechen Ärzte dann, wenn der Darm seine Tätigkeit einstellt und so verstopft. Schuld daran kann eine Lähmung, aber auch eine Einengung des Darms, beispielsweise durch einen Tumor, sein. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gehört der Darmverschluss zu den gefährlichsten und lebensbedrohlichsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Wer gefährdet ist und wie man vorbeugt.

Verengungen im Darm verhindern den Abtransport des Stuhl

Nicht nur Neugeborene und Kleinkinder sind vom Darmverschluss betroffen. Auch bei Erwachsenen kann der Transport des Stuhlgangs zum Erliegen kommen. So können nach einer Bauchoperation Verwachsungen entstehen, die den Darm einengen. Tumore oder eingeklemmte Bauchwandbrüche können den Abtransport des Stuhls ebenfalls behindern. Doch auch harter Kot kann zum Verschluss führen.

Nach Angaben der TK ist die Hälfte der Darmverschlüsse in Höhe des Dünndarms auf Verwachsungen zurückzuführen. Darmverschlüsse in Höhe des Dickdarms seien zu 60 Prozent durch bösartige Tumore bedingt.

Darmverschluss durch Lähmung des Darm

Doch nicht nur Verengungen im Darm können zu Darmverschluss führen. Auch ein gelähmter Darm kann Schwierigkeiten bereiten. Dazu kommt es beispielsweise aufgrund einer Vergiftung - ausgelöst durch Medikamente, bestimmte Speisen oder Alkohol. Nach Angaben der TK gehören Bauchfellentzündungen, Durchblutungsstörungen des Darms sowie hormonelle Störungen - wie sie in der Schwangerschaft auftreten können - ebenfalls zu den Risikofaktoren. Nach Operationen und bei Diabetes mellitus sei das Risiko ebenfalls erhöht.

Erste Symptome meist unspezifisch

Zu den ersten, eher unspezifischen Warnzeichen gehören häufiges Aufstoßen, Bauchschmerzen, Erbrechen, aber auch Übelkeit und Fieber. In vielen Fällen beschleunigt zudem der Puls. Der Verschluss kann aber auch mit starkem Durchfall oder blutigem Stuhlgang einsetzen. Ein Arzt sollte dann schnellstmöglich die Ursache klären.

Bleibt der Stuhlgang aus, wird es gefährlich

Ist der Verschluss bereits weiter fortgeschritten, haben Betroffene überhaupt keinen Stuhlgang mehr. Auch Winde gehen keine ab. Das führt zu heftigen krampfartigen Bauchschmerzen. In schlimmen Fällen wird der Kot sogar erbrochen. Spätestens dann muss der Betroffene zum Arzt. Wer operiert wurde oder unter Diabetes leidet, sollte das dem Arzt sagen und ihm auch seinen Verdacht auf einen Darmverschluss mitteilen. Liegt ein Darmverschluss vor, müsse schnell gehandelt werden, da dieser ein potentiell lebensbedrohliches Krankheitsbild sei, so die TK.

Oft hilft nur noch eine Operation

Als erste Maßnahme führen Ärzte dem Betroffenen über einen Tropf Flüssigkeit zu. Dann versuchen sie, mit Hilfe von Medikamenten und Einläufen, den Verschluss zu lösen. Gelingt das nicht, muss häufig operiert werden.

Da hinter Darmverschluss vielfältige Ursachen stecken können, ist es oft schwer, vorzubeugen. Wichtig ist, dass die Warnzeichen ernst genommen werden und man sich nicht scheut, einen Arzt aufzusuchen, wenn man unter den oben genannten Symptomen leidet. Das gilt auch, wenn man schon mehrere Tage nicht mehr richtig auf der Toilette war.

Viel trinken für weichen Stuhlgang

Allerdings kann auch harter Kot zu dem Verschluss führen - und hier kann in der Regel jeder etwas tun. Um den Stuhlgang weich zu halten, sollte man viel trinken. Am besten gleich nach dem Aufstehen ein Glas stilles Wasser. Wer sich zudem regelmäßig bewegt, aktiviert seinen Stoffwechsel und regt so auch die Darmtätigkeit an. Zu viel Sitzen dagegen lässt die Darmmuskulatur erschlaffen.

Wer generell Schwierigkeiten mit dem großen Geschäft hat, kann mit Weizenkleie oder Flohsamen seinen Stuhlgang aufweichen und die Verdauung anregen. Auch getrocknete Früchte wie Pflaumen helfen. Die in Obst, Gemüse und Vollkorn enthaltenen Faserstoffe massieren den Darm ebenfalls und helfen bei der Ausscheidung.

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