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Fasten: So machen Sie es richtig

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Heilfasten  

Mit Saft und Brühe zu neuem Wohlbefinden

30.01.2013, 15:29 Uhr | dpa

Fasten: So machen Sie es richtig. Klare Brühe ist ein wichtiger Bestandteil jeder Fastenkur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Klare Brühe ist ein wichtiger Bestandteil jeder Fastenkur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Tagen und Wochen voller Gebäck, Alkohol und fettigem Essen beginnt am Aschermittwoch (13. Februar) die Fastenzeit. Katholiken, aber auch viele nichtgläubige Menschen, nehmen sich dann vor, für gewisse Zeit auf feste Nahrung zu verzichten. Abnehmen wird dabei zur Nebensache, es geht vor allem darum, dem Körper etwas Gutes zu tun. Experten erklären, wie Sie richtig fasten.

Fasten soll glücklich machen

Fastenanhänger sind überzeugt: Zeiten ohne Nahrung tun dem Körper gut. Fasten soll Körper und Seele reinigen, glücklich machen und sogar Krankheiten lindern. Wie oft Chefarzt Dr. Andreas Buchinger schon gefastet hat, kann er nicht mehr zählen. Er macht es nach Bedarf und Gefühl und immer nach der Methode, die sein Großvater Otto entwickelt hat. Buchinger rät, in einer wohltuenden Atmosphäre, möglichst unter ärztlicher Aufsicht, zu fasten. Über Brühen, Säfte und Tees nehmen die Fastenden täglich rund 250 Kalorien zu sich. Viel Bewegung gehört zum Tagesablauf und sorgt dafür, dass in der Zeit weniger Muskelmasse abgebaut und stattdessen die Fettverbrennung angeregt wird.

Das körperliche Wohlbefinden steht im Vordergrund

Gerade die Fettverbrennung war Carolin Tauber*, die mit Übergewicht zu kämpfen hat, wichtig. "Sieben Kilo habe ich dieses Mal abgenommen", freute sie sich nach 17 Fastentagen im vergangenen Jahr. "Die sind bis jetzt auch nicht wieder drauf." Doch die Gewichtsabnahme sollte nur ein Nebeneffekt des Fastens sein. Darauf weist auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin. Sie kritisiert zudem, dass viele positive Wirkungen des Heilfastens wissenschaftlich kaum oder nur ungenügend belegt sind. Wichtiger ist für die Befürworter aber ohnehin das körperliche Wohlbefinden - auch und gerade bei bestimmten Krankheiten. Buchinger setzt Fasten etwa bei Stoffwechselstörungen, Arthrosen, Rheuma und Darmproblemen ein.

Bei Diabetes und Lebererkrankungen ist Fasten verboten

Die Liste der Indikationen ist lang - ebenso die Liste der Krankheiten, bei denen man auf keinen Fall fasten sollte: Dazu gehören Leber- und Nierenschädigungen, schwere Depressionen, Psychosen, Herzerkrankungen und Diabetes, aber auch Schwangerschaft und Stillzeit. Die DGE betont, dass das Heilfasten eine medizinisch notwendige Therapie nicht ersetzen kann. Grundsätzlich gilt deshalb: Vor dem Fasten den Hausarzt fragen, ob die eigene Gesundheit die Fastenzeit verträgt. Und ohne ärztliche Betreuung nicht länger als eine Woche auf Nahrung verzichten. Wobei Fasten in der Gruppe natürlich mehr Spaß macht und die Motivation erhält, wie Andreas Michalsen sagt. Der Professor für klinische Naturheilkunde an der Charité in Berlin rät, sich einer Fastengruppe anzuschließen.

Nach der Fastenzeit nicht in schlechte Gewohnheiten zurückfallen

"Es ist wichtig, dass man motiviert ist und ein längerfristiges Ziel hat", ergänzt Buchinger. "Man muss mit dem Fasten den Gedanken verbinden: Ich will etwas in meinem Leben ändern, um gesund zu werden oder zu bleiben." Zu einem gesunden Leben gehört bekanntlich viel Bewegung, frische Luft, gesundes Essen und wenig Stress. Das Fasten ist damit wie die Reset-Taste am Computer, vergleicht es Michalsen. Danach dürfe man nicht mit den schlechten Gewohnheiten weitermachen.

Fasten zeigt sichtbare Erfolge

Fastenpatientin Tauber passt nach 17 Tagen Fasten wieder in viele ihrer alten Kleidungsstücke. Ihr Gesicht ist schmaler, die Augen klarer. Nun versucht sie, gesünder zu leben. "Ich kaufe mehr Obst, mehr Gemüse, esse weniger Kohlenhydrate", sagt sie. Und sie hat sich fest vorgenommen, in diesem Jahr mit Freundinnen wieder zu fasten.

* Name wurde auf Wunsch der Betroffenen geändert.

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