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Analthrombose: Schmerzhafte Knoten am After sofort behandeln

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Knoten am Anus  

Analthrombose kann schmerzhaft sein

11.05.2017, 10:16 Uhr | ag

Analthrombose: Schmerzhafte Knoten am After sofort behandeln. Hinter schmerzhaften Knoten am After kann eine Analthrombose stecken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hinter schmerzhaften Knoten am After kann eine Analthrombose stecken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Analthrombose kommt immer plötzlich. Typisch sind ein oder mehrere blaurote Knoten am Afterrand. Sie können so schmerzhaft sein, dass sie das Sitzen unerträglich machen.

Im Unterschied zu Hämorrhoiden wachsen Analthrombosen jedoch nicht aus dem Anus heraus. Die Ausbuchtungen befinden sich vielmehr am Afterrand. Sie werden daher auch als "falsche Hämorrhoiden" bezeichnet. Wie die Behandlung aussieht, hängt von der Größe der Knoten und der Intensität der Schmerzen ab.

Symptome
So macht sich eine Analthrombose bemerkbar

Die Ursache für eine Analthrombose ist ein Blutstau am After. Dabei handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das eine Vene im Anus oder an dessen Rand verstopft. Am häufigsten treten Analthrombosen im mittleren Alter zwischen 25 und 55 auf. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Typischerweise verspüren die Betroffenen nach dem Stuhlgang einen plötzlichen Schmerz am After, der sie schlimmstenfalls bis zur Gehunfähigkeit behindert. Meist geht dem Schmerz eine schwere Anstrengung voraus. So unangenehm und schmerzhaft die Analthrombose auch sein mag: Sie ist harmlos und bildet sich bei richtiger Behandlung in der Regel nach kurzer Zeit wieder ohne bleibende Schäden zurück.

Unterschied zu Hämorrhoiden
So unterscheiden sie Analthrombose von Hämorrhoiden

Vom Laien wird die Analthrombose häufig mit Hämorrhoiden verwechselt. Doch beide Enddarmerkrankungen können klar voneinander unterschieden werden: Eine Analthrombose liegt immer am Rand des Anus, ist schmerzhaft und blutet nicht. Hämorrhoiden dagegen verursachen - zumindest im Anfangsstadium - keine Schmerzen und bluten. Zudem treten sie nur innerhalb des Anus auf und sind im Gegensatz zu den Knoten der Analthrombose mit Schleimhaut bedeckt.

Auf einen Blick: Alles Wichtige zu Hämorrhoiden

Ursachen
Alkoholkonsum und scharfes Essen als mögliche Ursache

Die Auslöser für eine Analthrombose können verschieden sein. Sie kann unter anderem durch langes Sitzen auf hartem Untergrund hervorgerufen werden. Aber auch der übermäßige Konsum von Alkohol, Kaffee und scharfen Gewürzen begünstigt die Bildung der Wölbungen. Ebenso können Analsex, Durchfall oder starkes Pressen beim Stuhlgang einer Analthrombose vorausgehen. Bei Frauen tritt die Erkrankung infolge der hormonellen Umstellung bevorzugt vor der Regelblutung oder während der Schwangerschaft auf. Die Größe der Knoten, die von Druckgefühl, stechenden Schmerzen, Juckreiz oder Brennen begleitet sein können, variiert von stecknadelkopf- bis pflaumengroß.

Behandlung
Schmerzmittel, Salben oder Skalpell

Die Diagnose der Analthrombose erfolgt durch einfaches Abtasten. Dabei kann der Arzt andere Erkrankungen wie Hämorriden, einen Abszess oder einen bösartigen Tumor ausschließen. Die Behandlung einer Analthrombose richtet sich nach der Größe der Knoten und den Beschwerden. Bei leichten Schmerzen oder Druckgefühl kann der Arzt eine Schmerzmittel oder eine örtlich betäubende Salbe verordnen. In den meisten Fällen können abschwellende Maßnahmen in Form von Zäpfchen und Sitzbädern helfen. Bei starken Schmerzen und wenn der Thrombus zu platzen droht, ist dagegen ein chirurgischer Eingriff nötig. Er erfolgt meist in Lokalanästhesie. Dabei entfernt der Chirurg entweder die gesamte Analvenenthrombose oder schneidet den Knoten ein, so dass sich der Thrombus entleeren kann.

Das können Sie tun
Ausreichend trinken und Analhygiene beachten

Patienten sollten mit einer akuten, schmerzhaften Analthrombose strenge Bettruhe einhalten. Manchmal tun kühlende Kompressen gut. Solange die Analthrombose nicht ausgeheilt ist, sollten Sie in jedem Falle auf weichen Stuhl achten, indem sie ballaststoffreiche Kost bevorzugen und vor allem ausreichend trinken. In Absprache mit dem Arzt kann auch ein leichtes Abführmittel genommen werden. Ferner empfiehlt sich eine schonende Analhygiene mit Feuchtreinigung unter fließendem Wasser oder der Dusche. Dabei sollten Sie möglichst auf Seife oder Shampoo verzichten, um eine weitere Reizung zu vermeiden.

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