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Reißverschlüsse häufigster Grund für Penisverletzungen

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US-Studie: Reißverschlüsse sind häufigster Grund für Penisverletzungen

20.03.2013, 14:41 Uhr | irb/ Spiegel Online

Reißverschlüsse häufigster Grund für Penisverletzungen. Alltäglich, praktisch, aber nicht ungefährlich: Der Reißverschluss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alltäglich, praktisch, aber nicht ungefährlich: Der Reißverschluss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Selten, aber schmerzhaft: In den USA landeten zwischen 2002 und 2010 mehr als 17.000 Männer mit einer Reißverschlussverletzung an ihrem Penis in der Notaufnahme. Auch viele Kinder sind betroffen.

Jährlich enden 2000 Reißverschlusspannen in der Notaufnahme

"Reißverschlussverletzungen - Tipps und Tricks für den Urologen". So heißt der Titel eines Fachbuchs, den drei deutsche Ärzte 1999 veröffentlichten. Den Inhalt fassen die Autoren kurz und knapp auf einen Satz zusammen: "Lösen eines die Genitalhaut einklemmenden Reißverschlusses." Dass derartige Blessuren in der Praxis durchaus Relevanz haben, zeigt eine aktuelle amerikanische Studie. Demnach landen jährlich knapp 2000 Patienten mit einer Reißverschlussverletzung am Penis in US-Notaufnahmen.

US-Studie zeigt, wer besonders gefährdet ist

Bisher existiert das Thema Reißverschlussverletzungen in der Forschung nur in kleineren Fallberichten oder Untersuchungen. Mit ihrer Studie wollten die Wissenschaftler um Herman Bagga von der University of California erstmals im großen Rahmen ergründen, wie weit verbreitet die Unfälle wirklich sind - und wen sie vor allem treffen. "Indem wir die Risikogruppen in der Gesellschaft beschreiben, hoffen wir, zur Prävention beizutragen und die Bereitschaft zur Behandlung zu verbessern", schreiben sie in der Fachzeitschrift "BJU international".

Reißverschluss verursacht ein Fünftel aller Genitalverletzungen

Für ihre Untersuchung durchforsteten die Forscher das National Electronic Injury Surveillance System (NEISS). Der Datensatz sammelt von rund hundert für die USA repräsentativen Krankenhäusern Informationen zu den Patienten in den Notaufnahmen, ihren Verletzungen und deren Ursachen. Die Daten gelten als repräsentativ, aus ihnen lassen sich Schätzungen für die gesamte USA ableiten. Innerhalb der Datensammlung suchten die Forscher zuerst nach allen Patienten, die zwischen 2002 und 2010 mit einer Genitalverletzung ins Krankenhaus gekommen waren. Anschließend werteten sie die Fälle aus und dokumentierten Ursachen sowie jene Teile der Genitalien, die Schaden genommen hatten.

Hochgerechnet mussten in den neun Jahren 81.448 Patienten in den USA wegen einer Penisverletzung in die Notaufnahme, zwei Drittel von ihnen waren Kinder. Bei rund einem Fünftel der Fälle war der Reißverschluss an der Verletzung schuld, geschätzte 17.616 mussten wegen eines solchen Malheurs in die Klinik. Da die Studie nur die Fälle in der Notaufnahme erfasse, liege die tatsächliche Fallzahl vielleicht sogar noch höher, schreiben die Forscher. Im Durchschnitt waren die Patienten 22 Jahre alt, am häufigsten wurden ihr Penis und ihre Vorhaut eingeklemmt. Nur in weniger als einem Prozent der Fälle kamen auch die Hoden zwischen die Reißverschlusszähne.

Reißverschluss birgt für Männer größte Gefahr

Bei den Männern berge der Reißverschluss damit die größte Gefahr für eine Penisverletzung, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Knapp 30 Prozent resultierten bei ihnen aus einem Unfall mit dem Kleidungsstück. Bei Kindern hingegen war er nur für knapp 17 Prozent der Blessuren verantwortlich und damit hinter Quetschungen durch den Toilettensitz der zweithäufigste Grund für Penisverletzungen. "Mit unserer Studie konnten wir bestätigen, dass Reißverschlussverletzungen eine übliche Form von Penisverletzungen nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen sind", so die Urologen.

Bei Unfall mit dem Reißverschluss schnell zum Arzt

Passiert ein Unfall, lässt sich aus den Ergebnissen der Forscher ein einfacher Ratschlag ablesen: Die Betroffenen sollten möglichst schnell zum Arzt gehen. In 98 Prozent der Fälle konnten die Mediziner sofort helfen und die Patienten noch am selben Tag nach Hause schicken. In der Zeit von 2002 bis 2010 gab es in den 100 analysierten Notaufnahmen nur zwei Fälle, bei denen sich der Penis nur mit einer Operation wieder befreien ließ. Bei elf Männern allerdings hatte sich Haut um die Stelle entzündet, sie alle waren erst zwei Tage nach dem Einklemmen zum Arzt gegangen.

Vorsicht ist die beste Präventionsmaßnahme

Wie es zu den Verletzungen kam, konnten die Forscher aus ihrem Datensatz nicht lesen. Es war weder erfasst, ob die Patienten zum Zeitpunkt der Verletzung Unterhosen trugen, noch ob sie beschnitten waren, was laut kleinen Studien vor solchen Unfällen schützt. Frühere Studien haben aber gezeigt, dass ein großer Teil der Verletzungen unbeabsichtigt passiert - beim Schließen der Hose.

Deshalb fällt das Fazit der Forscher eher nüchtern und simpel aus: "Ein wichtiges Element der Prävention ist wahrscheinlich, bei der Benutzung des Reißverschlusses einfach besser aufzupassen", schreiben sie. Eltern raten sie dazu, lieber Hosen mit einem elastischen Bund zu verwenden, bis das Kind mit einem Reißverschluss konzentriert umgehen könne.

Reißverschluss schon 100 Jahre alt

Dabei wurde der moderne Reißverschluss ursprünglich vor genau 100 Jahren, 1913, vom schwedischen Erfinder Gideon Sundbäck entwickelt und als Verschluss für Kinderkleidung vermarktet, da er einfach zu bedienen ist. An ernsthafte Verletzungen hat Sundbäck damals wohl noch nicht gedacht.

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