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HIV: Jede zweite HIV-Infektion wird erst spät erkannt

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Geschlechtskrankheiten  

Experte: Jeder zweite HIV-Infektion erst spät erkannt

29.04.2013, 14:12 Uhr | dpa

HIV: Jede zweite HIV-Infektion wird erst spät erkannt . HIV: Eine hohe Zahl von HIV-Infektionen wird nicht oder erst spät diagnostiziert.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine hohe Zahl von HIV-Infektionen wird nicht oder erst spät diagnostiziert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unwissen, Scham oder Verdrängung: Eine Vielzahl von HIV-Infizierten stellt sich nicht frühzeitig beim Arzt vor. Jede zweite Infektion mit dem Virus wird daher viel zu spät erkannt. Auch Mediziner diagnostizieren, in manchen Fällen Symptome, die auf eine HIV-Infektion hinweisen, nicht oder erst zu spät. Das kann weitreichende Folgen haben. Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen.

HIV wird oft zu spät diagnostiziert

Immer noch wird eine hohe Zahl von HIV-Infizierten nicht oder erst spät diagnostiziert - das hat nach Ansicht von Experten vielseitige Folgen. "Die Gruppe stellt inzwischen ein ziemliches Problem dar", sagt HIV-Experte und Mediziner Georg Härter von der Universitätsklinik Ulm. "Dabei ist die frühe Diagnose nicht nur essenziell, um Ansteckungen zu vermeiden, sondern auch für einen optimalen Therapiestart", ergänzt Härter.

3.400 Neuinfektionen im letzten Jahr

Hochrechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge sind gut die Hälfte der neu diagnostizierten Fälle sogenannte Late Presenter. Das sind Infizierte, die bei der Diagnose bereits ein deutlich geschwächtes Immunsystem aufweisen oder eine Aids-Erkrankung entwickelt haben, also schon therapiebedürftig sind. 2012 gab es in Deutschland nach RKI-Angaben insgesamt etwa 3.400 Neuinfektionen. 

Hat der Patient bereits Aids-Symptome wie bestimmte Formen der Lungenentzündung, ist er trotz moderner Medizin von einem höheren Sterblichkeitsrisiko betroffen, sagt der Mediziner. Die Therapie schlägt häufig nicht so gut an, weil die Infizierten kränker sind.

HIV immer noch ein Tabu-Thema

Die Zahl der Late Presenter ist in den vergangenen Jahren zwar konstant aber hoch geblieben. Für diese Entwicklung gibt es verschiedene Gründe. "Ich sehe eine potenzielle Gefahr, weil die HIV-Infektion leider immer noch stigmatisierend ist und daher viele eine mögliche Infektion verdrängen oder sich nicht trauen, das Thema beim Hausarzt anzusprechen", beschreibt Härter seine Erfahrung als Oberarzt.

Fieber und Durchfall können Symptome sein

Es sei sehr wichtig, auch andere Mediziner für das Thema zu sensibilisieren, Warnsymptome zu erkennen und mit den Patienten einen HIV-Test zu besprechen. Es gibt Fälle, in denen auf HIV hinweisende Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust nicht mit dem Virus in Verbindung gebracht worden sind.

Auch Ärzte müssen geschult werden

Aber auch jede Geschlechtskrankheit sollte hellhörig machen und zu Nachfragen bei den Patienten führen, sagt Härter. "Aufgrund der erhöhten Zahlen von Late Presentern raten die Aids-Gesellschaften, niedergelassene Ärzte um das Wissen zu schulen, wie kann ich HIV oder Aids vielleicht früher diagnostizieren." 

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