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Eichenprozessionsspinner: Giftraupe ist wieder da

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Giftraupe auf dem Vormarsch

24.05.2013, 11:10 Uhr | hut

Eichenprozessionsspinner: Giftraupe ist wieder da. Nur wenige Zentimeter groß und doch so gefährlich: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners. (Quelle: imago/Becker&Bredel)

Nur wenige Zentimeter groß und doch so gefährlich: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners. (Quelle: imago/Becker&Bredel)

Sie sind klein, behaart und äußerst gefährlich: Die Eichenprozessionsspinner-Raupen haben wieder Saison. Vor kurzem sind die grauen Raupen geschlüpft. Nun bilden sie ihre giftigen Brennhaare aus, mit denen sie juckende Hautausschläge und schmerzhafte Entzündungen bei Joggern und Passanten auslösen. Einige Kommunen haben bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Doch die Gefahr ist dadurch nicht gebannt, denn bei voll entwickelten Raupen bleibt das Gift der Haare lange aktiv.

Gifthärchen lösen Entzündungen aus

In ganz Deutschland ist der Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch. Der Falter selbst ist ungefährlich, doch die feinen Haare, die die Raupen des Eichenprozessionsspinners tragen, sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. Sie enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung mit der Haut Ausschläge und starken Juckreiz auslöst, die tagelang anhalten können. Im Auge ruft das Gift zudem schmerzhafte Bindehautentzündungen hervor und auch der Rachen wird schnell gereizt. Bei sehr empfindlichen Menschen lösen die feinen Härchen sogar allergische Schockreaktionen aus, die zu Atemnot und lebensbedrohlichen Asthmaanfällen führen können.

Städte und Gemeinden haben Schutzmaßnahmen eingeleitet

Die Raupen wandern in Gruppen und gehen in einer Art "Prozession" auf Nahrungssuche. Daher stammt auch der Name des "Prozessionsspinners". Seit diesem Jahr dürfen die Tiere mit einem neu zugelassenen biologischen Gift bekämpft werden. Es enthält ein Bakterium, das die Raupen vernichtet. Erste Sprühaktionen haben bereits in Berlin und Frankfurt begonnen. Vom Helikopter und dem Boden aus werden die Eichenwälder großflächig mit dem Gift versehen, noch bevor die Larven ihre Brennhaare ausgebildet haben. Allerdings bleibt den Kommunen nicht mehr allzu lange Zeit dazu, denn schon in ein bis zwei Wochen werden die Raupen das dritte Larvenstadium erreicht haben. Dann sind ihre giftigen Haare bereits voll entwickelt und können sich durch die Luft verteilen.

Härchen der Raupen halten sich hartnäckig

Doch auch Gebiete, in denen das Biogift rechtzeitig eingesetzt wird, sind nicht vollends von der Gefahr gefeit, die von den giftigen Härchen ausgeht. Denn selbst wenn die jungen Raupen vernichtet wurden, bleiben die alten Nester aus den Vorjahren zurück. In ihnen haben sich bereits Brennhaare gesammelt, die bis zu drei Jahre lang aktiv bleiben. Und ein einziger Windstoß genügt, um die feinen Härchen über hundert Meter weit durch die Luft zu verbreiten.

Örtliche Warnhinweise beachten

Ist die Haut einmal in Kontakt mit den Brennhaaren geraten und ein Hautausschlag entstanden, sollte möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden. Er verschreibt antiallergische Medikamente und kortisonhaltige Salben, die rasch die Beschwerden lindern. Auch rechtzeitige Kühlung kann helfen. Kleider, die mit den Härchen in Berührung kamen, sollten gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, rät das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Auch die Haare sollte man waschen und gereizte Augen gegebenenfalls mit Wasser ausspülen. Generell empfiehlt es sich, in der Zeit zwischen Mai und Juli Wälder zu meiden und in der Umgebung von Eichen lange Kleidung zu tragen. Spaziergänger sollten unbedingt örtliche Warnhinweise beachten.

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