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Schmerzmittel: Schmerzmittel: Forscher warnen vor Wirkstoff Diclofenac

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EU-Behörde warnt vor Schmerzmittel Diclofenac

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Schmerzmittel: Schmerzmittel: Forscher warnen vor Wirkstoff Diclofenac. Schmerzmittel: Forscher warnen vor dem Wirkstoff Diclofenac. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmerzmittel: Forscher warnen vor dem Wirkstoff Diclofenac. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Schmerzmittel Diclofenac ist beliebt, in der Apotheke gibt es das Medikament auch ohne Rezept. Jetzt weist die EU-Medikamentenbehörde auf Nebenwirkungen hin. Es gebe ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.

Wirkstoff rezeptfrei erhältlich

Die EU-Arzneimittelbehörde (Ema) warnt vor den Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen des Schmerzmittels Diclofenac. Der Wirkstoff ist in Deutschland auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und gehört zu den beliebtesten Schmerzmitteln überhaupt.

Das Arzneimittelsicherheitskomitee der Ema begründet seine Warnung damit, Diclofenac sei hinsichtlich der Risiken für Herz und Kreislauf vergleichbar mit den sogenannten Cox-2-Inhibitoren. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist Rofecoxib, bekannt unter dem Namen Vioxx. Hersteller MSD Sharp & Dohme musste das Schmerzmittel 2004 vom Markt nehmen, nachdem in einer Studie ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle bekannt geworden war.

Gel-und Salben mit dem Wirkstoff sind nicht betroffen

Die Ema-Warnung bezieht sich auf die sogenannte systemische Gabe von Diclofenac, also zum Beispiel in Form von Tabletten oder als Infusion. Betroffen sind vor allem Patienten, die mehr als 150 Milligramm Diclofenac täglich einnehmen oder über einen längeren Zeitraum damit behandelt werden. Das Schmerzmittel ist auch in Gel- oder Salbenform erhältlich - für diese gilt die Warnung nicht.

In absoluten Zahlen erhöht das Schmerzmittel das Risiko wie folgt: Wenn tausend Personen mit einem durchschnittlichen Herz-Kreislauf-Risiko Diclofenac einnehmen, erleiden elf von ihnen binnen eines Jahres eine Herzattacke. Ohne Diclofenac sind es dagegen acht, so die Ergebnisse einer Studienanalyse.

Herzinfarkt-Patienten sind besonders gefährdet

Das zuständige Ema-Gremium Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (Prac) betont, die positive Wirkung von Diclofenac überwiege nach wie vor gegenüber den Risiken. Konkret bedeutet die Ema-Warnung, dass Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-Krankheiten kein Diclofenac verwenden sollten. Dazu gehören Menschen, die schon einmal einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatten, die an Herzschwäche oder koronarer Herzkrankheit leiden. Vorsichtig sollten auch Patienten sein, die unter Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten oder Diabetes leiden, außerdem Raucher.

Diclofenac erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Diclofenac wird wegen seiner schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung vor allem bei Knochen- oder Gelenkverletzungen eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR oder NSAID), zu denen auch Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Ibuprofen zählen. Die Wirkstoffe hemmen das Enzym Cyclooxygenase (Cox), wodurch weniger Entzündungsbotenstoffe produziert werden. Verschiedene Studien haben in den vergangenen Jahren ergeben, dass NSAR das Risiko von Thrombosen in den Schlagadern und damit das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle erhöhen können.

Diclofenac häufiger verkauft als Ibuprofen

Die Ema beschäftigt sich seit Oktober 2012 gezielt mit Diclofenac, weil in einer Analyse der verfügbaren Studien zu NSAR aufgefallen war, dass Diclofenac im Vergleich zu anderen Wirkstoffen die Herz-Kreislauf-Risiken stärker erhöht. Der Risikoanstieg sei mit den Cox-2-Inhibitoren wie Rofecoxib vergleichbar, so die Ema in ihrer Mitteilung. Anders als der Vioxx-Wirkstoff hemmt Diclofenac nicht nur das Enzym Cox-2, sondern auch das verwandte Cox-1.

Diclofenac war lange Zeit das meistverordnete NSAR und wurde laut "Arzneimittelreport" erst 2012 von Ibuprofen überholt. 2011 wurden mehr als 423 Millionen Tagesdosen Diclofenac in unterschiedlichen Formen verordnet. Hinzu kommen die frei verkauften Präparate, die der "Arzneimittelreport" nicht erfasst.

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