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Hämatom im Gehirn wird oft spät bemerkt

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Unspezifische Symptome  

Hämatom im Gehirn wird oft spät bemerkt

09.10.2013, 11:01 Uhr | hut, AP

Hämatom im Gehirn wird oft spät bemerkt. Blutgerinnsel können Gefäße verschließen und so einen Schlaganfall auslösen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blutgerinnsel können Gefäße verschließen und so einen Schlaganfall auslösen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es sind meist anhaltende, drückende Kopfschmerzen, die Betroffene quälen. Im späteren Stadium kommen häufig auch Verwirrtheit und Schwindel hinzu. Dass dahinter ein Bluterguss im Gehirn stecken kann, ahnen die Wenigsten. Stellt der Arzt schließlich ein drückendes Hämatom unter der Hirnhaut fest, rät er in der Regel zur Operation. Auch die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner musste sich kürzlich einer solchen unterziehen. Wie man Blutergüsse im Gehirn erkennt und was Sie dagegen tun können.

Ältere Menschen häufiger betroffen

Subdurale Hämatome, also Blutergüsse unter der harten Hirnhaut, können nach Kopfverletzungen oder durch Störungen der Blutgerinnung entstehen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen, da sich bei ihnen durch das altersbedingte Schrumpfen des Gehirns auch ohne äußerliche Einflüsse Risse in den Venen bilden können. Ein subdurales Hämatom wird oft erst spät bemerkt, da das langsam austretende Blut nicht so schnell Druck auf das Gehirn ausübt.

Symptome sind unspezifisch

Die Symptome hängen von der Größe und der Lage des Blutergusses ab. Betroffene fühlen oft einen drückenden Kopfschmerz. Ein Hämatom kann aber auch zu Verwirrtheit und Gedächtnisverlust führen. Außerdem können Probleme beim Sprechen, Schlucken und Gehen auftreten. Seltener setzen Krampfanfälle sowie Lähmungen in Armen, Beinen und im Gesicht ein. Da die Symptome recht unspezifisch sind, liefern meist nur Computerscans des Kopfes oder eine Magnetresonanztomographie einen eindeutigen Befund.

Schmerzfreie Hämatome müssen nicht sofort operiert werden

Bleibt der Bluterguss klein und löst keinerlei Beschwerden aus, ist eine akute Behandlung oft nicht erforderlich. Drückt das Hämatom jedoch schmerzhaft aufs Gehirn, wie im Fall von Fernández de Kirchner, muss gegebenenfalls operiert werden, um eine dauerhafte Schädigung des Gehirns zu verhindern. In der Regel werden dabei kleine Löcher in den Schädel gebohrt, um den Druck zu verringern und Flüssigkeit abzusaugen. Bei großen Hämatomen ist eine komplette Öffnung des Schädels notwendig - eine sogenannte Kraniotomie.

Über 80 Prozent der Patienten profitieren von einer OP

Der Eingriff ist mit Risiken verbunden. Doch zwischen 80 und 90 Prozent der Patienten erleben nach der Operation eine deutliche Verbesserung der Hirnfunktionen. Der Genesungsprozess kann allerdings langwierig und manchmal auch nicht vollständig sein. Patienten müssen oft bis zu einem Jahr lang Medikamente einnehmen, um Krampfanfälle zu verhindern. Außerdem können Symptome wie Gedächtnisverlust, Aufmerksamkeitsprobleme, Angstzustände, Schlafstörungen und Kopfschmerzen auftreten. Die meisten Patienten erholen sich innerhalb von sechs Monaten. Allerdings wird manchmal auch eine weitere Operation notwendig, wenn sich erneut Flüssigkeit im Gehirn ansammelt.

Alkohol erhöht das Risiko

Hämatomen kann man kaum vorbeugen. Beim Sport sollten Sie möglichst Ihren Kopf schützen. Patienten, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten besonders vorsichtig sein und auch nach einer kleinen Kopfverletzung zeitnah einen Arzt aufsuchen. Auch hoher Alkoholkonsum kann das Risiko für Hirnblutungen erhöhen. Trinken Sie daher nur in Maßen.

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