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Gallensteine: Ursachen und Entstehung von Cholelithiasis

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Frauen sind häufiger betroffen  

Ursachen und Entstehung von Gallensteinen

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Gallensteine: Ursachen und Entstehung von Cholelithiasis. Was tun bei Gallensteinen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was tun bei Gallensteinen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Menschen haben Gallensteine ohne es zu wissen, 15-20 Prozent der Deutschen sind betroffen. Der Grund ist einfach: Gallensteine – auch Cholelithiasis genannt – sind in der Regel erst ab einer bestimmten Größe spürbar. Eine Gallenkolik ist ein typisches Symptom.

Entstehung von Gallensteinen

Gallensteine sind Gebilde aus fest gewordener Gallenflüssigkeit. Das dickflüssige Sekret, das die Leber bildet, wird in der Gallenblase gespeichert. Ist die Zusammensetzung dieser Verdauungsflüssigkeit unausgeglichen, können Gallensteine entstehen.

Eine Rolle bei der Entstehung von Gallensteinen kann ungesunde und fettreiche Ernährung spielen. Aber auch Krankheiten und erbliche Vorbelastung können der Grund für Gallensteine sein. 

Warum ist die Galle so wichtig?

Die Gallenflüssigkeit hilft unserm Körper bei der Verdauung von Fetten. Über den Gallensaft werden außerdem Giftstoffe und Abbauprodukte ausgeschieden. Die Gallenblase fungiert wie einer Art Speicher, der immer eine kleine Menge der wichtigen Verdauungsflüssigkeit bereit hält.

Ursachen
Frauen über 40, blond, übergewichtig = Risikogruppe Gallensteine

Meist sind es mehrere Faktoren, die als Ursache für die Entstehung von Cholelithiasis beitragen. Das Geschlecht spielt dabei eindeutig eine Rolle. Frauen sind doppelt so oft betroffen, wie Männer. Weitere Faktoren sind fettreiche Ernährung und Übergewicht. Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) begünstigen die Entstehung von Gallensteinen zusätzlich.
Blonde Frauen über 40, die Kinder geboren haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Mediziner sprechen hier von der sogenannten 5-F-Regel: "Female, fair, fat, forty, fertile", also weiblich, blond, übergewichtig, (über)vierzig und fruchtbar.
Kommt Cholelithiasis in Ihrer Familie häufiger vor, kann auch für Sie ein erhöhtes Risiko bestehen – hier spricht man von einer sogenannten genetischen Disposition.

Gallenstein-Arten
Man unterscheidet drei verschiedene Zusammensetzungen

Cholesterinsteine kommen in Industrieländern am häufigsten vor, nämlich in 80 Prozent der Fälle. Sie können mit bis zu 13 Millimetern relativ groß werden. Die Ernährung spielt bei ihrer Entstehung eine nachgewiesene Rolle.
Pigmentsteine sind in der Regel kleiner als Cholesterinsteine. Die Ernährung spielt bei ihrer Entstehung keine Rolle. Pigmentsteine werden durch Erkrankungen wie beispielsweise chronische Hämolysen oder Leberzirrose verursacht.

Mischungen aus Cholesterin- und Pigmentsteinen sind die dritte Art und kommen relativ selten vor. Neben der Ernährung begünstigen entzündliche Prozesse im Körper die Entstehung dieser Steine.

Ernährung
Was wir essen, spielt eine große Rolle bei Gallensteinen

Nicht nur fett- und kalorienreiche Nahrung erhöht Ihr Gallenstein-Risiko, auch Fasten oder strenge Diäten können Cholelithiasis begünstigen. Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Phänomenen? Bei fett- und kalorienreicher Nahrung begünstigt Übergewicht die Bildung von Gallensteinen. Bei Nulldiäten hingegen wird dem Köper kein Fett zugeführt. Die Gallenflüssigkeit wartet allerdings in der Gallenblase auf ihren "Einsatz" und staut sich an und dickt ein. Das fördert die Bildung von Kristallen, Gallensteine können entstehen.

Ausführlich: Auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten

Symptome
Erste Beschwerden von Gallensteinten sind oft unspezifisch

Die ersten Symptome sind häufig schwer zu erkennen. Während- oder nach dem Essen, besonders von fettreicher Nahrung, kann es zu Schmerzen im rechten Oberbauch und einem Völlegefühl kommen. Blähungen und Sodbrennen können ebenfalls auftreten. Bestimmte Speisen, kalte Getränke oder Kaffee werden plötzlich nicht mehr gut vertragen. Häufig stellt sich Übelkeit und ein Druckgefühl ein. Die Beschwerden können leicht mit einer Magenschleimhautentzündung verwechselt werden.

Durchfall, heller Stuhl und Gelbsucht: Darauf sollten Sie achten

Gallensteine können auch von außen sichtbare Symptome hervorrufen. Juckreiz und Gelbfärbung der Haut oder der Skleren (der weiße Teil des Auges) können auf Gallensteine hinweisen. Auch heller, fast beigefarbener Stuhl und übermäßiger Durchfall sind Symptome einer Cholelithiasis.

Ausführlich: Gallenstein-Symptome erkennen

Gallenkolik
Heftige Schmerzen durch eingeklemmte Steine

Werden die Steine aus der Gallenblase in die Gallengänge gespült, blockieren die den Abfluss der Flüssigkeit. Die Muskeln versuchen, den Stein weiterzubefördern. Dadurch entstehen heftige, krampfartige Schmerzen im mittleren und rechten Oberbauch. Die so genannten Gallenkoliken können nach wenigen Minuten vorbei sein, können aber auch bis zu 15 Stunden andauern. Oft strahlen die Schmerzen in die rechte Schulter und in den Rücken aus. Begleitet sind Gallenkoliken oft durch Übelkeit und Erbrechen.

Ausführlich: Wie gefährlich ist eine Gallenkolik?

Was tun bei Gallenkolik?
Hausmittel wirken beruhigend und krampflindernd

In den meisten Fällen geht eine Gallenkolik von selbst vorbei. In Anbetracht der extremen Schmerzen sollten Sie dennoch einen Arzt aufsuchen. Dieser wird Ihnen geeignete Schmerzmittel und krampflösende Medikamente verabreichen. Als Hausmittel empfehlen sich warme Wickel im Bereich der Schmerzen. Diese lindern die Krämpfe und wirken beruhigend.

Diagnose
Der Arzt stellt Gallensteine fest

Eine Blutuntersuchung gibt dem Arzt Aufschluss darüber, ob ein Stein die Gallenwege blockiert. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie (CT) geben Aufschluss über die Größe und Position des Steines. Ihr Arzt kann Sie dann zur weiteren Behandlung beraten.

Behandlung/ Operation
Wie können Gallensteine entfernt werden?

Verursachen die Steine keine oder nur leichte Symptome, ist keine Behandlung nötig. Treten Beschwerden oder gar Koliken regelmäßig auf, wird der Arzt Ihnen sehr wahrscheinlich dazu raten, den Stein mitsamt der Gallenblase entfernen zu lassen. Die Gallensteine-Operation erfolgt minimalinvasiv, das heißt die erforderlichen Instrumente werden durch nur wenige Millimeter großen Einschnitte in den Bauchraum geschoben. 

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind das Zertrümmern der Gallensteine durch Ultraschall- oder Stoßwellen oder das Auflösen durch Medikamente oder mittels Spülungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Form der Gallensteinentfernung in Ihrem Fall infrage kommt.

Leben ohne Gallenblase
Was ändert sich nach einer Operation?

Die meisten Menschen haben nach einer Entfernung der Gallenblase keine oder nur wenige Beschwerden. Bei normaler gesunder Ernährung ist die Leber in der Lage, die nötige Menge an Gallensaft schnell zu produzieren. Ohne die „Produktion auf Vorrat“ von Gallenflüssigkeit kann es zu einer schlechteren Verträglichkeit fettreicher Nahrung kommen. Von daher sollten Sie eher kleine Portionen zu sich nehmen und sehr fettreiche Nahrungsmittel vermeiden. Bei manchen Menschen erweitert sich nach der Operation der Gallengengang und übernimmt damit eine Art Speicherfunktion.

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