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Studie: Psychische Störungen und Alkoholsucht verbreitet

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ADHS-Folgen für Erwachsene  

Studie: Psychische Störungen und Alkoholsucht verbreitet

16.01.2014, 14:54 Uhr

Wer als Kinde an Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörungen leidet, wird diese oftmals auch als Erwachsener nicht los. Fast jeder Dritte hat die Krankheit dann noch, häufig gepaart mit einer anderen psychiatrischen Störung, wie die Ärztezeitung berichtet. Das geht aus einer Studie von US-amerikanischen Kinderärzten hervor. Das Ergebnis ist erschreckend.

Die Ärzte betrachteten die Daten von mehr als 5700 Kindern anhand eines Geburtenregisters. Sie waren zwischen 1976 und 1982 auf die Welt gekommen. Bei 379 von ihnen wurde ADHS diagnostiziert, 232 nahmen an der prospektiven Studie bis zum Alter von 27 Jahren teil. teil. 335 Kinder ohne ADHS bildeten die Kontrollgruppe.

Deutlich wurde, dass bei vielen einstigen ADHS-Kindern auch im Erwachsenenalter gesundheitliche Probleme vorliegen. 23,7 Prozent (55 Patienten) hatten weiterhin ADHS und zusätzlich eine weitere psychiatrische Störung. Rund 26 Prozent waren alkoholabhängig. Diese Suchtproblematik tritt somit besonders häufig auf. Andere Störungen waren hypomanische Episoden bei 15 Prozent, Angststörungen bei 14 und schwere Depressionen bei rund 13 Prozent.

Zum Vergleich: Nur 13 Patienten, die an der Studie teilnahmen, litten auch als Erwachsene an ADHS ohne eine weitere psychiatrische Erkrankung. 77 Patienten hatten als Erwachsene kein ADHS mehr, waren aber an anderen psychiatrischen Leiden erkrankt.

Zudem verglichen die Ärzte die Sterblichkeit der Studienteilnehmer mit und ohne ADHS. Hier wurde ein großer statistischer Unterschied deutlich: Nach einer ADHS- Erkrankung bringen sich deutlich mehr Personen um. Diese Ergebnis bestätigte frühere Studien.

Für die Kinderärzte sei das Ergebnis sehr beunruhigend, heißt es in der amerikanischen Fachzeitschrift "Pediatrics. Official Jornal of the american academy of pediatrics", in der die Stude veröffent wurde. . Denn es zeige, dass nur eine Minderheit der an ADHS erkrankten Kinder das Erwachsenenalter ohne weitere Krankheitsfolgen erreicht. Das würde dann auch bedeuten, dass man von einer optimalen medizinischen Versorgung noch weit entfernt ist.

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