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Arzneimittel: Viele Medikamente sind derzeit nicht lieferbar

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Engpässe in Apotheken  

Viele Arzneimittel sind derzeit nicht lieferbar

16.01.2014, 15:52 Uhr | cme

Arzneimittel: Viele Medikamente sind derzeit nicht lieferbar. Arzneimittel: Bei immer mehr Medikamenten gibt es Lieferprobleme.   (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei immer mehr Medikamenten gibt es Lieferprobleme. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer öfter sind Arzneimittel in der Apotheke nicht lieferbar. Der Hessische Apothekerverband (HAV) schlägt nun Alarm und weist auf die Lieferengpässe vieler Medikamente hin. Betroffen seien gängige Arzneien, wie zum Beispiel Schmerzmittel, Hormonpflaster und Blutdruckmittel.

Schilddrüsen-, Schmerzmittel und Antibiotika betroffen

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte der HAV darauf hingewiesen, dass es massive Lieferprobleme bei Schilddrüsen-Arzneimitteln gebe. Engpässe gibt es aber auch bei einer immer größeren Zahl anderer Medikamente. Seit Wochen seien bestimmte Hormonpflaster nicht bei den Herstellern erhältlich. Aber auch gängige Schmerzmittel, wie Lyrica oder Novaminsulfon-Tabletten, sind laut HAV davon betroffen. Antibiotika, Diabetes-Medikamente und Blutdrucksenker gehörten ebenfalls dazu, so der HAV.

Rabattverträge drücken Preise

Der Verband vermutet als Grund für die Lieferprobleme die zahlreichen Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen, die dafür sorgten, dass sich die Preisspirale immer weiter nach unten dreht. Im Oktober 2013 lag die Zahl der Rabattverträge bei rund 17.500. Da könne es dann schon vorkommen, dass andere Märkte, wo höhere Verkaufspreise als in Deutschland erzielt werden könnten, bevorzugt beliefert würden.

"Die Situation ist dramatisch"

Ist ein Medikament nicht lieferbar, gibt der Apotheker ein Ersatzmedikament aus, muss dies allerdings auf dem Rezept vermerken. "Manche Medikamente sind allerdings nicht so leicht austauschbar", sagt Kirsten Müller-Kuhle, Pressesprecherin vom HAV gegenüber t-online.de. Bei vielen Schilddrüsenmedikamenten beispielsweise sei die Dosierung so speziell, dass es kein Ersatzmedikament gebe. "Dann muss der Apotheker den Patienten ohne Medikament zurück zum Arzt schicken", so Müller-Kuhle. "Die Situation ist dramatisch.".

Selbst Notfall-Medikament nicht mehr lieferbar

"Diese untragbaren Zustände nehmen immer dramatischere Ausmaße an", sagt auch der stellvertretende Vorsitzende des HAV, Hans Rudolf Diefenbach. "Jetzt ist es schon soweit, dass wir ein Kortison-Präparat zur Injektion, das gemäß Apothekenbetriebsordnung im Notfallsortiment jeder Apotheke sein muss, nicht mehr bekommen. Das ist einfach nur noch skandalös", so Diefenbach.

Den Herstellern dieser Produkte sei es bis heute nicht gelungen, die Problematik zu beheben, sagte Diefenbach weiter. Die Leidtragenden seien die betroffenen Patienten und den Apothekern falle es zunehmend schwerer, bei diesen Verständnis für eine solch unhaltbare Situation zu finden. Diefenbach forderte Gesundheitsminister Hermann Gröhe dazu auf, schnellstens dafür Sorge zu tragen, dass der Bevölkerung die dringend benötigten Arzneimittel wieder zur Verfügung stehen.

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