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Schlaf: Die Top 5 der Alpträume

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Schlaf  

Die Top 5 der Alpträume

05.02.2014, 20:04 Uhr | wbr, Spiegel Online

Schlaf: Die Top 5 der Alpträume. Was macht einen Traum zum Alptraum? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Versagen oder Hilflosigkeit spielen in fast 20 Prozent der Alpträume eine Rolle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Welches Kopfkino erleben Menschen, wenn sie ein im Schlaf Alptraum plagt? Forscher haben Hunderte Tagebücher ausgewertet - mit erstaunlichem Ergebnis: Schlechte Träume sind skurriler als normale, und die Angst vorm Fallen wird überschätzt.

Eben war es noch ein schöner Tag am Strand. Doch wieso ist niemand anderes da? Dann kommen sie aus dem Wasser auf einen zu, diese seltsamen, augenlosen Menschen. Gleichzeitig versinken die eigenen Füße im Sand, an Weglaufen ist nicht zu denken. Ein Schreck - und man schlägt die Augen auf. Das Herz pocht. Alles nur geträumt.

Welche Gefühle und Szenen herrschen in Alpträumen vor?

Was macht einen Traum zum Alptraum? Welche Szenen spielen sich im Kopf ab, bevor jemand schweißgebadet erwacht? Zwei Forscher der kanadischen Université de Montréal haben 572 Freiwillige gebeten, mehrere Wochen lang ein Traumtagebuch zu führen. Mit Hilfe dieser Beschreibungen listeten Geneviève Robert und Antonio Zadra auf, welche Gefühle, Themen und Szenen in Alpträumen vorherrschen. Im Fachblatt "Sleep" nennen die zwei auch den Unterschied zwischen einem schlechten Traum und einem Alptraum: Obwohl schlechte Träume negativ geprägt sind, schläft der Träumer weiter. Alpträume hingegen führen dazu, dass der Betroffene aufwacht.

Unter den 572 Studienteilnehmern, die sich aufgrund von Anzeigen gemeldet hatten, waren die Frauen deutlich in der Mehrheit. Für die endgültigen Ergebnisse werteten die Forscher lediglich Träume von 331 Teilnehmern aus - 275 Frauen, 55 Männer sowie eine Person, bei der das Geschlecht nicht angegeben war. Die restlichen 241 Teilnehmer hatten entweder keinerlei schlechte Träume notiert, oder ihre Beschreibungen waren zu kurz, zu vage oder widersprüchlich.

Die häufigsten Grundthemen waren demnach folgende (Träume konnten mehr als ein Thema haben):

Körperliche Angriffe, die in 49 Prozent der Alpträume und in 21 Prozent der schlechten Träume eine Rolle spielten.

Angriffe auf psychologischer Ebene, etwa betrogen oder abgewiesen werden, waren in 21 Prozent der Alpträume und in 35 Prozent der schlechten Träume ein Thema.

Versagen oder Hilflosigkeit fanden sich zu rund 17 Prozent in beiden Traumkategorien.

Krankheit, die Angst vor Krankheit sowie der Tod einer Traumfigur oder des Träumers waren in 9 Prozent der Alpträume und in 14 Prozent der schlechten Träume ein Motiv.

Die restlichen Grundthemen traten seltener auf (zwischen vier und elf Prozent der Träume). Hier finden sich: Angst und Sorge ohne einen ersichtlichen Grund, gejagt werden, die Anwesenheit von etwas Bösem, Unfälle, Insekten, bizarre Vorgänge in der Umgebung.

Abschied vom ewigen Fallen

Durchaus überraschend: Eines der bekanntesten Alptraummotive - das Fallen - kam in nur 1,5 Prozent der Schilderungen vor. Damit war es so selten, dass Zadra und Robert es nicht mehr in einer eigenen Kategorie ließen, sondern es dem Grundthema "Unfälle" zuordneten. Und niemand schilderte, dass er im Traum gelähmt war oder erstickte. Werden Menschen gefragt, an welche Alpträume sie sich erinnern, tauchen diese Elemente eher auf. Wahrscheinlich, weil sie besonders stark hervorstechen, vermuten die kanadischen Psychologen.

Die Angst war das am häufigsten mit schlechten Träumen und Alpträumen verknüpfte Gefühl. Die Träumer berichteten außerdem von Traurigkeit, Ärger, Verwirrung, Ekel, Enttäuschung, Scham - und in rund vier Prozent der Fälle sogar von positiven Emotionen.

Alpträume sind besonders seltsam

Einen weiteren Unterschied zwischen schlechten und Alpträumen zeigte die Studie: Während schon schlechte Träume bizarrer sind als normale, sind Alpträume ganz besonders seltsam. Das heißt, dort passierte überdurchschnittlich oft Unmögliches oder etwas, das dem Alltäglichen stark widerspricht.

Eine der Methoden, sich gegen Alpträume zu wehren, wendete ein Teil der Befragten offenbar an, wie die Traumtagebücher zeigten: Sie weckten sich vorsätzlich selbst auf. Sich bewusst zu werden, dass alles nur ein Traum ist und das Geschehen entsprechend zu beeinflussen - es ins Positive zu kehren oder sich zu wecken - ist eine der möglichen Strategien, wenn das nächtliche Kopfkino zu belastend ist. Alternativ kann es helfen, sich tagsüber mit dem Alptraum zu beschäftigen und ihm in Gedanken einen positiven Verlauf zu geben. In was sich die augenlosen Meermenschen verwandeln, darf sich an dieser Stelle jeder selbst überlegen.

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