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DAK-Gesundheitsreport: Kinderlose sind genauso gestresst wie Eltern

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DAK-Gesundheitsreport  

Kinderlose sind genauso gestresst wie Eltern

14.02.2014, 07:25 Uhr | dpa/tmn, AFP

DAK-Gesundheitsreport: Kinderlose sind genauso gestresst wie Eltern. DAK-Gesundheitsreport: Kinderlose sind genauso gestresst wie Eltern.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eltern in Deutschland fühlen sich trotz Doppelbelastung mit Kindern und Karriere einer Studie zufolge nicht gestresster als Kinderlose. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Karriere machen, Kinder bekommen und ein Haus bauen: Zwischen 25 und 40 - in der sogenannten Rushhour des Lebens, steht für Beschäftigte häufig vieles auf einmal an. Das ist schön und aufregend, stresst aber auch ungemein. Der aktuelle DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass trotz der enormen Belastung berufstätige Mütter und Väter zwischen 25 und 39 Jahren erstaunlich selten krank sind.

Demnach liegt die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage bei den Männern 28 Prozent und bei den Frauen 24 Prozent unter dem Durchschnitt. Die 25- bis 39-jährigen Berufstätigen sind somit trotz der häufig vorkommenden Mehrfachbelastung nicht öfter krank als ihre Kollegen anderer Altersklassen. Sie sind im Gegenteil sogar besonders gesund.

Die DAK-Gesundheit hat für die Studie den Krankenstand ihrer Mitglieder analysiert und mehr als 3.000 Männer und Frauen zwischen 25 und 40 Jahren nach Belastungsfaktoren befragt. In puncto Belastung zeigten sich nahezu keine Unterschiede zwischen Berufstätigen mit und ohne Kinder. Selbst in Vollzeit arbeitende Mütter haben laut Report insgesamt keine höheren Stresswerte als Mütter in Teilzeit oder nicht erwerbstätige Mütter.

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Es wird zu wenig auf die Gesundheit geachtet

Nach Angaben von DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher darf der niedrige Krankenstand aber "nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in diesem Alter erste Ansätze für chronische Krankheiten bilden". So seien bereits vier von zehn Beschäftigten zwischen 25 und 39 Jahren mit Rückenproblemen in Behandlung.

Für problematisch halten die Experten daher, dass viele berufstätige Eltern offensichtlich weniger auf ihre Gesundheit achten. Während zum Beispiel fast ein Drittel (30,3 Prozent) der berufstätigen Frauen ohne Kinder viel Sport treibt, ist dies bei den Müttern nur ein Sechstel (17,4 Prozent). Auch bei gesunder Ernährung und ausreichendem Schlaf schneiden Erwerbstätige mit Kindern durchschnittlich etwas schlechter ab als die ohne Kinder.

Auszeiten sind wichtig

"Die Belastungen sind hoch, doch das ist auch eine besonders schöne Zeit", sagt Prof. Dirk Windemuth, Direktor des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Wie also im Chaos einen kühlen Kopf bewahren? Oft helfen schon Kleinigkeiten, um sich in diesen Jahren im Stress nicht zu verlieren. Beschäftigte sollten darauf achten, dass sie sich täglich ganz bewusst einen Moment nur für sich nehmen. Das kann beispielsweise sein, dass sie in Ruhe fünf Minuten Tee trinken. Das reicht oft schon aus, um sich wieder zu besinnen. 

Gedanken sollten Arbeitnehmer sich machen, wenn sie häufiger krank werden als früher. "Im ersten Jahr der externen Betreuung eines Kindes etwa in der Kita ist das bei Eltern normal", erklärt Prof. Windemuth. Sie steckten sich bei dem Nachwuchs an. Danach sollten sich die Krankheitstage jedoch wieder auf dem Niveau vor der Geburt einpendeln.

Weitere Anzeichen für eine Überlastung sind, wenn Beschäftigte Tätigkeiten komplett aufgeben, die sie früher gern gemacht haben - etwa Sport. Dann sei es an der Zeit, sich privat und beim Arbeitgeber Hilfe zu holen. 

Gutes Zeitmanagement ist hilfreich

Wer überlastet ist, könne sich überlegen, die Arbeitszeit leicht zu reduzieren, rät Windemuth. Gleichzeitig lässt sich im privaten Umfeld möglicherweise Hilfe organisieren - etwa ein Au-Pair-Mädchen. Manchmal sorgen auch schon Kleinigkeiten beim Thema Stress für Abhilfe. So hilft es Eltern häufig ungemein, wenn sie morgens ein paar Minuten später zur Arbeit kommen können, um ihre Kinder in Ruhe in die Kita zu bringen. 

DAK sieht auch die Wirtschaft in der Pflicht

Bei der besseren Vereinbarkeit von Job und Familie sieht die DAK vor allem die Wirtschaft in der Pflicht. Rebscher fordert einen "kulturellen Wandel in den Unternehmen", der Müttern und Vätern eine größtmögliche Flexibilität ermöglichen müsse. Gerade für Männer gelte ein 32-Stunden-Job nach wie vor als Karrierebremse. Auch der "pünktliche Abgang um fünf Uhr wird noch immer von vielen Vorgesetzten mit einem Naserümpfen quittiert", erklärt Rebscher.

Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Eltern können laut Studie immerhin Teilzeit nutzen, 36 Prozent Gleitzeit. Von Betriebskindergärten oder -krippen profitieren demnach bislang aber erst sechs beziehungsweise drei Prozent aller Eltern.

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