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Jeder Dritte will im Hospiz sterben

18.02.2014, 15:10 Uhr | dpa-tmn

Hospiz: Jeder Dritte will dort betreut sterben. Hospiz: Viele Menschen möchten betreut sterben.  (Quelle: dpa)

Hospiz: Viele Menschen möchten betreut sterben. (Quelle: dpa)

Wenn der Tod durch eine unheilbare Krankheit naht, möchten die wenigsten Menschen alleine sein. Im Gegenteil, die meisten wünschen sich, gut betreut zu sterben. So will fast jeder Dritte (27 Prozent) dann in einem Hospiz sein. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege hervor. Für sie befragte das Institut Forsa 1007 Personen ab 18 Jahren. 

Noch mehr Personen gaben an, zu Hause sterben wollen. Das möchte rund jeder Zweite (49 Prozent). Von denjenigen, die selbst schon einmal Erfahrungen mit der Pflege oder Sterbebegleitung eines Angehörigen gemacht haben, wünschen sich 70 Prozent, begleitet zu sterben. Von den Befragten ohne diese Erfahrung möchten das 56 Prozent.


Einen Pfarrer wollen nur 18 Prozent an ihrer Seite

Der Lebenspartner (82 Prozent) und Familienangehörige (70 Prozent) sind dabei die bevorzugten Begleitpersonen. Immerhin jeder Vierte (25 Prozent) gab aber an, sich auch von einer professionellen Pflegekraft begleiten zu lassen. Eine seelsorgerische oder spirituelle Begleitung - wie einen Pfarrer - würden nur 18 Prozent in Betracht ziehen. 

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Das wichtigste für die Versorgung am Lebensende ist nach der Mehrheit der Befragten (86 Prozent) die maximal mögliche Linderung belastender Symptome - zum Beispiel Schmerzen, Luftnot oder Übelkeit. 63 Prozent ist es sehr wichtig, dass Hilfsmittel und Medizinprodukte verfügbar sind, damit sie bis zuletzt zu Hause bleiben können. 


Große Angst vor Schmerzen

Schmerzen am Lebensende sind auch die größte Sorge, die mit dem Sterben einhergeht: 78 Prozent der Befragten haben große Befürchtungen, unter Schmerzen oder anderen sehr belastenden Symptomen zu sterben. 57 Prozent macht es Angst, Menschen alleine zurückzulassen.


Wer schon einmal einen Sterbenden gepflegt oder begleitet hat, schätzt die Versorgung von Sterbenden etwa durch Ärzte, Pflegekräfte oder das soziale Umfeld als recht positiv ein: 72 Prozent sagten, sie sei eher gut oder sogar sehr gut. Insgesamt gaben 42 Prozent der Befragten an, bereits eine sterbende Person gepflegt beziehungsweise beim Sterben begleitet zu haben oder dies derzeit zu tun.

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