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Aspirin feiert 115. Geburtstag: Wissenswertes über das Schmerzmittel

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Wirkstoff Acetylsalicylsäure  

Was man über Aspirin wissen sollte

06.03.2014, 11:56 Uhr | stw, T-Online.de

Aspirin feiert 115. Geburtstag: Wissenswertes über das Schmerzmittel. Aspirin: Sieben Fakten über Aspirin.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/obs/Bayer HealthCare Deutschland)

Das bekannteste Schmerzmittel der Welt feiert am 6. März 2014 seinen 115. Geburtstag. (Quelle: obs/Bayer HealthCare Deutschland/Thinkstock by Getty-Images)

Fast nicht zu glauben, aber das bekannteste Schmerzmittel der Welt feiert am 6. März bereits seinen 115. Geburtstag. Zu Beginn kam Aspirin noch in Pulverform auf den Markt. In den Apotheken wurde eine Menge von 500 Milligramm des Pulvers abgemessen und in kleinen Papiertütchen verkauft. Heute geht der Wirkstoff in der Regel in Tablettenform über die Ladentheke. Doch kennen Sie wirklich alle wichtigen Fakten über das Schmerzmittel?

Bereits 1897 begann die Geschichte von Aspirin. In einem Labor in Wuppertal gelang es dem Chemiker Dr. Felix Hoffmann erstmalig, den Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure (ASS) in chemisch reiner und haltbarer Form herzustellen. Zunächst kam das Schmerzmittel als Pulver auf den Markt, ein Jahr später in der klassischen Tablettenform. Schnell wird Aspirin zum Exportschlager und zum Synonym für Schmerzmittel. Damals wie heute wird das Medikament bedenkenlos bei Kopfschmerzen, leichten Schmerzen oder einer Erkältung eingenommen. Das Behandlungsspektrum von Aspirin hat sich jedoch im Laufe der Jahre stark erweitert. Heute kommt das Medikament bei zahlreichen Erkrankungen zum Einsatz.

Aspirin gegen Krebs?

Laut einer Studie der Oxford University kann Aspirin beziehungsweise der Wirkstoff Acetylsalicylsäure das Risiko an Krebs zu erkranken mindern. Dazu muss er über drei bis fünf Jahre hinweg und in geringer Dosierung eingenommen werden. Die britischen Forscher fanden heraus, dass eine Dosierung zwischen 75 bis 300 Milligramm hierfür ausreiche, das ist weniger als eine Tablette. Auch die Streuung des Tumors könne verringert und das Krebswachstum gestoppt werden. Nach Angaben der Forscher sinkt zudem auch das Risiko an Krebs zu sterben um 15 bis 37 Prozent.

UMFRAGE
Wie häufig nehmen Sie Aspirin ein?

Auch Experten vom Deutschen Krebs Forschungszentrum (DKFZ) bestätigen die vorbeugende Wirkung von ASS. Sie warnen aber auch vor Nebenwirkungen und raten dringend von einer Selbstmedikation ab. Bisher ist in Deutschland zudem kein Medikament mit dem der Ziel der Krebsvorbeugung zugelassen. Täglich ein Aspirin sei kein guter Weg zur Krebsprävention, berichtet das DKFZ.

ASS für Herzpatienten

Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung ist ASS ein wirkungsvolles Mittel, um die Verklumpung der Blutplättchen zu mindern. Der Wirkstoff hemmt die Blutgerinnung, somit können Herzkranzgefäße nicht so einfach verstopfen und einen Infarkt auslösen.

Zu empfehlen sei die Einnahme von ASS laut der Deutschen Herzstiftung für Personen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben oder eine koronare Herzkrankheit aufweisen. Ausgenommen davon sind Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen ASS besitzen. Nach den Empfehlungen der deutschen, europäischen und amerikanischen Fachgesellschaften liegt die Dosierung von ASS zum Schutz gegen einen Herzinfarkt bei 75 bis 100 Milligramm täglich.

Vorbeugende Einnahme meist Unsinn

Nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung schlucken in Deutschland mittlerweile viele Tausend gesunde Menschen regelmäßig Tabletten mit dem Wirkstoff ASS in der Hoffnung, sich so vor einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall schützen zu können. Doch davor warnen Experten: "Hat ein Mensch kein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist von einer regelmäßigen ASS-Einnahme abzuraten, soweit keine anderen Erkrankungen die Gabe von ASS erforderlich machen", rät Professor Dr. Helmut Gohlke vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. Denn der Wirkstoff ASS wirkt blutverdünnend. Das Risiko dabei: Es kann zu inneren Blutungen zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt kommen.

Die Einnahme des Wirkstoffs solle deshalb stets mit einem Arzt besprochen werden. Hierbei kann auch geklärt werden, ob ASS überhaupt vom Patienten vertragen wird. Es gibt nämlich inzwischen auch Menschen mit einer Unverträglichkeit für ASS. Heilbar ist die ASS-Intoleranz nicht. Es gibt allerdings Therapien, die die Unverträglichkeitsreaktionen abmildern.

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