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Ebola-Epidemie: Das sind die Symptome des Virus

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Hochansteckendes Ebola-Virus  

Experte: Ausbreitung in Europa ist unwahrscheinlich

10.08.2014, 08:15 Uhr | fsy, AFP, dpa, rtr

Ebola-Epidemie: Das sind die Symptome des Virus. Virus: Die tödlichen Symptome des Ebola-Virus (Quelle: dpa)

Der Ebola-Virus ist nur schwer zu identifizieren. Erst eine Laboranalyse kann endgültig Aufschluss geben. (Quelle: dpa)

Im Westafrika sind mittlerweile über 1200 Menschen bei einer Epidemie des hochansteckenden Ebola-Virus gestorben. Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Der Kampf gegen die Epidemie gestaltet sich schwierig, denn weder Impfung noch Heilmittel sind vorhanden.

Das Ebola-Virus kann bei Menschen ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber hervorrufen, eine infektiöse Fiebererkrankung, die mit inneren Blutungen einhergeht. Zudem leiden Infizierte an Austrocknung. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig vom Erregerstrang. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus. Ob es sich tatsächlich um das Ebola-Virus handelt, kann nur im Labor festgestellt werden.

Gleiche Symptome wie bei einer schweren Grippe

"Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen, weshalb man sie zu Beginn nicht von anderen Erkrankungen unterscheiden kann", so Stephan Günther, Virologe des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, gegenüber der Tagesschau. "Dann kommen Durchfall und Erbrechen hinzu, auch diese Symptome sind nicht unterscheidbar von anderen Erkrankungen. Erst in der späten Phase kommt es zum Organversagen, zu inneren Blutungen und zu Hirnödemen, an denen die Menschen sterben."

Überschwappen nach Europa unwahrscheinlich

Bislang ist das Virus nur in Afrika aufgetreten. Eine Ausbreitung der Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea nach Europa ist nach Expertenmeinung nicht zu befürchten. "Die Chance ist aus meiner Sicht sehr, sehr gering", sagte der Tropenmediziner und Leiter der Ambulanz des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg, Jakob Cramer, der dpa. "In Deutschland hat es noch nie einen Fall gegeben." Er gehe auch diesmal davon aus, dass es hier keine Fälle geben werde. Das Institut für Tropenmedizin hatte am Dienstag zwei Experten nach Guinea entsandt und Laborgeräte zum Bestimmen der Viren geliefert.

Auch Verdachtsfälle in Liberia

Dort sind seit vergangenem Monat bereits fast 60 Menschen an dem Virus gestorben. Die Epidemie hat offenbar auch das Nachbarland Liberia erreicht. Insgesamt gebe es derzeit acht Verdachtsfälle, teilte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Monrovia am Dienstag mit. Fünf der Patienten seien bereits gestorben.

Infektion kann über infizierte Affen geschehen

Die Ebola-Ausbrüche entstehen Cramer zufolge meist in entlegenen Regenwaldgebieten, die keine touristische Ziele darstellten. Schon daher sei eine Möglichkeit der Infektion von Bundesbürgern gering. Zudem erfolge die Infektion etwa durch den Verzehr infizierter Affen, mit denen Reisende aus Europa auch nicht in Berührung kämen. Und Forscher wüssten, wie sie sich schützen müssten.

Experte rechnet mit schnellem Ende der Epidemie

Die Übertragung von Mensch zu Mensch geschieht nach Angaben Cramers meist in der Lokalbevölkerung durch Pflegen von infizierten Angehörigen oder rituellen Waschungen der Leichen. So komme es zu Sekundärfällen im Umkreis des Erkrankten, und es vergehe einige Zeit, bis die zentralen Gesundheitssbehörden informiert würden. Sobald ein Ausbruch aber als solcher wahrgenommen werde, könne man schnell Maßnahmen ergreifen zur Isolierung, die dann eine weitere Ausbreitung eindämmen. Cramer rechnet auch in diesem Fall mit einem schnellen Ende der Epidemie. "Ich gehe von Tagen bis wenigen Wochen aus."

Verdachtsfall in Kanada hat sich nicht bestätigt

Ein Ebola-Verdachtsfall in Kanada hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation derweil nicht bestätigt. Auch Tests auf andere gefährliche Erreger wie das Marburg- oder das Lassa-Virus seien negativ ausgefallen, teilte ein Sprecher des RKI mit. Der Mann in Kanada war kürzlich aus Westafrika zurückgekehrt.

Virus nach einem Fluss benannt

Benannt wurde das Virus nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1.300 Toten. Bei einer großen Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo waren im November 2012 nach Regierungsangaben 62 Menschen infiziert worden, 34 von ihnen starben.

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