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Kaffee schützt wohl vor Alzheimer: Studie zeigt Wirkung von Koffein

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Studie zur Wirkung von Koffein  

Kaffee schützt möglicherweise vor Alzheimer

09.04.2014, 14:05 Uhr | t-online.de, dpa

Kaffee schützt wohl vor Alzheimer: Studie zeigt Wirkung von Koffein. Kaffee ist mehr als nur ein Wachmacher. Studien zeigen, dass das enthaltene Koffein auch die Merkfähigkeit steigert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kaffee ist mehr als nur ein Wachmacher. Studien zeigen, dass das enthaltene Koffein auch die Merkfähigkeit steigert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kaffee gilt als konzentrationsfördernd und schneller Wachmacher. Dass er dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann, haben Studien bereits belegt. Doch möglicherweise hilft das darin enthaltene Koffein nicht nur gegen Müdigkeit, sondern schützt auch vor Alzheimer. In einem deutsch-französischen Forschungsprojekt konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden, dass ein koffeinähnlicher Wirkstoff Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins im Gehirn blockiert. Diese Eiweißablagerungen können die Alzheimer-Krankheit verursachen.

Grundsätzlich gibt es zwei bekannte Substanzen, die Alzheimer auslösen und als Erkrankung sichtbar machen können. Neben den nervenschädigenden Ablagerungen des Tau-Proteins können Verklumpungen eines weiteren Eiweißes, dem Amyloid-Beta-Protein, dazu führen. Für diese Eiweißverbindung war die positive Wirkung von Koffein bei Mäusen bereits belegt.

Blockade bestimmter Rezeptoren im Gehirn

Nun hat das Team um die Bonner Professorin Christa Müller und ihren Forscherkollegen David Blum aus Lille die Wirkung von Koffein erstmals auch für das Tau-Protein bestätigt. Erste Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Neurobiology of Aging". Demnach blockiert Koffein bestimmte Rezeptoren im Gehirn und somit auch die Nervenschädigung durch die beiden genannten Proteine. Die Menge der schädlichen Verklumpungen wird reduziert und ein schützender Effekt tritt ein.

Schon normale Mengen an Kaffee oder Tee, der ebenfalls Koffein enthält, können positive Wirkungen auf das Gedächtnis haben: "Etwa drei Tassen pro Tag reichen aus", erklärt Müller.

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Experte: "vielversprechender Ansatz"

Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (Altenmedizin), Werner Hofmann, sprach von einem "ausgesprochen vielversprechenden Ansatz" der Studie. "Der Weg ist allerdings noch sehr weit." Christa Müller sprach in einer Erklärung von "einem guten Schritt voran". Man habe gezeigt, dass der neue Ansatz "in einem Tiermodell, das der Krankheit sehr ähnlich ist, tatsächlich sehr positive Wirkungen" mit geringen Nebeneffekten habe. Nun müssten zunächst weitere Versuche mit Tieren folgen, dann erst stehen erste klinische Studien an. 

Koffein hilft beim Merken von Bildern

Die positive Wirkung von Koffein auf das Gedächtnis war bereits Gegenstand früherer Untersuchungen. So fand ein Forscherteam an der Johns Hopkins Universität Baltimore (USA) heraus, dass sich das Erinnerungsvermögen unter dem Einfluss von Koffein verbessert. Für ihre Studie baten die Wissenschaftler 73 Freiwillige, sich Bilder von verschiedenen Objekten wie einem Korb oder einem Saxophon anzusehen. Danach erhielt die Hälfte der Gruppe 200 Milligramm Koffein - etwa so viel wie zwei Tassen starker Espresso enthalten. Die anderen Teilnehmer bekamen ein Placebo.

Nach einer, drei und nach 24 Stunden wurden Speichelproben genommen, um das Koffein-Niveau zu messen. Am nächsten Tag wurden beide Gruppen gebeten, sich erneut Bilder anzusehen. Sie sollten dieselben Bilder vom Vortag, ähnliche und neue Bilder bestimmen. Die Gruppe der Koffein-Konsumenten war sehr viel besser darin, die ähnlichen Bilder herauszufinden.

Schutzeffekt gegen Gedächtnisschwund

Assistenzprofessor Michael Yassa hob hervor, dass das Herausfinden ähnlicher Muster vom Gehirn eine deutlich schwierigere Abgrenzung fordere als nur die Unterscheidung zwischen bekannten und unbekannten Bildern. Dies scheine durch Koffein gefördert zu werden. Die Studie, die im Fachmagazin "Nature Neuroscience" veröffentlicht wurde, könnte für die Hirnforschung von Bedeutung sein. Yassa sagte: "Koffein wird mit gesunder, langer Lebensdauer in Verbindung gebracht und könnte einen Schutzeffekt gegen Gedächtnisschwund wie bei der Alzheimer-Krankheit haben."

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