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Implantat gibt Querschnittsgelähmten neue Hoffnung

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Hoffnung für Querschnittsgelähmte  

Neues Implantat könnte bewusste Bewegungen ermöglichen

09.04.2014, 15:08 Uhr | AFP

Implantat gibt Querschnittsgelähmten neue Hoffnung. Querschnittslähmung: Forscher erzielen Fortschritte bei Therapie.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Forscher erzielen Fortschritte: Querschnittsgelähmten Patienten gelang es mithilfe eines Implantats, ihre Knie zu beugen und Hüften und Zehen zu bewegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei der Suche nach Therapien für Querschnittsgelähmte haben US-Forscher weitere Fortschritte erzielt. Querschnittsgelähmten Patienten gelang es mithilfe eines Implantats, ihre Knie zu beugen und Hüften und Zehen zu bewegen, wie es in einer in der britischen Fachzeitschrift "Brain" veröffentlichten Studie heißt. Laufen konnten die Patienten zwar nicht, wohl aber einen Teil ihres Körpergewichts selbst halten, was eine wichtige Vorstufe für das Laufen ist.

Bei der Methode sendet ein Implantat elektrische Signale an Nervenbündel im Rückenmark der Patienten aus, um diese zu stimulieren. Damit werden die vom Gehirn ausgesandten Nervensignale ersetzt, die normalerweise die Bewegungen der Beine steuern, nach einer Rückenmarksverletzung aber nicht mehr ankommen.

Rückenmark könnte sich erholen

Bereits vor drei Jahren war die Technologie an einem US-Patienten getestet worden. Anschließend wurden Versuche mit drei weiteren Patienten vorgenommen, die alle nach Verkehrsunfällen querschnittsgelähmt waren.

"Es ist bahnbrechend für das gesamte (Forschungs-)Feld und eröffnet neue Perspektiven, dass das Rückenmark auch nach einer schweren Verletzung ein großes Potenzial für eine funktionale Erholung hat", erklärte Studienautorin Claudia Angeli vom Zentrum für Rückenmarksverletzungen der Universität Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.

Querschnittslähmung möglicherweise heilbar

Die Wissenschaftlerin Susan Harkema, die an der ersten Studie vor drei Jahren beteiligt war, sprach von einer "grundlegend neuen Interventionsstrategie", die bewusste Bewegungen von Patienten auch Jahre nach einem Unfall ermöglichen könne. "Damit wird die Überzeugung infrage gestellt, dass es keine Genesung gibt und dass eine vollständige Querschnittslähmung dauerhaft ist."

In der Forschung lag der Schwerpunkt bislang darauf zu versuchen, die unterbrochenen Nervenbahnen bei Querschnittsgelähmten durch Operationen wieder zu reparieren oder etwa über Stammzellen neue Nervenzellen zu züchten.

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