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Vorsorge in der Kritik: Montgomery will Screenings überprüfen

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Vorsorge in der Kritik  

Screenings sollen überprüft werden

24.05.2014, 14:48 Uhr | dpa

Vorsorge in der Kritik:  Montgomery will Screenings überprüfen. Einige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten stehen in der Kritik. (Quelle: dpa)

Einige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten stehen in der Kritik. (Quelle: dpa)

Vorsorge kann Leben retten, etwa wenn ein Hautkrebs früh erkannt wird - aber den Patienten auch schaden. Unnötige Operationen, Verunsicherung oder falsche Sicherheit können die Folge sein. Was ist zu tun?

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich für eine Überprüfung bestimmter Untersuchungen zur Früherkennung ausgesprochen. "Wir müssen Nutzen und Risiko der Vorsorgeuntersuchungen stärker hinterfragen als bisher", sagte er der "Berliner Zeitung". Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. Die niedergelassenen Ärzte riefen zur Teilnahme am Hautkrebs-Screening auf.

Todesfälle lassen sich nur minimal senken

Montgomery bezog sich vor allem auf bestimmte Screening-Programme zur Krebserkennung. Studien zeigten, dass sich die Zahl der Todesfälle durch derartige Untersuchungen nur marginal senken lasse. Zudem würden oft nur die erreicht, die sich ohnehin um ihren Körper kümmern, sagte Montgomery.

UMFRAGE
Gehen Sie regelmäßig zum Hautkrebs-Screening?

Nutzen und Risiko besser abwägen

"Nötig ist eine wissenschaftliche Analyse aller Statistiken, die es zu den Vorsorgeuntersuchungen gibt, um das Verhältnis von Nutzen und Risiko besser zu bestimmen." Der Präsident der Bundesärztekammer ergänzt: "Die etablierten Vorsorgeuntersuchen gerade im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin stehen dabei ebenso wenig infrage wie die Check-up-Untersuchungen für Erwachsene."

Viele Vorsorgeuntersuchungen im Angebot

Ansonsten werden etwa Tastuntersuchungen im Bereich Prostatakrebs, Mammografie- und Hautkrebs-Screening breit angeboten und von den Krankenkassen bezahlt. Es gibt auch viele Vorsorgeuntersuchungen, die Ärzte den Versicherten auf deren eigene Kosten anbieten und deren Nutzen von Kritikern oft infrage gestellt wird.

Diese Untersuchungen werden angezweifelt

Der oberste deutsche Medizinkontrolleur Jürgen Windeler hatte vor Monaten den Sinn vieler Vorsorgeuntersuchungen in Arztpraxen angezweifelt. Nach wissenschaftlichen Kriterien seien unter anderem die Tastuntersuchung auf Prostatakrebs, der regelmäßige allgemeine Check-up und das Hautkrebs-Screening fragwürdig, sagte der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Die Patienten müssten wissen, dass es dabei auch um wirtschaftliche Interessen der Ärzte gehe, sagte Windeler damals.

Kritiker befürchten unnötige Operationen

Kritiker sagen immer wieder, dass es bei Vorsorgeuntersuchen auch zu Fehldiagnosen und schlimmstenfalls unnötigen Operationen komme.

"Dann müssen wir das ernst nehmen"

Montgomery betonte: "Wenn die Wissenschaft, insbesondere Herr Windeler vom Institut für Qualität im Gesundheitswesen, Zweifel an bestimmten Massenscreenings hat, dann müssen wir das ernst nehmen." Die Krankenkassen begrüßten die Ankündigung. "Jede ärztliche Routine sollte von Zeit zu Zeit hinterfragt werden", sagte ihr Verbandssprecher Florian Lanz. "Das gilt natürlich auch für Vorsorgeuntersuchungen."

Neue Kampagne für Hautkrebs-Früherkennung gestartet

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung startete erst vor wenigen Tagen eine Kampagne für Hautkrebs-Früherkennung. Denn nur knapp jeder dritte Bundesbürger über 35 Jahre nutze seinen Anspruch darauf. "Dabei kann Hautkrebs sehr gut erkannt werden und ist im Frühstadium gut heilbar", sagte KBV-Vorstand Regina Feldmann.

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