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ZDF-Doku: Vegetarier leben länger als Fleischesser

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"Vegetarier gegen Fleischesser - Das Duell"  

ZDF-Doku: Vegetarier leben länger als Fleischesser

11.06.2014, 09:56 Uhr | kbe, t-online.de

ZDF-Doku: Vegetarier leben länger als Fleischesser . Vegan-Koch Attila Hildmann und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck wollten wissen, wie sich Fleisch-Konsum auf den Köper auswirkt. (Quelle: ZDF/Angela Giese)

Vegan-Koch Attila Hildmann und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck wollten wissen, wie sich Fleisch-Konsum auf den Köper auswirkt. (Quelle: ZDF/Angela Giese)

Leben Vegetarier gesünder? Sind Fleischesser schlechte Menschen? Und leben Vegetarier womöglich länger? Diesen und vielen weiteren Fragen wollte die "ZDFzeit"-Dokumentation "Vegetarier gegen Fleischesser - Das Duell" auf den Grund kommen, denn Fakt ist: Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich vegetarisch. Jeder 20. Deutsche lebt fleischlos - so viel wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Und um zu testen, welche Ernährungsmethode wirklich die bessere ist, wurden zwei Probanden-Gruppen 30 Tage lang Fleisch beziehungsweise fleischlose Kost vorgesetzt. Ergebnis der Sendung: Fleischlose Ernährung ist gesünder und besser für die Umwelt.

Für das Duell wurden vier Vegetarier und vier Fleischesser in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe der Fleischesser wurde von Fernsehkoch Alfons Schuhbeck betreut und musste einen Monat lang mindestens zweimal am Tag Fleisch essen. Die vier Vegetarier wurden von Vegan-Koch Attila Hildmann beaufsichtigt und mussten nicht auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Eier und Butter verzichten. Um die Sache noch ein wenig zu verschärfen, mussten zwei Fleischesser die Gruppe mit zwei Vegetariern wechseln. So entsagten passionierte Fleischesser wie der 139 Kilo schwere Oliver einen Monat lang dem Genuss von Currywurst, Steak und Co.

Das Duell wurde in mehreren Schritten vollzogen. Zu Beginn wurde mit den Probanden ein Leistungstest gemacht, wobei die Vegetarier besser abschnitten als die Konkurrenz. Während des Monats mussten alle Teilnehmer nicht nur ihre Essgewohnheiten anpassen, ihnen wurde auch mindestens vier Stunden Sport in der Woche verschrieben. Das hatte beim Abschlusstest nach den 30 Tagen bei allen das Ergebnis einer gesteigerten Leistung. Die Vegetarier hatten immer noch die Nase vorn, einige konnten ihre Leistung sogar verfünffachen.

UMFRAGE
Welche Ernährungsweise bevorzugen Sie?

Nicht jeder Fleischesser betreibt direkt Raubbau an der Natur

Neben den körperlichen Wirkungen von Fleisch stand auch die Frage im Raum: Sind Fleischesser schlechte Menschen? Schadet der Fleischkonsum der Umwelt? "Vegetarier sind nicht die besseren Menschen", findet Vegan-Koch Hildmann. Sie würden sich einfach nur besser ernähren. "Sie verzichten auf Fleischskandale, Massentierhaltung und Raubbau an der Natur", erklärte Hildmann weiter. Fernsehkoch Schuhbeck war da ganz andere Meinung: "Es ist immer die Frage: Wie viel Fleisch isst jemand? Wenn man zwei oder drei Mal die Woche Fleisch isst, betreibt man noch lange keinen Raubbau."

"Fleischkonsum ist umweltgefährdend"

Doch Ernährungsökologe Dr. Markus Keller klärt auf. Er fordert sogar eine komplett vegetarische Gesellschaft, denn Fleischkonsum sei umweltgefährdend. "Tierische Lebensmittel haben einen deutlich höheren CO²-Ballon als pflanzliche Lebensmittel", erklärt der Experte. Ein Kilo Gemüse setzt gerade mal 200 Gramm Kohlenstoffdioxid frei, während ein Kilo Rindfleisch die Umwelt mit 15 Kilo des Treibhausgases belasten. Und auch beim Wasserverbrauch, der sich für jedes Nahrungsmittel genau berechnen lässt, wird deutlich: Vegetarische Lebensmittel sind umweltfreundlicher. Die industrielle Landwirtschaft braucht für ein Kilo Gemüse gerade mal 300 Liter Wasser, bei einem Kilo Rindfleisch sind es dagegen 15.000 Liter Wasser. Für Dr. Keller gibt es deshalb nur einen Ausweg: "Jeder, der seinen Käse- und Fleisch-Konsum etwas reduziert, ist auf dem richtigen Weg."

Ohne Fleisch wäre menschliches Gehirn heute kleiner

Auf die Frage, ob der Mensch heute das wäre, was er ist, wenn er Vegetarier gewesen wäre, kam die erstaunliche Antwort von Anthropologin Prof. Dr. Ursula Wittwer-Backofen. "Mit der Evolution des Menschen ist auch der Bedarf an proteinreicher Nahrung gestiegen. Insbesondere hängt dies mit der Gehirnentwicklung zusammen ", erklärt die Expertin. Ohne Fleisch sei unser heutiges Gehirn deutlich kleiner. Zudem sei der Mensch nie ein reiner Vegetarier gewesen.

Vegetarier leben länger

Zuletzt wurde die Frage geklärt, ob Vegetarier gesünder sind. Zu Beginn des Experiments wurden die Probanden von Ärzten durchgecheckt, wobei eine Fleischesserin erhöhte Harnsäurewerte aufgewiesen hatte. Und die waren nach dem 30-tägigen Verzicht auf Fleisch um 30 Punkte gesunken, wie Prof. Dr. Michaelsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin feststellte.

Die größte Veränderung war bei Proband Oliver Legel (43) zu beobachten. Der 1,87 Meter und 139 Kilo schwere Mann und Fleischesser hatte zuvor extreme Werte aufgewiesen. "Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und das Bauchfett sind zu hoch. Das ist das tödliche Quartett und ein ganz hohes Risiko", so Prof. Dr. Michaelsen. Nach dem Monat mit vegetarischer Ernährung hatte Legel nicht nur zehn Kilo abgenommen, auch seine Werte hatten sich dramatisch verbessert. "Medizinisch haben sie da wahnsinnig viel Gutes bewirkt", erklärte der Experte dem Probanden.

Anhand Studien mit Adventisten habe man herausgefunden: "Die Vegetarier haben einen Überlebensvorteil. Und der liegt bei bis zu sieben Jahren." Bei Adventisten handelt es sich um eine protestantische Religionsgemeinschaft. Schweinefleisch essen Adventisten nicht, Alkohol und Tabak sind ebenfalls tabu. Viele von ihnen ernähren sich rein vegetarisch. Insofern sind die Studienergebnisse mit Vorsicht zu bewerten, da viele Probanden von vornherein eine gesündere Lebensweise pflegen.

Kein Fleisch und gesündere Kost

Die Fleischesser, die sich eine Zeit lang vegetarisch ernährten, konnten davon gesundheitlich profitieren. Allerdings lässt sich von einem Monat, nicht auf das ganze Leben oder eine lebenslange Ernährung schließen. Wenn sich Vegetarier ausgewogen ernähren, haben sie Studien zufolge ein geringeres Risiko, an Übergewicht und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen zu leiden. Grundsätzlich pflegen Vegetarier oft einen gesünderen Lebenswandel. Sie verzichten oft aufs Rauchen, trinken weniger Alkohol und nehmen gesündere Nahrungsmittel zu sich.

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